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Simmering liegt im 11. Gemeindebezirk von Wien mit einer Fläche von 23,24 km² und 66.881 Einwohner (Stand von 1991). Simmering liegt im Südosten der Stadt auf einer Donauterrasse an der Hauptstraße nach Ungarn (alte Römerstraße). 1028 war die 1. urkundliche Erwähnung als Simanningen. Die Simmeringer Haide umfasst die niedriggelegenen Teile zwischen Donaukanal und unterer Schwechat mit Gemüsekulturen und Kleinsiedlungen mit ländlichem Charakter. Bei der Eingemeindung zu Wien (1890/92) wurden auch Kaiserebersdorf und Teile von Albern einbezogen. 1955 kam der Ort Albern (ab 1938 beim 23. Bezirk, Schwechat, 1954-55 vorübergehend beim 2. Bezirk, Leopoldstadt) mit dem Donauhafen zu Simmering. 1803-79 führte durch Simmering der Wiener Neustädter Kanal und die Ostbahn - Linie führt nach hier. Es gibt ein kalorisches Kraftwerk das 1965 gebaut wurde.

Lage Simmering
Karte: Archiv



Ende des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung:
Errichtung kommunaler Versorgungsbetriebe auf der Simmeringer Haide,
Zentralwerkstätte der Wiener Verkehrsbetriebe,
Entsorgungsbetriebe Simmering (Hauptkläranlage Wiens und Sonderabfallbehandlung),
Wiener Gas- und E-Werke (1992 Inbetriebnahme des neuen Blockkraftwerks 3, 1988 neues Betriebsgebäude der E- Werke),
Gasbehälter Simmering ist heute ein industriegeschichtliches Denkmal, seit 1999 Ausbau zu neuem Bezirksteil mit 800 Wohnungen, Geschäfts- und Veranstaltungszentrum,
Hauptwerkstätte der Bundesbahnen,
SGP Verkehrstechnik GmbH,
Steyr - Bus Ges. m. b. H.,
Steyr - Daimler - Puch Spezialfahrzeug AG,
Steyr Maschinenbau Ges. m. b. H.,
Dietzel Ges. m. b. H. Kunststoff- und Metallwarenfabrik,
TEERAG - ASDAG AG.

Hier befinden sich auch:
Wiener Zentralfriedhof (1874, 2,5 km²),
Krematorium das von 1921-23 von C. Holzmeister auf den Gründen des um 1569 erbauten ehemaligen kaiserlichen Jagdschlosses "Neugebäude" errichtet wurde,
Evangelische Glaubenskirche (1962-63 von R. Rainer).

Wohnbauten:
unter anderem Friedrich - Engels - Hof (1925),
Karl - Höger - Hof (1925),
Siedlung Weißenböckstraße (1923, 1928),
Stadtentwicklungsgebiet Leberberg mit mehr als 3000 Wohnungen (seit 1994).

Verkehr:
Zentralverschiebebahnhof Kledering,
Wiener Hafen Albern mit Frachtenbahnhof.

Quellen: © Copyright Österreich-Lexikon
Literatur: F. Czeike, Simmering, Wiener Bezirkskulturführer, 1980; H. Havelka, Simmering, 1983; derselbe, Der Zentralfriedhof, 21985; F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97.

 

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