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Wieden liegt im 4. Gemeindebezirk von Wien. Auf einer Fläche von 1,83 km² leben 31.410 Einwohner (Stand 1991). Er wurde 1850 aus den Vorstädten Wieden, Schaumburgergrund (ab 1813 Vorstadt, Name von den Grafen Schaumburg, die hier schon im 15. Jahrhundert Grundherren waren) und Hungelbrunn (urkundlich 14. Jahrhundert, ursprünglich nur Weingärten, ab 1801 Verbauung) gebildet. Die ursprüngliche Siedlung von Wieden entstand in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts; sie erstreckte sich am Wienfluss entlang bis zum Karlsplatz. 1211 urkundlich als "Widem" im Zusammenhang mit der Errichtung des Heiligengeistspitals erwähnt (Name von "Widum" = Ausstattungsgut einer Kirche), später "Wiener Vorstadt an der Wien" genannt. Vor dem Ansturm der Türken 1529 wurde die bereits stark besiedelte Vorstadt niedergebrannt, ebenso 1683. Der Hauptausbau begann im 18. Jahrhundert (Karlskirche, Adelspaläste). 1861 wurde Margareten abgetrennt und zum neu gebildeten 5. Bezirk gemacht; 1874 wurden die jenseits der Gürtelstraße gelegenen Teile zum 10. Bezirk Favoriten. Hauptverkehrsader ist die Wiedner Hauptstraße, die wichtigste Ausfallstraße nach Süden.

Lage Wieden 2 Kopie

Lage Wieden
© Archiv



Ottakring und Josefstadt sind Nachbarn. Wer mit offenen Augen durch die beiden Bezirke geht, sieht sofort, dass das verschiedene Welten sind. Das gleiche gilt für Wieden und Favoriten, Döbling und Brigittenau. Jeder der 23 Wiener Bezirke hat seine Eigenheiten wie etwa das Bezirkswappen, welches Aufschluss über den Charakter und die Persönlichkeit des jeweiligen Bezirks gibt.



Kirchliche Bauten
Karlskirche, frühbarocke eine Paulanerkirche, wurde 1627-51 als Klosterkirche errichtet. Das Kloster wurde 1797/98 abgetragen.
Theklakirche (1754-56 von J. Gerl)
Elisabethkirche (1857-66).
 

Weltliche Bauten
Theresianum (ehemalige Favorita)
Palais Schönburg-Starhemberg (1705/06, 1841 aufgestockt)
Technische Universität Wien (1816-18, Zubauten 1971-82, Hauptbibliothek 1984-87)
Evangelische Schule (1860-62, von T. Hansen)
Französische Botschaft (1906-09)
Historisches Museum der Stadt Wien
Kunsthalle Wien am Karlsplatz (1992)
Rundfunkgebäude (1935-37, von C. Holzmeister)
Arbeiterkammer für Wien (1957-60)
Franz-Domes-Heim für Lehrlinge (1952, von R. Rainer)
Adolf-Czettel-Bildungszentrum (1985-89 mit Theater Akzent)
Haus des Sports
Haus der Kaufmannschaft am Schwarzenbergplatz (1905)
Wirtschaftskammer Österreich


Denkmäler
J. Brahms,
J. Ressel,
F. Madersperger,
S. Marcus und G. R. Donner,
Engel-, Mozart- und Kinderbrunnen,
Henry-Moore-Plastik (1978).

Weiters gibt es in Wieden diplomatische Akademie, mehrere Botschaften und die Gesellschaft vom Roten Kreuz.

 

Kontakt
Bezirksvorstehung des 4. Wiener Gemeindebezirkes
Favoritenstraße 18
1040 Wien

Telefon +43 1 4000 04114
Fax +43 1 4000 9904120
E-Mail post@b04.magwien.gv.at


Weblink

       

Quellen: © Copyright Österreich-Lexikon
Literatur: F. Czeike, Wieden, Wiener Bezirkskulturführer, 1979; K. Lohrmann und F. Opll, Regesten zur Frühgeschichte von Wien, 1981; F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97.

 

Bezirke
IX. Alsergrund
XX. Brigittenau
XXII. Donaustadt
XIX. Döbling
X. Favoriten
XXI. Floridsdorf
XVII. Hernals
XIII. Hietzing
I. Innere Stadt
VIII. Josefstadt
III. Landstrasse
II. Leopoldstadt
XXIII. Liesing
V. Margareten
VI. Mariahilf
XII. Meidling
VII. Neubau
XIV. Penzing
XVI. Ottakring
XIV. Rudolfsheim
XI.Simmering
XVIII. Währing
IV. Wieden

 

 

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