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Der Kanton Thurgau liegt in unmittelbarer Grenznähe und zentral mitten im High-Tech-Dreieck "Stuttgart - München - Mailand".
 

 

Das Wappen
Im ältesten, heute noch gültigen Regierungsbeschluss vom 13. April 1803 werden Farbe, Wappen und Siegel des Kantons Thurgau festgesetzt:

§ 1. Die Farben des Kantons sind Weiss und Grün.
§ 2. Das Wappen ist schräg geteilt von Weiss und Grün mit je einem schreitenden gelben Löwen. Die Fahne enthält das Wappenbild; die Flagge ist grünweiss gespalten.
§ 3. Das Siegel des Kantons enthält das in § 2 beschriebene Wappen.
§ 4. Die Stempel der kantonalen Behörden und Ämter enthalten deren offizielle Bezeichnung und das in § 2 beschriebenen Wappen.
(Erneuerte Fassung 1979).

Unser Thurgauer Wappen geht zurück auf die Wappen der Grafen von Kiburg, die einst die Grafenrechte im Thurgau innehatten: Zwei goldene Löwen auf schwarzem Grund. Ihre Rechtsnachfolger, die Grafen von Habsburg, änderten die Farben in Rot und Gold. Auch die Eidgenossen führten nach 1460 das Wappen der Landgrafschaft wie bisher. Im Jahre 1803 übernahm die Regierungskommission ins neue Wappen die beiden springenden Löwen. Die Farbe des Wappens bestimmte sie aber nicht, nur die Kantonsfarben Weiss und Hellgrün, die Farben der neuen Freiheit. So wurden die goldenen Kiburger Löwen auf einen grünweissen Grund gesetzt, und die Thurgauer erhielten ein bis heute gültiges Kantonswappen, das allen wohlvertraut und lieb geworden ist, das aber den alten Regeln der Wappenkunde (Heraldik) widerspricht, die festlegen, es dürfe nie Gold auf silbernen (das heisst weissen) Grund kommen Einen Vorschlag des Historischen Vereins des Kantons Thurgau im Jahre 1948, das Wappen zu verbessern, hat der Grosse Rat mehrheitlich abgelehnt.
 

Geografie

Nördlichster Punkt:
Südlichster Punkt:
Östlichster Punkt:
Westlichster Punkt:
Höchster Punkt:
Tiefster Punkt:

Mitte Rhein Schaarenwiese
Drei-Kantone-Stein am Hörnliweg
Einmündung der Goldach in den Bodensee
Auf dem Kohlfrist beim Hohmarkstein
Hohgrat 991.3 m.ü.M.
Ausfluss der Thur aus dem Kanton 370 m.ü.M.

Gemeinde Schlatt
Gemeinde Fischingen
Gemeinde Horn
Gemeinde Schlatt
Gemeinde Fischingen
Gemeinde Neunforn

Der Kanton wird im Norden und Osten durch den Bodensee begrenzt. Im Süden ist der Berg Hörnli die Grenze zu den Kantonen St. Gallen und Zürich.

Die Hauptstadt und Sitz des Regierungsrates sowie des Obergerichts ist Frauenfeld. Sitz des Grossen Rates ist halbjährlich wechselnd Frauenfeld und Weinfelden. Der Kanton Thurgau bezieht seinen Namen vom Fluss Thur, der ihn von Südosten nach Nordwesten durchquert und weiter westlich im zürcherischen Bezirk Andelfingen in den Rhein mündet.


Lage des Kantons
Für Detail bitte anklicken
 © Wikipedia

Die Gemeinden
Der Kanton Thurgau besteht aus 8 Bezirken mit insgesamt 80 Gemeinden.

Wohnbevölkerung der Bezirke

Bezirk Arbon
Bezirk Bischofszell
Bezirk Diessenhofen
Bezirk Frauenfeld
Bezirk Kreuzlingen
Bezirk Münchwilen
Bezirk Steckborn
Bezirk Weinfelden
Total KantonThurgau

 37.120 Einwohner
 30.894 Einwohner
  6.381 Einwohner
 43.507 Einwohner
 36.857 Einwohner
 36.036 Einwohner
 17.486 Einwohner
 24.566 Einwohner
232.847 Einwohner

Erhebung Dezember 2004

Landschaft
Die Thurgauer Landschaft wurde durch die eiszeitlichen Gletscher gestaltet. Vor allem der Rheingletscher stiess im Quartär bis ins Flachland vor und hobelte den Trog des Bodensees aus. Er liess in den Tälern Geröll und Kies zurück das teilweise zu Moränen angehäuft wurde und die vielen Hügel bildete.
Die Topographie des Kantons wird bestimmt durch drei Ost-West-Täler: Bodensee - Untersee - Rhein, Aach - und Thurtal und Lauchetal. Sie werden getrennt durch die markanten Längserhebungen Seerücken / Ottenberg und Wellenberg / Imenberg. Quer dazu hat sich die im Hügelland des Hinterthurgau entspringende Murg durch die ketten einen Weg gesucht.



Der Bodensee
Der Bodensee ist nach dem Plattensee (Ungarn) und dem Genfersee der drittgrösste See Mitteleuropas: Uferlänge von 273 km, Oberfläche 571,5 km², Wasserinhalt 50 Mrd. m3. Die grösste Tiefe zwischen Innenstadt und Romanshorn beträgt 254 m. Die Durchschnittliche Tiefe ist 85 m. Der Uferanteil der drei angrenzenden Länder beträgt: Schweiz 71 km (26%), Deutschland 175 km (64%) und Österreich 27 km (10%). Das Gebiet um den Bodensee ist eine intensiv genutzte Landschaft, in der sich ein hochaktiver Wirtschaftsraum mit einer grossen Besiedelungsdichte entwickelt hat. Viele Gemeinden und Städte im Einzugsgebiet des Bodensees können den Wasserbedarf nicht durch eigene Wasservorkommen abdecken. So liefert der Bodensee für über 4 Millionen Menschen Trink-, Brauch- und Löschwasser.
Der Bodensee ist der grösste Trinkwasserspeicher Europas, das Wasser wird bis nach Stuttgart und Pforzheim gepumpt.


Uferlänge am Bodensee und Rhein im Kanton Thurgau

Obersee:
Seerhein;
Untersee:
Rhein:
Total:

Horn - Kreuzlingen
Kreuzlingen - Ermatingen Ermatingen - Eschenz Eschenz - Paradies
 

25.3 km
2.8 km
18.9 km
14.3 km
62.3 km

Verfassung
Die gegenwärtige Verfassung ist datiert von 1987.

Legislative

Gesetzgebendes Organ ist der Grosse Rat, der 130 Mitgliedern zählt und im Proporzverfahren vom Volk auf vier Jahre gewählt wird. Das Volk ist darüber hinaus direkt an der Gesetzgebung beteiligt, indem Verfassungsänderungen dem obligatorischen, Gesetzesänderungen dem fakultativen Referendum (von mindestens 3000 Stimmberechtigten innert dreier Monate verlangt) unterliegen. Zudem kennt das Volk das Recht der Verfassungs- und Gesetzesinitiative (von mindestens 4000 Stimmberechtigten verlangt), und es kann (mit mindestens 20.000 Unterschriften) die Abberufung des Grossen Rats vor Ablauf der ordentlichen Amtszeit verlangen, worüber dann eine Volksabstimmung anzuordnen ist.

Exekutive

Ausführendes Organ ist Regierungsrat, der aus fünf Mitgliedern besteht und vom Volk im Majorzverfahren auf ebenfalls vier Jahre gewählt wird. Das Volk kann (wenn von mindestens 20.000 Stimmberechtigten verlangt) die vorzeitige Abberufung der Regierungsrates beantragen, über die dann eine Volksabstimmung angeordnet werden muss.

Judikative

Richterliche Behörden sind auf kantonaler Ebene das Obergericht, das Kassationsgericht und das Verwaltungsgericht, auf regionaler Ebene die Bezirksgerichte, auf kommunaler Ebene die Friedensrichter.

 

Geschichte
Jahr
  Ereignis
     Spuren einer Besiedlung gibt es im Kanton Thurgau seit der Jungsteinzeit.
     Eine dichtere Besiedlung ist seit der Bronzezeit, etwa von 1800 bis 800 v.Chr., nachgewiesen.
 744 Erste Erwähnung des Thurgau als Pagus Durgaugensis.
1264 Der Thurgau fällt nach dem Aussterben der Kyburger an die Habsburger.
1415 Habsburg verpfändet das Thurgauer Landgericht an die Stadt Konstanz.
1460 Eroberung des Thurgau durch die Eidgenossen.
1499 Die Eidgenossen erhalten im Gefolge des Schwabenkriegs von der Stadt Konstanz das Thurgauer Landgericht.
1713 -
1797 Die Eidgenössische Tagsatzung kommt in Frauenfeld zusammen.
1798 Im März erlangt der Thurgau die Freilassung aus der eidgenössischen Untertanenschaft.
1798 -
1803 Der Thurgau bildet im Rahmen der Helvetischen Republik einen Verwaltungsbezirk ohne legislative Gewalt.
1803 Mediationsakte Napoleons: Beginn der kantonalen Selbständigkeit des Thurgau.
1830 -
1831 Regeneration: Der Thurgau gibt sich erstmals selbst eine Verfassung.
1848 Der Thurgau hilft massgeblich mit, den schweizerischen Bundesstaat zu errichten. Aufhebung der Klöster.
1849 Anpassung der Kantonsverfassung an die Bundesverfassung.
1855 Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinien wurde es möglich, fehlende Nahrungsmittel einzuführen.
1869 Die sog. Demokratische Bewegung kommt ans Ziel: Mit der neuen Kantonsverfassung geht der Thurgau von der repräsentativen zur              direkten Demokratie über.
1941 Die Sozialdemokratie zieht in die Kantonsregierung ein.
1971 Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen in Kantonsangelegenheiten.
1990 Die neue Kantonsverfassung von 1987 tritt in Kraft.
1990 - 2000 Aufhebung des Gemeindedualismus.

 

Kontakt
Regierungsgebäude
8500 Frauenfeld
Tel: 052/ 724 23 48
Fax: 052/ 724 29 10

Öffnungszeiten
Montag - Freitag
08.00 - 12. 00 und
13.30 - 17.00
 

Weblinks

 

Quelle: Kanton Thurgau

Staatsschreiber Rainer Gonzenbach

Staatsschreiber
Rainer Gonzenbach
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