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Das Bundesland Tirol gehört zur föderalen Republik Österreich und bildet den österreichischen Teil von Tirol.

 


© Wikipedia

Beschreibung der Landesflagge

Roter Adler im silbernen Schild mit goldener Krone und goldenen Flügelspangen mit Kleeblattenden und einem grünen Kranz hinter dem Kopf.

Verwaltung

Das Bundesland Tirol gliedert sich in acht politische Bezirke und eine Statutarstadt (Innsbruck). Von West nach Ost und Nord nach Süd geordnet sind das

        • Nordtirol
          • Landeck
          • Reutte
          • Imst
          • Innsbruck-Land
          • Schwaz
          • Kufstein
          • Kitzbühel
        • Osttirol
          • Lienz

Geografie

Gebirge: Der höchste Berg ist der 3797m hohe Großglockner in Osttirol (an der Grenze zu Kärnten).

Liste der Gebirge in Tirol:

        • Karwendel
        • Brandenberger Alpen
        • Kitzbüheler Alpen
        • Wetterstein und Miemingerkette
        • Lechtaler Alpen
        • Kaisergebirge
        • Zillertaler Alpen
        • Stubaitaler Alpen
        • Ötztaler Alpen
        • Pitztaler Alpen
        • Hohe Tauern
        • Silvretta

Täler und wichtige Seitentäler:

        • Inntal
          • Brixental
          • Alpachtal
          • Zillertal
          • Wipptal
          • Wattental
            • Stubaital
          • Sellraintal
          • Ötztal
          • Pitztal
          • Stanzertal
          • Patznauntal
          • Kaunertal
        • Lechtal
        • Drautal

Flüsse und wichtige Zuflüsse:

        • Inn
          • Brandenberger Ache
          • Alpbach
          • Ziller
          • Sill
            • Ruetzbach
            • Gschnitzbach
          • Melach
          • Ötztaler Ache
          • Pitzbach
          • Sanna
          • Faggenbach
        • Drau
          • Isel

Verkehrsverbindungen

Tirol ist an die internationale Verkehrsinfrastruktur angeschlossen. Ein internationaler Flughafen besteht in der Landeshauptstadt Innsbruck, Kleinflugplätze bestehen in verschiedenen Orten, beispielsweise in Langkampfen bei Kufstein.

Zwei Autobahnen durchziehen das Land: bei Kufstein beginnt der Tiroler Teil der Inntalautobahn, welche sich in Bayern bei Rosenheim in die Richtungen München und Salzburg spaltet. Von Kufstein führt die Inntalautobahn durch das Inntal, vorbei an den Städten Wörgl, Schwaz, Hall, Innsbruck, Imst, Landeck. Dort geht die Inntalautobahn über in die Arlberg-Schnellstraße, welche bei St. Anton das Land durch den Arlbergtunnel mit Vorarlberg verbindet.

Bei Innsbruck gibt es ein Autobahnkreuz mit der Brennerautobahn, welche in Richtung Süden, durch das Wipptal bis an die italienische Staatsgrenze führt.

Verbindungen nach Deutschland auf Bundesstraßenniveau bestehen bei Vils in die Richtungen Kempten und Füs- sen, bei Ehrwald nach Garmisch-Partenkirchen, bei Scharnitz nach Mittenwald, durch das Achental über den Achenpass und bei Kufstein nach Kiefersfelden. Zu Italien bestehen Bundesstraßenverbindungen von Sillian nach Innichen, durch das Wipptal am Brennerpass, durch das Ötztal am Timmelsjoch, und durch das obere Inntal über den Reschenpass. Mit der Schweiz besteht eine Verbindung durch das obere Inntal ins Engadin.

Wichtige Eisenbahnverbindungen durchkreuzen Tirol:

Die Nord-Süd-Verbindung von München nach Verona führt bei Kufstein auf Tiroler Boden, an Innsbruck vorbei und führt als Brennerbahn auf den Brennerpass, wo sie das Land wieder in Richtung Italien verlässt.

Die Ost-West-Verbindung von Wien über Linz und Salzburg fährt in zwei Varianten durch Tirol: Einerseits über Rosenheim, wo sie bei Kufstein Tiroler Boden betritt, andererseits als rein österreichische Strecke von Salzburg über Schwarzach/St. Veit, wo
sie bei Hochfilzen nach Tirol kommt und über St. Johann in Tirol und Kitzbühel bis nach Wörgl fährt, um dort wieder auf die Westbahn zu treffen. Beide Varianten führen durch das Inntal, an Innsbruck vorbei, wo die Arlbergbahn beginnt, und über den Arlberg nach Vorarlberg, wo sich die Strecke teilt und sowohl Bregenz wie auch Zürich / Basel angefahren werden.

Daneben gibt es noch weniger wichtige internationale Eisenbahnverbindungen, etwa die Außerfernbahn, die Reutte mit Kempten und Garmisch-Partenkirchen verbindet oder auch die Mittenwaldbahn, welche von Innsbruck über Seefeld und Mittenwald ebenfalls nach Garmisch-Partenkirchen führt.

Tirol besitzt auch ansonsten ein gutes Verkehrsinfrastruktursystem mit vier weiteren Eisenbahnstrecken: Die Stubaitalbahn von Fulpmes nach Innsbruck, die Igler von Igls nach Innsbruck, die Achenseebahn von Jenbach nach Seespitz und die Zillertalbahn ebenfalls von Jenbach nach Mayrhofen. Wichtiger für den öffentlichen Personenverkehr ist jedoch das Bussystem, welches insbesondere auch die höher gelegenen Täler erschließt.

Dialekte

In Tirol werden vorwiegend südbairische Dialekte gesprochen (siehe Bairisch). Kennzeichnend dafür ist die sch- Aussprache des s in sp, st usw. und das angeriebene k als kch. Die Dialekte im Tiroler Unterland weisen Über- gangsmerkmale zum Mittelbairischen auf, und die in Osttirol gesprochenen Dialekte haben Ähnlichkeiten mit dem Pustertaler Dialekt in Südtirol und mit den Dialekten in Kärnten. Weiters wird im Außerfern Alemannisch gesprochen.

 

Weblinks

 

Tirol ist seit dem Ende des 1. Weltkrieges politisch in zwei Teile gespalten:

        • Das Bundesland Tirol der Republik Österreich (Nordtirol und Osttirol)
        • Die Autonome Provinz Südtirol der Republik Italien, die mit dem 1803-1918 ebenfalls zu Tirol gehörigen Trentino die Autonome Region Trentino-Südtirol bildet.

Landschaftlich ist es geprägt durch die Alpen. Ein Haupterwerbszweig ist der Tourismus.

Geschichte

Tirol ist seit Jahrtausenden besiedelt, wie unter anderem der Fund des "Ötzi" beweist. In historisch fassbarer Zeit von Illyrern besiedelt, wurde das Gebiet 15 v. Chr. auf die römischen Provinzen Rätien und Noricum aufgeteilt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte die Einwanderung der Baiern. Die Christianisierung erfolgte durch die Bischöfe von Brixen und Trient.Deren Vögte waren die ursprünglich aus dem Vinschgau stammenden Grafen von Tirol, nach Schloss Tirol bei Meran benannt. Sie erweiterten das Land auf Kosten der Bischöfe immer mehr. 1253 wurden sie von den Grafen von Görz (Meinhardiner) beerbt, nach dem Aussterben ihrer männlichen Linie kam das Land abwechselnd an die Luxemburger und an die Wittelsbacher. 1363 vermachte die Tochter des letzten Meinhardiners, Margarete Maultasch ihr Land an den Habsburger Rudolf IV..

Unter den Habsburger hatte das Gebiet große strategische Bedeutung, da es nicht nur an vielen wichtigen Alpenpässen Anteil hatte, sondern auch eine Landbrücke in ihre schwäbischen Besitzungen darstellte. 1406, im zuge der habsburgischen Erbteilungen wurde es wieder zu einer eigenen Herrschaft, in der die Landstände, zu denen in Tirol auch die Großbauern gehörten, bedeutende Mitspracherechte hatten. Friedrich IV. verlegte seine Hauptstadt nach Innsbruck, das von da an Meran überflügelte. 1500, mit dem Stammland der Görzer, fiel auch Lienz und das Pustertal an Habsburg und wurde mit Tirol vereinigt. Nachdem mit dem Verzicht Herzog Siegmunds 1490 das Land wieder an die Hauptlinie zurückgefallen war, wurde Innsbruck sogar Residenz Kaiser Maximilians I.. Mit dem Gewinn der Herrschaften Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg von Bayern wurde das Gebiet abgerundet. Die Reformation ging über Tirol sehr oberflächlich hinweg, nur die Bergleute neigten den Lehren der Täufer zu.

1564 wurde Tirol mit Vorderösterreich an Ferdinand, dem jüngsten Sohn Ferdinands I. übergeben, der aber aufgrund seiner morganatischen Ehe mit Philippine Welser keine erbberechtigten Nachkommen hatte. Nach seinem Tod herrschten mehrere Statthalter aus Habsburgischen Haus, von denen einer, Leopold V. von Habsburg sich erneut zum Landesherren aufschwingen konnte. Diese Nebenlinie starb aber mit seinem jüngeren Sohn Sigismund Franz schon wieder aus.

1803 wurden die Bistümer Brixen und Trient, die ohnehin unter Tiroler Oberhoheit gestanden hatten, an das Land angegliedert. 1805, nach der Niederlage gegen Napoleon musste das Land an Bayern abgetreten werden. Gegen die fortschrittliche bayerische Politik unter dem Grafen Maximilian von Montgelas richtete sich 1809 der klerikal-ultrareaktionäre Volksaufstand unter Andreas Hofer Josef Speckbacher und Joachim Haspinger, der vom Hof in Wien zuerst aufgestachelt und dann im Stich gelassen wurde. In Folge kamen Teile des Landes an Italien und die Illyrischen Provinzen Frankreichs, 1814 wurde das Land aber wiedervereinigt und kam zurück zu Österreich.

1918, im Friedensvertrag von St. Germain kam das Gebiet südlich des Brenners an Italien. Italien hatte ungeachtet der viel weiter südlich verlaufenden Sprachgrenze die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Schwarzen Meer als seine Nordgrenze beansprucht, die anderen Alliierten hatten diesem Punkt zugestimmt, nicht zuletzt um das militärisch und politisch unzuverlässige Italien an sich zu binden. Seither ist das Land geteilt, auch Versuche in den späten 1940er Jahren, zumindest einen Teil mit an Österreich zurückzubringen scheiterten (Gruber - De Gasperi - Abkommen)

Die Gesetzgebung übt nach der Tiroler Landesordnung 1989 in der Fassung von 2002 der auf 5 Jahre gewählte, 36 Mitglieder umfassende Landtag aus. Tirol entsendet 15 Abgeordnete in den National- und 5 in den Bundesrat. Den Landeshauptmann stellt die ÖVP.

 

Kontakt
Amt der Tiroler Landesregierung
Eduard-Wallnöfer-Platz 3
A-6020 Innsbruck
Telefon +43 (0)512 508
Fax +43 (0)512 508 2185
+43 (0)512 508 2185
E-Mail: post@tirol.gv.at
 

Weblinks

Quelle: Land Tirol

LH Günther Platter

Landeshauptmann
LH Günther Platter
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Ischgl
Kitzbühel
Kufstein
St. Johann

 

 

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