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Die Stadt Salzburg ist mit ihren ca.150.000 Einwohner gleichzeitig Landeshauptstadt des Bundeslandes Salzburg und liegt etwa 424m hoch. Mit einer Fläche von 65,64 km² ist Salzburg die viertgrößte Stadt in Österreich.
Durchquert wird Salzburg von der Salzach und ist umgeben von Kapuzinerberg (638m), Mönchsberg (508 m) und dem Gaisberg (1287 m). Von hier geht auch die Bundesstraße nach St. Wolfgang und zum Fuschlsee durch Hof bei Salzburg und rechtsliegend Faistenau.

Video:


Blick auf die Alstadt mit Festung Hohensalzburg
Bild:Salzburgerland.com

Die Landesregierung, der Landtag, Landesgendarmeriekommando, Land- und Bezirksgericht, Gefängnis und die Landesfinanzdirektion haben hier unter weiteren Behörden ihren Sitz. Ebenfalls sind auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt, Bundesasylamt, Bundespolizeidirektion und die Direktion der Post und Telekom Austria AG, Landeskrankenhaus, Landesnervenklinik, Arbeitsunfallkrankenhaus, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und das Diakonissenkrankenhaus. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden.

  
Bild aus der Getreidegasse
Foto: Archiv

Für die Bildung sind in Salzburg die Universität für Musik und darstellende Kunst, das “Mozarteum” , Universität Salzburg, Fachhochschule, University of Portland Center, Univerity of Redlands, 2 Bundesoberstufengymnasien, 4 Bundesgymnasien, Bundesgymnasium für Beruftätige, American International Schools, Waldorfschule, Volkshochschule, 9 Berufschulen, 2 Handelsakademien und die Allgemeine Krankenpflegeschule sowie weiter öffentliche oder private Institute.

 Festspielhaus © unbekannt

Blick über Salzburg beim Flug Salzburg - Köln © Archiv

Kupel vom Salzburger Dom
© Lutz Martens

Kultur
Salzburg bietet unzählige kulturelle und musikalische Veranstaltungen. Am bekanntesten sind wohl die Salzburger Festspiele mit der Aufführung von Jedermann ( erste Aufführung war übrigens schon 1920). Die Festspiele sind immer um den August herum. Ebenfalls bekannt die Salzburger Hochschulwochen, Festungskonzerte, Szene (Internationales Theater- und Tanzfestival), Osterfestspiele, “Salzburg Barock” (Pfingsten), Mozartwochen oder auch sehr bekannt ist das Rockhaus in der Schallmoser Hauptstraße. Der Salzburg Airport liegt in Salzburg - Maxglan mit Zollamt, Zollwache usw. Ganz neu ist am Airport Salzburg der Hangar 7. Er dient als Museum. Dort werden alte Flugzeuge ausgestellt. Im Hangar 7 ist ein Restaurant untergebracht. Immer abwechselnd mit einem Spitzenkoch von Welt besetzt. Der Besitzer vom Hangar 7 hat am Fuschlsee ein neues Betriebsgebäude errichtet, im Volksmund “Vulkan” bezeichnet. Gleich neben der “Red Bull” Verwaltung.

Hangar 7 mit Restaurant (rechts) Foto: Archiv

Hangar 7 mit 2. Halle Foto: Archiv

 Das neue Projekt am Fuschlsee Foto: Archiv

Zufahrt Hangar 7 bei Nacht Foto: Archiv

Salzburg hat mehrere Bahnhöfe und ist ein internationales Drehkreuz. Da wären zu nennen: Hauptbahnhof Salzburg, Bahnhöfe Salzburg - Gnigl, Salzburg - Aigen, Lehen und Itzling. Wenn man möchte kann man noch die Festungsbahn Hohensalzburg der Stadtwerke Salzburg hinzu zählen. Seit kurzem kommt noch der Bahnhof am neuen Fussballstadion hinzu. Hier ist auch eine neue Autobahnausfahrt gleich nahe beim Euro - Park. Zum neuen Stadion ist noch zu bemerken, dass hier ein Kunstrasen eingebaut wurde. Dieses wiederum hat zur Folge, dass internationale Fussballspiele nach Linz verlegt werden müssen, weil laut Richtlinien im internationalen Fussball der Kunstrasen erst in 2006 erlaubt ist. So nimmt man halt die Reise nach Linz auf sich, da man sowieso Kunstrasen wollte und daher sich die Kosten von Naturrasen und den späteren Umbau sparen konnte ( was natürlich den Vorteil hat, dass Red Bull Salzburg sich an Kunstrasen schon gewöhnen kann.

Ansichten vom neuen Stadion Salzburg
 Foto: Archiv

Wirtschaft
Salzburg hat ca. 90.000 Beschäftigte. Davon sind rund 80 % im Dienstleistungssektor tätig, besonders im Fremdenverkehr. Salzburg hat ca. 1,8 Mill. Übernachtungen pro Jahr. Weitere Beschäftigte sind im Produktionssektor von Nahrung - und Genussmittelindustrie ( vorw. Brauereien, Gewürze, Backwaren), hinzu kommen eisen- und metallverarbeitende Industrie (Fahrzeuge, Eisen- und Metallwaren, Beschläge ), Elektro-, Textil- und Bekleidungsindustrie, Bauwesen, Holzindustrie (hier besonders Möbel ), Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen.

Geschichte
Nachweislich war schon seit der Jungsteinzeit das Stadtgebiet von Salzburg besiedelt ( Kapuzinerberg, Bürglstein, Rainberg, Siezenheim, Kleßheim, Liefering, Rott und Hellbrunnerberg) Um 15 v. Chr. wurden diese Orte durch den Beginn der römischen Herrschaft durch eine Stadt am linken Salzachufer abgelöst.
Ivavo ( keltisch, lateinisch Luvavum ) erhielt unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. das Munizipalrecht. Im späten 5. Jahrhundert, nach dem Zusammenbruch des römischen Imperiums, sind urkundlich eine Christengemeinde und ein Kloster bezeugt. Teile der keltoromanischen Bevölkerung hielten sich bis in das frühe Mittelalter auf der befestigten Nonnbergterrasse.
Bischof Rupert von Worms kam um 696/700 nach Salzburg und erhielt vom Baiernherzog die Reste der einstigen Römerstadt geschenkt. Er gründete hier das Kloster Sankt Peter sowie auf dem Nonnberg ein Frauenkloster, was heute das älteste nördlich der Alpen ist.
Erstmals bezeugt wird der deutsche Name Salzburg um 755. Der heilige Bonifazius errichtete eine bairische Diözese und um 739 wurde Salzburg Bischofsitz. Durch Papst Leo III. wurde 798 Salzburg zum Erzbistum und Metropolitansitz der bairischen Kirchenprovinz erhoben. Salzburg entwickelte sich unter dem aus Irland stammenden Bischof Virgil um 746/47 - 84 zu einem Zentrum der Kunst und Kultur. Die Michaelskirche entstand im 8. Jahrhundert und wurde im 11. Jahrhundert zur ersten Pfarrkirche. Ebenfalls enstand im 8. Jahrhundert die Marienkirche, die ab 1139 Pfarrkirche wurde und heute Franziskanerkirche ist.
Im Jahre 996 verlieh Kaiser Otto III. Salzburg das Markt -, Maut - und Münzrecht. Salzburg war mit der Nennung eines Stadtrichters und einer Bürgerzeche (übrigens die älteste bekannte im deutschen Sprachraum), im 12. Jahrhundert im Gebiet des heutigen Österreich die älteste Stadt. Die Festung Hohensalzburg wurde 1077 von Erzbischof Gebhard errichtet. Von 1105 - 47 sorgte der Erzbischof Konrad I. nach der Zerstörung für einen Wiederaufbau. In der Nacht vom 4.4.1167 zum 5.4.1167 fiel Salzburg im Kampf gegen Kaiser Friedrich Barbarossa einem Brand zum Opfer.

Nach der ersten Stadtmauer, die um 1121 angelegt worden war wurden die Stadt und der Stadtteil am rechten Salzachufer um 1278 ummauert. Von 1465 - 80 wurde dann ein 2. Mauerring anlässlich der Stadterweiterung angelegt. Das älteste Stadtrecht stammt aus dem Jahre 1287. Zahlreiche Aufträge vergab das durch den Fernhandel reich gewordene Bürgertum im 15. Jahrhundert an Künstler.
Die Umgestaltung der engen spätgotischen Stadt zum “ deutschen Rom” begann der Erzbischhof Wolf Dietrich von Raitenau (1587- 1612) - nach dem eine Strasse in Salzburg benannt ist. Er schuf die grossen Plätze rund um den Dom nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten V. Scamozzi. Der überdimensionierte Plan des Domneubaus von Scamozzi scheiterte jedoch an dem Brand und Abriss des romanischen Doms. Wolf Dietrich ließ durch E. Castello das Residenz - Neugebäude mit prachtvollen Stuckdecken und den Sebastiansfriedhof errichten. Das Schlösschen Altenau schuf er für seine Lebensgefährtin Salome Alt. Zum Baumeister des frühbarocken Salzburg wurde S. Solari aus Verna unter den Nachfolgern Marcus Sittcus (1612 -19) und Paris Lodron (1619 - 53).
S. Solari schuf den Dom der um 1628 geweiht wurde, so wie das Lustschloss Hellbrunn mit Wasserspielen und Gartenanlage und die Befestigungsanlage während des Dreißigjährigen Kriegs. Das italienische Barock in Salzburg wurde zuletzt durch G. Zucalli vertreten mit dem Bau der Kajetanerkirche und im Nonntal die Erhardskirche und gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu Ende
Unter Erzbischof J. E. Graf Thun ( 1687 - 1709 ) begann der österreichische Barock. Der Mirabellgarten, den Hofmarstall mit Pferdeschwemme und Felsenreitschule, die Dreifaltigkeitskirche, die Universitätskirche, die Ursulinenkirche, das Johannesspital und das Schloss Kleßheim in Wals bei Salzburg wurden von J. B. Fischer erschaffen.

 Pferdeschwemme,erschaffen von J. B. Fischer im österreichischen Barock
 Foto: unbekannt

 

Schloss Kleßheim, heute Casino
 Foto: unbekannt

Mirabellgarten
 Foto: Archiv

J. L. von Hildebrandt war sein grösster Konkurrent. Er schuf das prachtvolle Schloss Mirabell, dass jedoch 1818 durch Brand zum Großteil vernichtet wurde. Der Kranz von Lustschlössern um die Stadt wurde 1736 mit Leopoldskron geschlossen. Riedenburg wurde durch das Neutor ( 1764 - 67 ) mit der Altstadt verbunden.

Salzburg bei Nacht (Bild klicken für groß)
(C)Andreas Weis


Salzburg war von 1803 - 05 unter Ferdinand III. von Toskana nach Sekularisation des Erzstiftes Residenzstadt des Kurfürstentums Salzburg. Der erste Anschluss des Landes Salzburg an Österreich war 1806. Dieses war jedoch verbunden mit dem Ende der Selbstständigkeit. 1819-16 wurde Salzburg wieder bayrisch, wie viele Orte in Grenznähe ( siehe Mattighofen ), seit 1816 jedoch endgültig Österreich.
Zu einer schweren Rezession kam es mit der Angliederung Salzburgs an Österreich ob der Enns und einer Aufhebung der 1622 gegründeten Benediktiner - Universität unter den Habsburgern. Erst 1850 bzw. 1861 wurde das Kronland Salzburg errichtet. Die Eröffnung der Westbahnstrecke 1860, die Positionierung von Salzburg als Stadt mit eigenem Statut 1869 und die Aufhebeung des fortifikatorischen Bauverbotes und die Schenkung der Festungswerke 1860 durch Kaiser Franz - Josef I. leiteten einen neuen Aufschwung ein. Stadttore, Gräben und Wälle wurden größtenteils geschliffen sowie die Salzach reguliert. Die Neustadt wurde unter Einbeziehung von Schloss Mirabell erweitert (Franz - Josef - Strasse). Am Ende des 19. Jahrhunderts enstanden als neue Stadteile Elisabeth - Vorstadt ( Froschheim), Itzling und Lehen. Im Zuge der Eingemeindung kamen 1935 und 1939 Maxglan und Gnigl, später Aigen, Leopoldskron, Morzg und Liefering zum Stadtgebiet hinzu. Durch amerikanische Luftangriffe wurden etwa 40% der Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.

Im 19. Jahrhundert begann der grosse Fremdenverkehr nach Salzburg und erhielt mit der Gründung der Salzburger Festspiele enormen Aufschwung. Übrigens, die erste Aufführung von “Jedermann” war 1920 und hält bis heute an. Die führenden Einrichtungen von Salzburg in Kultur und Wissenschaft sind die wiedererrichtete Universität und das Mozarteum.
Salzburg hat ein vorbildliches Altstadterhaltungsgesetz und die jüngste Entwicklung wird gekennzeichnet durch den Erhalt eines Grünlandgürtels im Süden der Stadt. Da die Stadt von Handel und Dienstleistungsgewerbe lebt, entsanden auch kaum grössere Fabrikneubauten.
Im Jahre 1997 schliesslich wurde die Altstadt von Salzburg in der Kategorie Kulturdenkmal in die Weltkulturerbe - Liste der UNESCO aufgenommen.
Quelle:www.aeiou.at

 

Sehenswertes

Getreidegasse
Die Getreidegasse wurde 1150 erstmals als "Trabegasse" erwähnt. Fest steht, dass das hier verkaufte Getreide für die Namengebung nicht ausschlaggebend war, denn im 19. Jahrhundert konnte man immer noch "Tragasse" hören, überliefert der bedeutende Landeshistoriker Franz Martin.
Die heutige Gasse war schon in der Römerzeit eine bedeutende Verkehrsroute. Bis in die Regierungszeit Erzbischof Wolf Dietrichs von Raitenau (1587-1612) war die Gasse die einzige Verkehrsader durch die Stadt und in Richtung Bayern. Die Getreidegasse war auch die gesellschaftlich erste Adresse für Bürger (Stadträte, erzbischöfliche Beamte, Richter, Münzer wohnten hier) und das wirtschaftliche Zentrum mit den großen Handelshäusern, für gehobene Handwerker, Brauereien und Gaststätten, Chirurgen und Apotheker.


Bild aus der Getreidegasse
Foto: Archiv

Ihre internationale Bekanntheit hat die Getreidegasse Mozart zu verdanken. In der Getreidegasse Nr. 9 kam am 27. 1. 1756 der weltberühmte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart zur Welt. Die Eltern hatten sich beim befreundeten Handelsherren Lorenz Hagenauer im 3. Stock eingemietet, bis sie sich 1773 eine größere Wohnung jenseits der Salzach leisten konnten. Außer den Hagenauers finden wir in der Getreidegasse bekannte Dynastien wie die der Scio, Atzwanger, Samer etc.

Nicht zu vergessen die Familie Keutzl mit Ihrem noch heute existenten "Geschlechterturm". Ihr Wohnhaus diente seit 1407 der Stadt als Rathaus. Aber auch andere klingende Namen finden sich unter den Bewohnern der Getreidegasse: Bürgermeister Hans Matsperger, der schärfste Gegner von Erzbischof Leonhard von Keutschach, ebenso wie sein Kollege Ruprecht Lasser, die Ratsherren Rauenperger und Salome Alt, die (vermutlich angetraute) Mutter der Kinder Wolf Dietrichs. Auch eine Wohlfahrtseinrichtung, das Arme - Leute - Bad, wurde über Jahrhunderte in der Getreidegasse, nahe dem Bürgerspital, betrieben. Lorenz Hübner schreibt darüber im 18. Jahrhundert: "Eine milde Stiftung für Arme, welche sich dieses Bades, der Wohltat des Schröpfens, Aderlassens, Haar- und Bartschneidens jährlich drei Male zu festgesetzten Zeiten unentgeltlich zu erfreuen haben." Eine Besonderheit stellte die Reinigung dieser stark frequentierten Gasse dar: jeden Samstag und am Vorabend von Feiertagen wurde sie durch den aufgestauten Almkanal überflutet und so die Abfälle in die Salzach geschwemmt. Wenig attraktiv waren seinerzeit die Rückseiten der Häuserfronten: Stallungen und Pawlatschen verstellten vielfach die heute so stimmungsvollen Arkadenhöfe.


Linzergasse
Im Schutz und Schatten des Kapuzinerberges gelegen, hat die uralte Linzergasse, vom "Platzl" an der Staatsbrücke ausgehend und stadtauswärts dort endend, wo bis 1894 das Linzer Tor stand, über die Jahrhunderte hinweg nichts von ihrer Geschäftigkeit eingebüßt! Seit der Römerzeit war die Gasse die Hauptverkehrsader der Stadtteile rechts der Salzach und bildete die wichtigste Ausfallstraße aus der Haupt- und Residenzstadt Salzburg in Richtung Linz, Wien und ins nordöstliche Habsburgerreich.

Nicht wenige der schönen alten Häuser können ihre Chronik bis ins 14. und 15. Jh. zurückverfolgen und künden auch heute noch von Tüchtigkeit und Bürgerfleiß! Der verheerende Stadtbrand von 1818, der auf der rechten Salzachseite unermeßlichen Schaden anrichtete, machte zwar auch vor der Linzergasse nicht halt, doch sind diese Wunden inzwischen vernarbt und anmutige Bürgerhäuser - liebevoll gepflegt und restauriert - säumen heute wieder diesen schönen alten Bezirk der Mozartstadt. Von je her galt die Linzergasse mit ihren Handwerksbetrieben und Kaufläden, mit zahlreichen Wirtshäusern und Herbergen und mit ihrem unvergleichlichen Lokalkolorit als die zutiefst "salzburgische" Schwester der eleganten, internationalen Getreidegasse jenseits des Flusses. Wer einen Drechslermeister, einen Tuchhändler oder Metzger, einen Büchsenmacher oder Kettenschmied, einen Uhrmacher, Faßbinder oder Kunstschlosser, einen Apotheker und Bader, einen Lebzelter und Wachszieher oder gar einen Glockengießer, benötigte, für den war die Linzergasse über die Jahrhunderte hinweg die richtige Adresse!

Linzer_Gasse001
Bild aus der Linzer Gasse
Foto: Archiv

Vom " Platzl " an der Staatsbrücke kommend, fällt der Blick auf das Haus Nr. 3, in dem der große Arzt und Naturwissenschaftler Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, von 1540 bis 1541 lebte; Im Haus Nr. 7 befindet sich seit dem Jahre 1809 die Engel - Apotheke, deren wohl prominentester Apothekengehilfe für kurze Zeit der 1887 in Salzburg geborene Dichter Georg Trakl war. Gleich daneben, am Haus Nr. 9, dem Hotel Gablerbräu, erinnert eine Gedenktafel an den großen Sänger Richard Mayr, den unvergleichlichen "Ochs von Lerchenau" in Richard Strauss' Oper "Der Rosenkavalier". Überquert man hier die Gasse, so verlockt ein imposanter Tor- und Treppenaufgang zum beschaulichen Besteigen des Kapuzinerberges über einen alten Kreuzweg; die kleine Mühe des Aufstiegs bis zum Kapuzinerkloster wird mit einer unvergleichlichen Aussicht auf die jenseitige prachtvolle Altstadt am Fuße der Festung Hohensalzburg belohnt. Die noch in großen Teilen vorhandene Stadtmauer aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, zeigt heute noch die hervorragenden Befestigung der Fürstenstadt in jenen kriegerischen Zeiten!

Nur einige Schritte weiter die Gasse hinauf kommt man zur Kirche St. Sebastian und zum dahinter liegenden stimmungsvollen Sebastiansfriedhof, der - um 1600 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau in der Art eines italienischen "Campo Santo" angelegt - trotz aller Hektik vergangener und gegenwärtiger Zeiten doch nichts von seiner jahrhundertealten Würde und stillen Schönheit eingebüßt hat. Der Friedhof beherbergt die letzte Ruhestätte des Arztes Paracelsus. Das prächtige Mausoleum für Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, dem wohl bedeutendsten Salzburger Barockfürsten, im Zentrum des Friedhofs, zieht heute wie eh und je die Besucher an. Aber auch auf den Spuren der Familie Mozart wandelt der Musikfreund in diesem Friedhof, befindet sich doch hier - auf dem Weg zum Mausoleum - auch die letzte Ruhestätte von Mozarts Vater Leopold und Wolfgangs Gattin Con- stanze sowie ihres zweiten Mannes Georg Nikolaus von Nissen und ihrer Tante Genovefa von Weber, Mutter des Komponisten Carl Maria von Weber. Alte Salzburger Bürger- und Kaufmannsfamilien haben in den prächtigen Arkaden des Friedhofs ihre letzte Ruhestätte gefunden, und ein Gang über den stillen Gottesacker gleicht einem Blättern im Buch der jahrhundertelangen Salzburger Stadtgeschichte! Die mit viel Kunstverständnis renovierte Sebastianskirche beherbergt im Inneren u.a. ein prachtvolles Eisengitter von Philipp Hinterseer, den Hochaltar ziert eine Marienstatue von Hans Waldburger aus dem Jahre 1611.

Kapuzinerberg und Kloster
Dank der fast unberührten Natur und der Geschlossenheit des Waldes auf dem Kapuzinerberg läßt sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt beobachten. Hier fühlen sich noch Gemsen, Rehe, Dachse und Marder heimisch.

Im Mittelalter befand sich am Kapuzinerberg, an der Stelle des heutigen Kapuzinerklosters, ein Wehrturm, der im Zuge einer Befestigungsanlage von den streitbaren Erzbischöfen errichtet wurde. Der wehrhafte Bau wurde "Trompeterschlößchen" genannt. Als Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1594 die Kapuziner nach Salzburg holte, beschloß er, das Trompeterschlößchen zu einem Kloster samt Kirche umzuwandeln und den Orden dort anzusiedeln.

Erklimmt man den Kapuzinerberg von der Linzergasse aus, so wird man von sechs barocken Kreuzwegkapellen, die zwischen 1736 und 1744 von Salzburger Künstlern geschaffen wurden, begleitet. Die Passionskapellen dokumentieren mit plastischen Szenen und Figuren die Leidensgeschichte Christi und finden in einer mächtigen Kreuzigungsgruppe auf der Anhöhe ihren Abschluß. Ungefähr auf halben Weg befindet sich die "Felixpforte", die Fürsterzbischof Paris Lodron 1632 errichten ließ, und nach deren Durchgang sich dem Wanderer schon die erste prächtige Aussicht bietet. Der andere Weg zum Kloster führt über die Imbergstiege, am St. Johannes - Kirchlein vorbei. Beide Anstiege treffen bei der sogenannten "Kanzel" zusammen, von der man einen überwältigenden Ausblick über die Dächer der Stadt genießt.

Das auf einem Plateau gelegene Kloster ist entsprechend der Ordensvorschrift ein nüchterner Bau. Dennoch bietet das Kapuzinerkloster mit der vorgelagerten Bastion, dem hoch aufragenden Kreuz und dem Wald im Hintergrund einen imposanten und von weit her sichtbaren Anblick. Das Kloster ist so wie die Festung Hohensalzburg nicht aus dem Stadtbild Salzburgs wegzudenken Ein beachtenswertes Kunstwerk von Rang stellt das innere Portal dar, dessen spätgotische Eichentür vermutlich aus dem alten Salzburger Dom stammt. Das Innere der Klosterkirche ist schlicht und lädt zur Besinnung ein.

Lange Zeit hindurch führten die Kapuziner auf ihrem Stadtberg ein stilles und unangefochtenes Dasein. Erst in den Jahren 1939 bis 1945 wurden sie aus dem Kloster verbannt, denn damals sollte an dieser Stelle ein neues Festspielhaus, eine Gauhalle und ein Stadion entstehen. Zur Ausführung dieser Pläne kam es jedoch nicht mehr. Die Kapuzinerbergmauer umfaßt von der Felixpforte ausgehend das Kapuzinerkloster, sodaß an dieser Stelle der Eindruck einer doppelten Mauer entsteht. Der dem Gelände folgende Mauerzug verläuft um den gesamten westlichen, südlichen und östlichen Bergabsturz.

Am nördlichen Endpunkt des Mauerzuges liegt das 1629 unter Fürsterzbischof Paris Lodron erbaute "Franziski - Schlößl", das ursprünglich vom Dombaumeister Santino Solari als reiner Wehrbau entworfen wurde. Ab 1849 wurde dann eine Ausschank geführt, die sich im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelte.

Das " Paschinger - Schlößl " am Kapuzinerberg 5 war von 1919 bis 1937 der Wohnsitz des berühmten Schriftstellers Stefan Zweig.

Sagenhafter Untersberg - Grenzenlose Aussichten
Er ist mit keinem Berg des Alpenraumes zu vergleichen, wie er plötzlich aus dem Moorgrund aufsteigt mit dunklen Fels- und Waldpartien, die immer schon zu Märchen und Sagen angeregt haben. Sein Inneres ist von gigantischen Höhlensystemen durchzogen, die immer noch nicht ganz erforscht sind. Dort hüten Kobolde und Zwerge unermessliche Reichtümer. Die Wälder beherbergen urzeitliche Riesen und Wildfrauen von überirdischer Schönheit und magischen Fähigkeiten, welche Ihnen geleistete Dienste reichlich vergelten.

Auch die 'Wilde Jagd', ein sturmwindähnlicher Geisterzug hat sich den Untersberg auserkoren. Die bekannteste alle Sagen aber ist die von Kaiser Karl dem Großen, der tief im Inneren des Berges schläft und erst erwacht, wenn die Raben nicht mehr um den Gipfel kreisen. Also schauen Sie nach, ob die Raben noch fliegen!

Der Zauber des Untersberges wird durch die Natur unterstrichen. Die wunderbare Aussicht vom Gipfel über die weiten Flächen des Alpenvorlandes bis hinein zu den Alpenkämmen ist ein unvergeßliches Erlebnis. Bereits die Fahrt mit der Seilbahn, eine der sichersten und modernsten Europas, durch die einmalige Szenerie der Ostwand und des Rosittentales ist eine Attraktion. Ob Sie sich in der Sonne bräunen, wandern oder Skifahren wollen: Die Seilbahn bringt Sie in wenigen Minuten in diese sagenhafte Bergwelt. Erleben Sie den Untersberg. Mit der Untersbergbahn. Talstation: Grödig, St. Leonhard am südlichen Stadtrand von Salzburg. Mit der Buslinie 55 von Hauptbahnhof direkt erreichbar.

Kontakt

Magistrat der Stadt Salzburg
Mirabellplatz 4
5020 Salzburg

Tel. +43 (0)662 8072-0
E-Mail: post@stadt-salzburg.at

Öffnungszeiten:
Mo. 7.30-16.30 Uhr 
Di. - Do. 7.30-16.00 Uhr
Fr. 7.30-13.30 Uhr.

Quelle: www.salzburg.info

 

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