|
Währing liegt im 18. Gemeindebezirk von Wien und hat eine Fläche von 6,31 km² sowie 49.761 Einwohner. Die ehemalige selbständige Gemeinde verläuft entlang des Währinger Bachs. Sie bestand aus den Gemeinden Gersthof, Pötzleinsdorf, Neustift am Walde und einem Teil von Salmannsdorf. Die letzten beiden kamen 1938 jedoch zu Döbling und wurden zum 18. Bezirk vereinigt. Vor 1177 wurde es als Besitz des Klosters Michaelbeuern urkundlich erstmals erwähnt.
|

|
|
Die Lage © Archiv
|
|
Gersthof war bis 1891 eine eigene Gemeinde am Abhang von Wienerwald - Ausläufern (Schafberg), seither ein Teil des 18. Bezirks. Der Name wird 1444 erstmals urkundlich erwähnt. Hier ist die Gutsweilersiedlung und es gibt viele alte Vororthäuser und Villen. Die Semmelweis - Frauenklinik liegt auch in Gersthof.
Pötzleinsdorf war eine alte Weinbauerngemeinde und Biedermeier - Sommerfrische zwischen den Hängen der Wienerwald - Randberge. 1112 urkundlich als "Pezelinisdorf" erwähnt und seit 1890/92 Teil des 18. Wiener Bezirks.
Neustift am Walde ist seit 1938 ein Teil des 19. Wiener Bezirks (Döbling), bis 1890/92-1938 war es ein Teil des 18. Bezirks. Neustift am Walde ist ein altes Weinhauerdorf (erste urkundliche Erwähnung um 1330) zwischen Dreimarkstein und Michaelerberg gelegen. Es gibt viele Heurigenlokale und ist ein vielbesuchter Kirtag.
Der alte Ortskern lag um die heutige Währinger Straße und Gentzgasse. 1485 wurde der Ort durch Matthias Corvinus sowie 1529 und 1683 durch die Türken größtenteils zerstört. Im 19. Jahrhundert galt Währing als beliebte Sommerfrische, im Vormärz siedelten sich hier viele Handwerker und Industriearbeiter an. Daneben entstanden zahlreiche Villen (Cottage).
Wappen Das Währinger Wappen setzt sich aus vier Wappenschildern zusammen. Die Grundfarben des Wappens sind silber, blau und rot, der Herzschild ist in blau und silber kariert. Dargestellt sind die Schutzheiligen der ehemaligen Vororte Währing, Pötzleinsdorf, Gersthof und Weinhaus. Diese waren bis 1. Jänner 1892 selbstständig und bilden seither den Bezirk Währing.
Währing Der Heilige Laurentius repräsentiert als Schutzheiliger Währings diesen Bezirksteil. Auf dem gevierten blauen und silbernen Grund steht auf grüner Wiese der Heilige Laurentius. Er trägt eine silberne Alba und eine rote, goldgesäumte Dalmatika. In seiner rechten Hand hält er einen Palmzweig, in der linken als Symbol seines Martyriums einen schwarzen Gitterrost. Der Name "Warich" ist 1161/76 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt.
Pötzleinsdorf Die Wappenfigur des Heiligen Ägidius symbolisiert den ehemaligen Vorort Pötzleinsdorf. Vor silbernem Hintergrund steht der Heilige Ägidius im braunen Mönchsgewand auf einer grünen Wiese. Seine linke Hand hält ein rotes Buch, die rechte liegt auf dem Rücken eines Rehes. Rechts hinter den beiden steht ein Nadelbaum. Der Heilige Ägidius ist der Patron der alten Pötzleinsdorfer Kirche. Der Name des 1112 erstmals als "ad Pezelinisdorf" erwähnten Dorfes ist nach einem Mann namens "Pezili" benannt.
Gersthof Der Heilige Johannes Nepomuk ist der Schutzheilige Gersthofs und symbolisiert den Bezirksteil im Wappen. Auf einer grünen Wiese steht vor blauem Grund der Heilige Johannes Nepomuk im silbernen Talar mit roter, goldverzierter Stola. Sein Heiligenschein ist mit fünf goldenen Sternen besetzt. In der rechten Hand hält er einen grünen Palmzweig, in der linken ein Kruzifix. Der Heilige Johannes Nepomuk ist der Kirchenpatron von Gersthof. Die Gegend trägt bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Bezeichnung "zu Gersthof". Benannt ist Gersthof nach der Familie Hanns Gerstler, die dort bereits vor 1455 einen Gutshof betrieb. Dieser war der Mittelpunkt der zeilenartigen Siedlung.
Weinhaus Zwei Winzer mit goldener Weintraube stehen für Weinhaus. Vor rotem Hintergrund sind zwei Winzer auf einer grünen Wiese abgebildet. Sie tragen braune Hosen sowie grüne Hosen und Hüte. Über ihren Schultern tragen sie eine Holzstange, an der eine riesige goldene Weintraube mit grünen Blättern herab hängt. Als sprechendes Wappen symbolisiert die Szene den Weinbau, der in diesem Gebiet betrieben wird, und die so getragene Weinhauerkrone. Die Kundschafter Josua und Kaleb sind Schutzpatrone von Weinhaus. Erstmals genannt wurde "Weinhovs" 1266. Der Name leitet sich von einem einzigen gerühmten Weinhaus ab.
Freizeit Türkenschanzpark: Er wurde 1888 anstelle einer ehemaligen türkischen Schanze (1683; wohl auch schon 1529, da der Name 1649 erwähnt wird) eröffnet. Im Jahre 1910 wurde er dann erweitert. Hier sind Denkmäler von V. Prießnitz, A. Stifter, A. Fickert und anderen. Im Park gibt es auch einen sehr schönen Aussichtsturm.
Schubertpark: Der Schubertpark liegt auf dem Areal des ehemaligen Währinger Ortsfriedhofs. Der 1769 geweihte Friedhof wurde von der Pfarre Währing errichtet. 1827 entstand das Portal an seinem Eingang, 1829 die Kapelle und das Totengräberhaus 1841 wurde er erweitert, im Jahr 1873 geschlossen. Der Friedhof war in biedermeierlich - klassizistischem Stil gestaltet. Hier waren Ludwig van Beethoven und Franz Schubert, Franz Grillparzer und Johann Nestroy, der Maler Johann Baptist Lampi, der Hygieniker Johann Peter Frank, Alma von Goethe, eine Enkelin Goethes, und die Hofschauspielerin Antonie Adamberger begraben. 1785 wurde eine spätbarocke Kreuzigungsgruppe, laut Inschrift die ehemalige Grabstätte des k. k. Hofjuweliers Josef Friedrich Schwab und seiner Familie, vom 1784 aufgelassenen Nicolaifriedhof auf der Landstraße auf den Währinger Ortsfriedhof versetzt. Der Friedhof kam 1912 in den Besitz der Gemeinde Wien. Bereits in diesem Jahr wurde beschlossen, auf dem Areal einen Park zu gestalten. 1921 wurde dafür ein Wettbewerb ausgeschrieben, welchen der Architekt Karl Dirnhuber gewann. 1924 erfolgte die Exhumierung der Bestatteten und ihre Überführung auf andere Friedhöfe. Aus rund vierzig bedeutenden biedermeierlichen und frühhistoristischen Grabmälern des Friedhofs wurde ein Gräberhain gestaltet, dessen Zentrum die Kreuzigungsgruppe bildet. Die ehemaligen Grabstellen Beethovens und Schuberts an der Ostseite des heutigen Parks blieben erhalten.
Der Schubertpark wurde 1924 bis 1925 in dem für die Zwischenkriegszeit typischen architektonisch- geometrischen Stil angelegt. Ausgestattet wurde er mit einem Pavillon, einer Milchtrinkhalle, einer Pergola, einem Brunnen, Mauern, Treppen, einer Rampe, Bänken und Kandelabern. Die Milchtrinkhalle und der Brunnen bestehen nicht mehr. Der Park ist heute geprägt durch seine Gliederung in zwei Teile - die städtische Parkanlage und darin der von Mauern umschlossene Gräberhain. Charakteristisch für den Park sind das nach Süden ansteigende Gelände, die architektonischen Gestaltungselemente und der interessante ältere Gehölzbestand in den Rasenflächen. Besucher/ innen des Schubertparks sind die Bewohner / innen des umliegenden Wohnviertels. Im Gräberhain stehen die alten Grabsteine und die barocke Kreuzigungsgruppe inmitten alter Bäume. 2003 wurde unter dem Schubertpark eine Tiefgarage gebaut. Der Park wurde daraufhin im Rahmen eines Bürger/ innen - Beteiligungsverfahren umgestaltet. Es konnten nicht nur die Interessen der Anrainer / innen, sondern auch geschlechtssensible Parknutzungen und die Bedürfnisse von behinderten Mitbürger / innen umgesetzt werden: Zwei große Ballspielplätze, speziell auf unterschiedliche Wünsche von Mädchen und Burschen abgestimmt, Kleinkinderbereiche mit Wasser, rollstuhl - und kinderwagenfreundliche Rampen, die durch den abschüssigen Park führen. Im ehemaligen Parkwärterhäuschen wurde ein öffentliches WC eingerichtet. Der Baustoff Holz findet sich nun vielfach in Form von Belägen, Stufen, Serpentinen und einer Gangway, was dem Schubertpark einen modern/ natürlichen Charakter verleiht. Blumenfreund / innen erfreuen sich am Anblick und Duft der Rosen / Lavendel - Harfe Park - Wiedereröffnung im Juli 2005. In Wien - Liesing (23. Bezirk) gibt es noch drei weitere Schubertparks und zwar in Inzersdorf, Mauer und Kalksburg.
Lage Währingerstraße 125 Parktelefon im Gartenbezirk 6 (++43 1) 478 34 98 Ansprechperson: Barbara Windsteig wm@m42.magwien.gv.at
Erreichbarkeit
Währinger Park Der Währingerpark ist auf Gründen eines ehemaligen Friedhofes entstanden. Hier befand sich zwischen 1783 und 1923 der "Nobelfriedhof" - Währinger Allgemeine Ortsfriedhof, mit "Promi - Grabstätten", zum Beispiel Johann Nestroy und Franz Grillparzer. Es war die erste Parkanlage der Ersten Republik (1918-1938) die von einem Friedhof zu einem Park umgewandelt wurde. Daran erinnert noch eine Eiche, die Bürgermeister Jakob Reumann im Oktober 1923 zur Parkeröffnung pflanzte. Der Planer des Währingerparks Stadtgartendirektor Fritz Kratochwjle wollte "unter möglichster Schonung des vorhandenen Baumbestandes einen Park schaffen, welcher der Bewohnerschaft der Umgebung, der umliegenden dicht bevölkerten Stadtteile, ein Erholungsort sein sollte". Hundehalter / innen bitte nehmen Sie im Währingerpark Ihren Hund an die Leine und benutzen Sie die Hundezone.
Lage Mollgasse/Gymnasiumstraße/Philippovichgasse/Semperstraße Parktelefon im Gartenbezirk 6: (++43 1) 478 34 98 Ansprechperson: Barbara Windsteig, E-Mail:wm@m42.magwien.gv.at
Erreichbarkeit
Schafbergbad Das Schafbergbad mit einer Fläche von 45.000 m² liegt an der Grenze zum 17. Bezirk. Es ist ein Sommerbad mit teilbehindertengerechter Ausstattung, vorgewärmtem Wasser, Sonnenbädern, Sprungturm, Wasserrutsche, Sportbecken, Mehrzweckbecken, Eltern - Kind - Bereich, Kinderbecken, Kinderspielplatz, Trampolinanlage, Fußballplatz, Beachvolleyballplatz, Ballspielplätzen, Minigolf, Tischtennis, Freiluft - Schach, Parfümerie, Restaurant und Kiosk. Bis Ende der 1960er - Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Anlage des Schafbergbades als privates Bad betrieben. Mit dem Kauf durch die Stadt Wien wurde es zum neuen großen Sommerbad ausgebaut. Bis zu 8.000 Personen finden in diesem Freizeitbad mit seiner Beckenlandschaft ihren Badespaß.
Adresse: Josef-Redl-Gasse 2 Telefon: (+43 1) 479 15 93 Information, Wünsche und Beschwerden - Kontakt
Erreichbarkeit
Bildung Universität für Bodenkultur, 2 Bundesgymnasien und Bundesrealgymnasium, Albertus-Magnus-Schule (Privatgymnasium) und Oberstufenrealgymnasium der Marianisten.
Krankenhäuser I.-Semmelweis-Frauenklinik der Stadt Wien, Orthopädisches Krankenhaus der Stadt Wien - Gersthof, Institut Haus der Barmherzigkeit.
Kirchen Währinger Pfarrkirche (urkundlich 1226 Kapelle, um 1400 Pfarre, 1753 Neubau, 1934 erweitert von K. Holey) mit Hochaltarbild von Peter Strudel; davor Brunnen (1884), neugotische Pfarrkirche (Lazaristenkirche, geweiht 1878) und Weinhauser Pfarrkirche (1883-89/93), beide nach Plänen von F. von Schmidt erbaut.
Heimatmuseum (gegründet 1937).
Kontakt
Martinstraße 100
Telefon: 47634 18114 Fax: 47634 9918120
Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
Melde-, Pass- und Fundservice: Montag bis Mittwoch von 8 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr und Freitag von 8 bis 15.30 Uhr
E-Mail: post@mba180.magwien.gv.at
Quelle: © wien.at: Magistrat der Stadt Wien
|