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Ybbs an der Donau ist eine Stadtgemeinde in Österreich. Sie liegt auf einer Seehöhe von 224 m und hat zur Zeit 5.694 Einwohner (Stand: 07.03.2004). Die Stadtrechte wurden Ybbs bereits im Jahre 1317 verliehen.
 Stadtansicht © Pohl Vision Ing. Alfred Pohl, 3100 St. Pölten (www.pohl-vision.at)
Durch ihre Lage als Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen entlang der Donau erhielt die Stadt schon im Mittelalter eine große wirtschaftliche Bedeutung. Dies dürfte auch der Anlass für die sehr frühe Verleihung der Stadtrechte gewesen sein. Mit seiner malerischen Altstadt und der schönen Architektur aus der Zeit der Babenberger ist Ybbs besonders bei Radfahrern sehr beliebt. Die Stadt bietet eine einzigartige nostalgische Atmosphäre, besonders wenn Sie das historische Gewölbe des Erlebnis - Fahrradmuseums besuchen. Mit diesem Besuch begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Fahrrads. Hölzerne Laufräder, wuchtige Tretkurbelräder, spektakuläre Hochräder uvm. können bestaunt, berührt und teilweise sogar ausprobiert werden. Nach dem Museumsbesuch laden die geschichtsträchtigen, verträumten Gassen der Altstadt von Ybbs zu einem Spaziergang ein. Für das leibliche Wohl sorgen gemütliche Cafés und Gasthöfe. Eng verbunden mit dem Element Wasser, hat die Stadt Ybbs auch in zeitgemäßes Planschvergnügen in zentraler Lage investiert. Das Freizeitzentrum Ybbs wurde modern und bedürfnisgerecht ausgestattet und bietet den Gästen attraktive Freizeit-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten mit Wellnessbereich.
Öffnungszeiten Hallenbad und Sauna: Montag 13.00 – 21.00 Uhr Herrensauna Dienstag 9.30 – 21.00 Uhr Damensauna Mittwoch 13.00 – 21.00 Uhr gemischte Sauna Donnerstag 9.30 – 21.00 Uhr gemischte Sauna Freitag 13.00 – 21.00 Uhr gemischte Sauna Sa, So, Feiertag 9.30 – 21.00 Uhr gemischte Sauna
Wappen Wappenbeschreibung: In einem silbernen Schild befindet sich eine rote, zinnenbekrönte Stadtmauer mit offenem Tor und hochgezogenem Fallgitter, die von zwei Türmen überragt wird; zwischen den Türmen schwebend, an einem grünen Lindenast hängend, befindet sich der rot-weiß-rote Bindenschild.
Farben: Rot-Weiß-Rot
Wappenverleihung: unbekannt; Führung seit dem 14. Jahrhundert
Geschichte: Steinfunde und ein Wall weisen darauf hin, dass sich bereits zur Zeit der Kelten eine Siedlung auf einem Hügel in der Nähe von Ybbs befunden hat. Aus dieser Zeit dürfte auch der Name der Stadt stammen. Den keltischen Flussnamen Ivesis haben die später hier an der Donau siedelnden Römer übernommen. Durch Lautverschiebung entstand im Laufe der Zeit Ips. Die Stadtpfarrkirche und die unmittelbar angrenzenden Gebäude stehen auf dem Platz der alten Stadtburg. Schon vor 900 war hier eine karolingische Reichsburg, die Eparesburg, bekannt. Den zur Burg gehörenden Ort nannte man „Ipspurch“ oder „Isepurich“, ab dem 13. Jh. nur noch „Ips“ bzw. „Ybbs“. Das bayrische Adelsgeschlecht der Grafen von Sempt - Ebersberg erhielt die Eparesburg und die angrenzende Siedlung durch Erbschaft und errichtete hier in den Jahren 903 und 905 eine Zoll- und Mautstation. Nach dem Tod des letzten Ebersbergers kam die Eparesburg in den Besitz der Salier. So hielt sich 1058 der 8-jährige Heinrich IV, bereits zuvor unter der Vormundschaft seiner Mutter Agnes zum deutschen König gekrönt, in Ybbs auf – jener Salier, der durch seinen Canossagang Berühmtheit erlangen sollte. Über Umwege gelangte Ybbs schließlich in den Besitz der Babenberger und war von nun an landesfürstliches Eigentum. 1276 öffnete Ybbs als erste niederösterreichische Stadt dem Habsburger Rudolf I die Tore. In der Folge statteten die neuen habsburgischen Landesfürsten Ybbs nach und nach mit einer Reihe von Privilegien aus. Endgültig besiegelte Friedrich I (der Schöne) das Stadtrecht 1317 durch die Verleihung des Blutgerichts, das Recht zum Tod durch Schwert oder Galgen zu verurteilen.
 Altstadtansicht © Pohl Vision Ing. Alfred Pohl, 3100 St. Pölten (www.pohl-vision.at)
Altstadtsanierung In den vergangenen Jahren hat im Ybbser Stadtkern eine der bedeutendsten Stadtsanierungen des Bundesgebietes eingesetzt. Sie trägt Modellcharakter für historische Städte Österreichs und verleiht der reizvollen Altstadt nach ihre Abschluss wieder ihre einstige Bedeutung.
Für dieses Vorhaben standen insgesamt rund 2,8 Millionen Euro an Bundesmittel zur Verfügung; Gemeinde, Geschäftsleute und Private erhöhten die Gesamtsanierungssumme auf ein Vielfaches.
Zudem kam es zur Ausgestaltung der öffentlichen Flächen in der reizvollen Altstadt. Diese hat sich durch die Jahrhunderte unbeschadet ihren historischen Charakter erhalten und stellt heute ein bereits selten gewordenes Gesamtensemble österreichischer Stadtbaukunst dar.
In einer Wirtschaftsstudie wurden durch ein renommiertes Institut Grundlagen und Richtlinien für die Entwicklung einer regen Geschäftstätigkeit im Zusammenhang mit Qualität, Auswahl und Branchenmix erarbeitet.
Besonderer Schwerpunkt bei der Stadtsanierung lag neben der Revitalisierung der gesamten Altstadt auf touristischen Aktivitäten. Erwähnt seien nur der Donauradweg, das Freizeitzentrum oder die besonderen kulturellen Aktivitäten und Neuheiten.
Anreise nach Ybbs mit dem Auto: bequem erreichbar über die Westautobahn Salzburg - Wien, Abfahrt Ybbs. Von Krems kommend über die Wachauerstraße (B3), dann über die Donaubrücke
mit dem Schiff: Für Informationen und den genauen Fahrplan rufen Sie bitte 0663/97 22 888
mit dem Rad: Am nördlichen Donauufer verläuft der Radweg von Passau bis Oberzell nach Ybbs - immer entlang der Donau. Die Karte zeigt den Ybbser Teil des Donauradweges. Für Informationen rufen Sie bitte 07412/5 26 12
 Karte: © Stadt Ybbs
mit der Bahn: Zughaltestelle Ybbs / Kemmelbach an der Westbahn ÖBB Fahrplanabfrage
Ausflugsziele in der Umgebung
Der Pulverturm Am südöstlichen Ende der mittelalterlichen Stadtbefestigung steht der Pulverturm. 1523 erging vom Landesfürsten an die Stadt der Auftrag „diesen Turm endlich fertig zu stellen, da er die ganze Stadt und Mauer hält“. Bis zum Brand 1868 trug er ein Kegeldach. Die Befestigung der Stadt ist grösstenteils auch heute noch sichtbar. Im Halbkreis führt der Befestigungsgraben um die Stadt. Damals wurde das fliessende Donauwasser an der oberen Donaulände beim sogenannten Schwalleck, einem fünfeckigen Turm, welcher für kontinuierliche Strömung sorgte, in den Graben geleitet und floss beim Pulverturm wieder in die Donau. Auch zur Donau hin war die Stadt durch eine Mauer geschützt, die an der Rückseite der Kirche noch sichtbar ist. Durch neue Kriegstechnik wirkungslos geworden, diente der Stadtgraben nach der Trockenlegung als Viehweide. Heute sind dort Gärten.
Stadttore Vier nicht mehr erhaltene Tore führten aus der Stadt in die Vorstädte: Das Wiener Tor in die Vorstadt Angern, das Linzer Tor in die Vorstadt Trewald und das Klostertor in die Vorstadt Piesenegg, zum Franziskanerkloster, dem dazugehörigem Spital und weiter stromaufwärts zum nunmehr versunkenen Schloss Donaudorf, dem ein Raum im Stadtmuseum gewidmet ist. Wandmalereien an den ehemaligen Standorten der Tore zeigen ihr ursprüngliches Aussehen. Neben dem Wiener Tor befand sich einst ein Freihaus (= Herrenhaus). Im 19. Jh. wurde an seiner Stelle der heutige Babenbergerhof errichtet. Das vierte Tor war eine große Ausfahrt durch das Schiffmeisterhaus in der sonst geschlossenen Donaufront, das so genannte Wasser- oder Sandtor. Heute ist dieses Tor nur noch von der Stadtseite aus als Gewölbebogen zu erkennen. Durch mehrere Aufschüttungen des Donauufers hat es seine imposante Grösse eingebüsst. 1880 konnte durch den Abriss des städtischen Lagerhauses neben dem Schiffmeisterhaus der freie zur Donau hin offene Platz geschaffen werden. Nur für Fussgänger gab es noch einen Durchgang nahe der Schiffsstation und den erst im letzten Jahrzehnt wieder freigelegten Abgang nahe der Kirche.
Das Schiffmeisterhaus Es erinnert an einen einst wichtigen Wirtschaftszweig der Stadt, die Donauschifffahrt. Der Schiffmeister war Hersteller, Betreiber und Organisator großer Donauflotten. Der berühmteste Schiffmeister aus Ybbs und gleichzeitig einer der mächtigsten an der Donau war Mathias Feldmüller. Das Schiffmeisterhaus zählt zu den grössten Gebäuden der Stadt. Unter der Fassade des 19. Jh. verbirgt sich interessante Architektur der Renaissance und dem Barock, wie Gewölbe, Stuckdecken und Wandmalereien. In die Donaufront ist ein noch älterer Stadtturm integriert.
Der Passauerkasten Er ist das älteste Gebäude in Ybbs, mit einem Grundriss von 10m x 24m. Das Kellergewölbe ist gotisch, mit sechs schmalen, romanischen Rundbogenfenstern. Das Obergeschoss ist in zwei ungleich große Räume geteilt, in einen 8m x 16m großen Saal mit einer Höhe von beinahe 5m und frühgotischen Doppel – Arkadenfenstern und einen anschließenden Raum, in der Form eines Rechtecks von ca. 5 m x 8 m. Die Architektur geht auf die Blütezeit des babenbergischen Österreich zurück. Das frühgotische Maßwerk der Fenster lässt seine prunkvolle Vergangenheit erahnen. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um den sogenannten Palas (das Herrenhaus mit repräsentativem Saal) der ersten Burg von Ybbs handelt. Ihm gegenüber liegt die ehemalige Barbarakapelle – vorher Michaelskapelle. Sie ist heute kaum mehr zu erkennen, jenes schmale Wohnhaus über der Stadtmauer unmittelbar neben der Pfarrkirche war einst die zweigeschossige Burgkapelle.
Stadtpfarrkirche St. Laurenz Das dreischiffige gotische Langhaus wurde in den Jahren 1466 bis 85 unter dem Wiener Dombaumeister Laurenz Spenning errichtet. Erst nach 1500 konnte die Kirche durch Einwölbung des Chores fertiggestellt werden. Am Chorbogen ist die Jahreszahl 1521 als Datum der Fertigstellung zu lesen. Wird das Langhaus noch durch ein einfaches Kreuzrippengewölbe gegliedert, so findet sich im Chor bereits ein Sternrippengewölbe. 1716 vernichtet ein Brand das Innere und den Turm der Kirche. 1721 erfolgte die Barockisierung des Innenraums und die Erneuerung des Turms mit barockem Zwiebelhelm. Ein weiterer Brand 1868 beschädigte nur den Turm. Nach einer Abstimmung in der Bevölkerung wurde der Turmhelm 1874 im neugotischen Stil gestaltet, wodurch der Kirchturm fast wieder sein früheres Aussehen erhielt. Sehenswert ist auch eine um 1450 entstandene Ölberggruppe beim Haupteingang der Kirche.
Der Kirchenplatz Er öffnet sich zur Stadt. Bis 1868 befand sich vor der Kirche ein Friedhof. Im Inneren der Kirche, an den Wänden finden sich noch Grabsteine aus dieser Zeit. Der interessanteste ist jener des Ritters Hans von Ybbs, der 1368 gestorben ist, - ein schönes Zeugnis gotischer Kunst.
Das Salzamt Das auffällige, große Gebäude zwischen Kirchengasse und Donau mit markanten Erkern an allen vier Ecken, war ein kaiserliches Mauthaus. Ab 1639 fand es als Lager für Salz Verwendung. Aus dieser Zeit stammt der Name Salzamt. In seinen Kellermauern kann man heute noch die Spuren des zersetzenden Salzes finden. An der reizvollen Donaufassade sind die Hochwassermarken der letzten 500 Jahre festgehalten.
Die Weinmaut Dieses Gebäude gehört zu den ältesten Bauten der Stadt. Durch einen Umbau um 1990 verlor es leider das steile gotisches Dach und damit sein mittelalterliches Aussehen. Im Kern sind die gotischen Mauern aber noch erhalten. Hier befand sich schon im Mittelalter eine kaiserliche Mautstelle, betreut vom Mautner und seinen Helfern. Die zahlreichen Schiffe mussten in Ybbs anlegen und ihre Waren verzollen, was der Stadt damals zu großem Reichtum und Ansehen verhalf. Von dem hier eingehobenen Geld wurden im Jahr 1551 beispielsweise 2000 Gulden der Universität Wien zur Bezahlung der Professoren übergeben. Heute befindet sich in diesem Gebäude eine Polizeischule.
Die Stadthalle In den Jahren 1962 bis 1965 unmittelbar neben dem Stadtgraben und dem Schwalleck von DI Leo Kammel erbaut und am 8. Jänner 1965 feierlich eröffnet. Dieses große Gebäude ist nicht unumstritten, da es das Ensemble der historischen Donaufront der Stadt empfindlich stört. Heute stellt es als typische Architektur der 1960iger-Jahre seinerseits schon ein Baudenkmal dar.
Kloster und Reiterkaserne Der langgezogene Gebäudekomplex zwischen Donaukraftwerk und Altstadt ist heute im Besitz der Stadt Wien und ein Krankenhaus. Vorher befanden sich an der Stadtseite ein Kloster mit Spital, weiter westlich eine 1723 unter Kaiser Karl VI erbaute Reiterkaserne, die kurze Zeit auch Truppenspital und Heeresverpflegungsmagazin war. Schon 1291 wurde in der Vorstadt Piesenegg von der reichen Ybbser Bürgerin Adelheide Gottschalk ein Zisterzienserinnenkloster gegründet. Zur Zeit der Reformation und aus Angst vor den kriegerischen Türken verließen viele Nonnen das Kloster, so dass es ab 1572 leer stand. Während der Gegenreformation 1631 konnte die Ybbser Bevölkerung eine Übergabe an den Franziskanerorden erwirken, der das alte Kloster 1632 durch einen Neubau ersetzte. Das Franziskanerkloster bestand bis zur Auflösung durch Josef II. Nach zwischenzeitlicher Nutzung als Lagerhaus für Eisenwaren aus der nahen Eisenwurzen und als Fabrik wurde um 1860 an dieser Stelle das heutige große Krankenhaus gebaut. Die alte Reiterkaserne daneben bezog man unverändert in das Gesamtareal ein.
Die Landesfürstliche Burg Zur Zeit der Stadterweiterung im 14. Jh. dürfte an dieser Stelle der aus mehreren Gebäuden bestehende, viel weitläufigere Vorgängerbau der gegenwärtigen Burg entstanden sein. Bereits im Jahre 1490 wird berichtet, dass diese Burg nach einem Hochwasser teilweise eingestürzt ist. Der Wiederaufbau erfolgte offensichtlich prompt, denn schon 1494 weilte Kaiser Maximilian I auf der Durchreise in ihren Mauern. Die bedeutendste Begebenheit fand im Jahre 1521 statt. Der junge Kaiser Ferdinand I hielt hier als frisch gekrönter Landesfürst, von Worms kommend, auf der Reise nach Wien seinen ersten Landtag für Oberösterreich und Niederösterreich ab. Nur der spanischen Sprache mächtig, unterstützt von seinem deutsch sprechenden Sekretär Gabriel von Salamanca, nahm er, aus Sorge Wien nicht vor einem Aufstand der Stände zu erreichen, schon in Ybbs die Huldigung derselben entgegen. Dieses Ereignis ging als „Landtag von Ybbs“ in die Geschichte ein. Die Burg dürfte dann wieder an Bedeutung verloren haben, da Ferdinand schon 1533 von einer „alten verödeten burg zu Ips in der Stadt“ spricht. Als letzter berühmter Gast der Burg war 1779 der „Volkskaiser“ Joseph II während seines Aufenthalts in Ybbs dort untergebracht. Das Bauwerk wurde als Schule und Wohnhaus genutzt und erfuhr in seiner Geschichte immer wieder Änderungen, sein jetziges Aussehen erhielt es in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Durch Umgestaltungen im 19. Jh. verlor es aber sein Dach mit den vier zwiebelbekrönten Ecktürmchen. Die im Rahmen der Altstadtsanierung restaurierte Burg dient nun als Krankenpflegeschule.
Der Hauptplatz Er stellt die Stadtmitte dar, fällt zur Wienerstraße hin schräg ab und verbindet Obere und Untere Stadt miteinander. In seinem Zentrum befindet sich der Stadtbrunnen aus dem Jahr 1613 mit der Figur eines mit Schild und Schwert gerüsteten Ritters - im Volksmund „Kilian“ genannt – bei dem es sich wahrscheinlich um Hans von Ybbs handelt. Bereits beim Brand 1716 wurden große Teile der Stadt verwüstet. Beim Wiederaufbau erhielten alle Häuser Barockfassaden. Heute ist davon nur mehr die Barockfassade des Hauses Nr. 3 an der Westseite des Platzes im Original erhalten, da ein neuerlicher Stadtbrand 1868 wiederum große Teile der Stadt zerstörte. Erwähnenswert sind noch der „Passauer Hof“ Nr. 8 an der Ostseite des Platzes, der gemeinsam mit dem „Passauerkasten“ 600 Jahre im Besitz des Bistums Passau war und als Keller und Kassenamt diente. Das Haus Nr. 7 im Norden des Platzes, das sogenannte Klosterhaus, gehörte eine Zeitlang zum außerhalb der Stadtmauern gelegenen Franziskanerkloster.
Das Rathaus Es ist ein Bau aus dem 16. Jh. Dies zeigen die Tonnengewölbe im Inneren des Hauses. An der Ecke zum Hauptplatz befindet sich ein rechteckiger Torturm mit neugotischem Dachhelm. Die heutige klassizistische Fassade bekam es nach dem Stadtbrand 1868. Durch die engen Gassen wandernd entdeckt man noch an so manchen Gebäuden alte Architekturdetails und Tafeln, die von einer langen, bewegten Vergangenheit zeugen.
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Rathaus Ybbs © http://de.wikipedia.org
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Vom Sandtörl in die Herrengasse
Das Sandtörl Zwischen Salzamt und Weinmaut befindet sich ein alter Eingang zur Stadt. Die Jahreszahl erinnert nur an eine Renovierung, der Durchgang selbst ist viel älter. In den alten Ratsprotokollen ist festgehalten, dass im 18. Jh. die Verunreinigung der Lände unerträgliche Ausmaße erreichte. Um den Zugang zur Stadt nahe der Schiffsstation sauber zu halten, stellte man neben dem Durchgang einen Schandbaum auf, an den die Frevler gebunden wurden, die entgegen den Bestimmungen die Donaulände verunreinigten. Er ist noch im Stadtmuseum zu sehen. Durch den Torbogen betritt man ein schmales Stiegengässchen, welches zur Herrengasse führt.
Der Mozartsaal Das Haus Herrengasse 23 war einst der Gasthof „Zur Goldenen Sonne“. Die Stuckdecke im Mozartsaal erinnert an Kaiser Karl VI, einen besonderen Gönner, welcher die Stadt Ybbs nach einem Brand 1716 großzügig unterstützte und den Wiederaufbau mit prunkvollen Barockfassaden möglich machte. Der Name des Saales hingegen bezieht sich auf ein ganz anderes Ereignis: 1762, auf einer Herbstreise von Passau nach Wien, machte der 6 - jährige Mozart auch in Ybbs - im ehemaligen Franziskanerkloster außerhalb der Stadttore halt. In der dazugehörigen Kapelle spielte er zu einer Messe auf der Orgel. Die Reise konnte erst am nächsten Tag fortgesetzt werden. Vieles spricht dafür, dass Mozart nicht im unbeheizten Kloster sondern in dem damals viel bequemeren Gasthof „Zur Goldenen Sonne“ Quartier bezogen hat. Heute ist in dem Gebäude das historische Archiv der Stadt und das Stadtmuseum untergebracht.
Der alte Pfarrhof Der alte Pfarrhof befindet sich gegenüber dem Mozartsaal. Dieses schöne Renaissancegebäude war bis in das 18. Jh. der Gasthof „Zum Bären“. Seine Geschichte als Pfarrhof beginnt nach der verheerenden Feuersbrunst im Jahre 1716, welcher auch der Pfarrhof nahe der Kirche zum Opfer fiel. 1784 wurde dem Pfarrer endlich der Ankauf einer neuen Behausung bewilligt, der Gasthof als Pfarrhof eingerichtet und bis 1951 als solcher genutzt. Heute finden sich dort das Fahrradmuseum und eine Galerie.
Das Brauhaus Es grenzt an den alten Pfarrhof in der Herrengasse. Weitläufige, zweigeschossige Kellerräume, breite Stiegengänge, eine Brunnenanlage im Keller und Urkunden bezeugen, dass hier einst Bier gebraut wurde. 1644 wird erstmals eine Bierbrauerzunft in den Ratsprotokollen genannt.
Grosse Stadtbrände Neben Hochwässern wurde die Stadt auch mehrmals von Bränden heimgesucht. Zu den verheerendsten gehörte der Stadtbrand von 1716, dem – wie in den Protokollen festgehalten - „54 Häuser, große Teile der Kirche, ein Bürger, eine Bürgersfrau und ein Tagwerker“ zum Opfer fielen. 1868 entstand im Juni bei drückender Mittagshitze ein Brand, der 87 Häuser vernichtete. Sogar die Melker Feuerwehr kam mit einem „Rettungszug“ auf der Westbahn der Ybbser Bevölkerung zu Hilfe. Dennoch blieb vom größten Teil des Städtchens nur ein rauchender Schutthaufen, wie eine Zeitung berichtete.
Überschwemmungen Früher wurde die Stadt an der Donau nahezu jährlich von Überschwemmungen heimgesucht. 1501 beispielsweise versank die Untere Stadt bis zu den Dächern in den Fluten. Nach dem Bau des Donaukraftwerks hoffte die Bevölkerung, dass die Gefahr von Hochwässern endgültig gebannt sei. Kleinere Überschwemmungen blieben tatsächlich aus. Zuletzt aber hat das Hochwasser im August 2002 große Teile der Altstadt wieder bis zu einer Höhe von 2,7 m überflutet.
Die Ybbser Strassenbahn Zum 3 km entfernten Bahnhof führte vom Hauptplatz durch die enge Wienerstraße in den Jahren 1907 bis 1953 eine Straßenbahnlinie - die damals kleinste elektrische Straßenbahn der Welt. Die heutige Bundesstraße B 25 war bis ins 19. Jh. ein einfacher Karrenweg. Nach der Eröffnung der Westbahn baute man ihn zu einer befestigten Straße aus. Um die Stadt noch besser an die Bahnstation anzubinden, errichtete man schließlich die „Ybbser Elektrische“, bestehend aus zwei kleinen motorisierten Wagen. 1953 war sie der verstärkten Beanspruchung nicht mehr gewachsen und wurde durch eine Buslinie ersetzt.
Das Donaukraftwerk Ybbs - Persenbeug Die Planungen und Vorarbeiten für das erste österreichische Donaukraftwerk begannen bereits in der Zwischenkriegszeit, kriegsbedingt stellte man die Bauarbeiten 1944 wieder ein. 1954 nahm man den Bau erneut in Angriff und bereits 1957 lief die erste von heute 7 Turbinen.
Stadtführungen und Museumsbesuch sind nach Vereinbarung möglich Anmeldung: Im Gemeindeamt der Stadt Ybbs an der Donau Tel.: 07412 / 52612
Fahrradmuseum Herrengasse 12, 3370 Ybbs In den historischen Gewölben des Fahrradmuseums Ybbs - in unmittelbarer Nähe des Donauradweges - begeben sich die Besucher auf eine eindrucksvolle Zeitreise durch die Geschichte des Fahrrades. Hölzerne Laufräder, wuchtige Tretkurbelräder, spektakuläre Hochräder und elegante Wafferäder aus Kaisers Zeiten können hier bestaunt, berührt und teilweise sogar ausprobiert werden. Eigens eingerichtete Abteilungen für Kinderfahrzeuge, Rennräder und Damenräder begeistern Jung und Alt. Auf einem alten Trichtergrammophon wird seinerzeitige Musik gespielt und somit - in Verbindung mit zahlreichen Accessoires - eine einzigartige nostalgische Atmospähre geschaffen. Nach dem Museumsbesuch laden die geschichtsträchtigen, verträumten Gassen der Altstadt von Ybbs zu einem Spaziergang ein.
Das Museum zeigt Österreichische, Deutsche, Englische, Französische, Tschechische und Amerikanische Fahrräder von 1820 bis 1960. Steyr - Waffenräder von 1897 bis 1960. Mobile Kinderwelt, historische Geschäftsfassade Leo Temper Ybbs Fahrradzubehör in Schauvitrinen Historische Fotos, Fahrradplakate, Fahnen, Kataloge usw.
Öffnungszeiten: Mai - September Mo - Sa 10 -13 Uhr 14 - 17 Uhr Juni bis August auch So geöffnet! Eintrittspreise: Kinder: € 2,- Erwachsene € 3, - Gruppen ab 10 Personen € 2,50
Das Museum zeigt Österreichische, Deutsche, Englische, Französische, Tschechische und Amerikanische Fahrräder von 1820 bis 1960. Steyr - Waffenräder von 1897 bis 1960 Mobile Kinderwelt Historische Geschäftsfassade Leo Temper Ybbs Fahrradzubehör in Schauvitrinen Historische Fotos, Fahrradplakate, Fahnen, Kataloge usw. Anfragen Stadtgemeinde Ybbs Tel.: 07412 / 52612 Fax: 07412 / 52612 555
Pfarre Säusenstein Schlossstr. 12, 3374 Säusenstein Die Pfarre von Säusenstein entstand im 12. Jahrhundert als kleine Eigenpfarre der Domvögte von Regensburg in Bayern und hieß damals St. Lorenz bei Gottsdorf ... Telefon: (07412) 580 13 mobil: 0664/4249702
Stadtmuseum Herrengasse 23, 3370 Ybbs Im Zuge des Mozartjahres 1991 kam es zur Etablierung des Mozartsaales im Stadtmuseum Herrengasse 23. Die Sanierung des Ybbser Stadtmuseums Herrengasse 23, fand im Zuge der Altstadtsanierung statt. Die Entfernung einer Zwischendecke im zentralen Saal mit der barocken Stuckdecke stellt eine höchst interessante Raumlösung dar Zum einen bewirkt die starke vertikale Betonung dieses Raumes eine besondere Steigerung des architektonischen Reizes, zum andern lässt sie durch den nun gewonnenen Abstand die überaus wertvolle Stuckdecke erstmals in ihrer eigentlichen Pracht erscheinen. Der schon vor seiner Umgestaltung äußerst wertvolle Saal hat durch diese Veränderung an Reiz gewonnen und verdient nun ganz besonderes Augenmerk als architektonisches Glanzstück im Herzen der Ybbser Altstadt. Neben seiner Funktion als Veranstaltungssaal bleibt die Räumlichkeit jedoch Teil des Ausstellungsbereiches im Stadtmuseum.
Als besonderen kulturellen Akzent erhielt dieser Saal eine musikalische Seele, eine Konzertorgel mit digitaler Tongebung. Dieses Instrument wurde von seinem Hersteller in Nordeutschland mit der originalen Tongebung der Gaminger Mozart - Orgel gespeichert und steht für Orgelkonzerte im Mozartstil zur Verfügung.
Als solches bildet die Orgel einen Höhepunkt des neuen Mozartsaales mit seinen verschiedenen Einsatzbereichen.
Auch auf stadtgeschichtlicher Eben hat sich in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Ybbser Stadt- und Kulturerneuerung viel ereignet. Durch intensive Erforschung der Stadtgeschichte wurden zahlreiche Aspekte aus der Versenkung geholt und vor dem Vergessen bewahrt.
Karl VI hat seine Spuren in der Ybbser Altstadt hinterlassen. Die reich ornamentierte Stuckdecke aus dem frühen 18. Jahrhundert. Bisher wurde diese Decke immer dem Besuch des Volkskaisers Josef II. zugeschrieben, also dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Auch die im Stuck deutlich sichtbare Parole Kaiser Karls VI constantia et fortitudine weist in eine Entstehungszeit am Beginn des 18. Jahrhunderts hin.
Der barocke Raum mit seiner wunderschön restaurierten Stuckdecke eignet sich für die verschiedensten Veranstaltungen, von Kammerkonzerten über stilvolle Dichterlesungen, Vorträge, Symposien, Empfänge, Präsentationen. Dazu kommt der Vorzug, dass der Konzertbesucher in den Pausen durch die interessanten Räume des Ybbser Stadtmuseums schlendern kann, dessen Herz der Ybbser Mozartsaal ja schließlich ist.
Anmeldung zu Stadtführungen und Museumsbesuch
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Claudia Knödlstorfer Tel. 0676/2120391 aon.912138101@aon.at
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Mag. Kathrin Labuda Tel. 0660/9418681 Tel. +43 7412/56290 kathrin.labuda@chello.at
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Dr. Margit Labuda Tel. 0699/12373855 Tel. +43 7412/56290 m.labuda@aon.at
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Josef Zwiefelhofer Tel. 0676/6649166 Tel. +43 7412/55444 josef.zwiefelhofer@aon.at
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Stadtführungen pro Person EUR 2,00 ab 10 Personen EUR 1,50 Stand:2007
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Stadtmuseumsführungen sind, wenn gewünscht, inbegriffen. Auch bei Besuch des Fahrradmuseums, kann das Stadtmuseum ohne weitere Kosten mitbesichtigt werden.
Kontakt Stadtgemeinde Ybbs a.d.D. Hauptplatz 1 3370 Ybbs
Tel: ++43 7412 / 52612 E-Mail: stadtgemeinde@ybbs.at
Öffnungszeiten
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Mo: 08.00 - 12.00 Uhr 13.00 - 15.00 Uhr
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Di: 08.00 - 12.00 Uhr 13.00 - 15.00 Uhr
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Mi: 08.00 bis 12.00 Uhr 13.00 bis 15.00 Uhr Am 1. Mittwoch bis 18.00 Uhr
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Do: 08.00 - 12.00 Uhr
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Fr: 08.00 - 12.00 Uhr
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Infos für Touristen Infostelle Mai – September: Stauwerkstraße 86 3370 Ybbs Tel. 07412/55233 Fax: 55398
Übrige Zeit: Stadtgemeinde Ybbs Tel. 07412/52612
Anforderung Prospektmaterial und Unterkunftsverzeichnis Bürgerservice - Büro Tel. 07412/52612 Zimmerreservierung Tel. 07412 / 55233 (Mai bis Oktober)
Weblinks:
Quellen: © Stadtgemeinde Ybbs an der Donau (Text) und Pohl Vision Ing. Alfred Pohl (Fotos) Stadtführer 1893: „Die landesfürstliche Stadt Ybbs gehört unstreitig zu einer der schönstgelegenen Städte an der Donau und ist infolge des hohen Alters und der in den frühesten Jahrhunderten schon gehabten Bedeutsamkeit eine der merkwürdigsten alten Städte Österreichs.“ Herausgegeben vom Kulturverein OKAY in Zusammenarbeit mit der Stadt Ybbs an der Donau
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