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Die Stadtgemeinde Purkersdorf liegt im Wienerwald, unmittelbar an der Stadtgrenze von Wien und gehört politisch zum Bundesland Niederösterreich. Die Gemeinde liegt auf einer Seehöhe von 246 m.
 

Geografie
Die geographische Lage des Bezirkes Wien - Umgebung ist einmalig in ganz Österreich, wird doch die Bundeshauptstadt Wien fast zur Gänze vom Bezirk Wien - Umgebung umgrenzt. Er ist somit der einzige Bezirk, der keine geschlossene Fläche um einen niederösterreichischen zentralen Mittelpunktort besitzt.

Fast alle 21 Gemeinden, von denen 5 Stadt- und 8 Marktgemeinden sind, liegen im unmittelbaren Nahbereich der Großstadt und weisen eine Gesamtfäche von 484 km auf. In unserem Bezirk leben derzeit rund 120.000 Einwohner. Die Zahl der Wahlberechtigten bei der Gemeinderatswahl 2000 betrug 93.278.

Karte Purkersdorf

Die Lage
© Gemeinde Purkersdorf

Ein kurzer Überblick über die geographische Lage der einzelnen Gemeinden:

Klosterneuburg, an der Donau gelegen und von Weinbergen umgeben, grenzt nordwestlich an Wien an. Mit ca. 32.O00 Einwohnern ist Klosterneuburg die größte Stadt des Bezirkes, Sitz eines Bezirksgerichtes und seit Juni 1998 Sitz der Bezirkshauptmannschaft Wien - Umgebung.

Im Norden von Wien finden Sie Gerasdorf, das landschaftilch bereits zum Marchfeld gehört, wo eine Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft Wien - Umgebung eingerichtet ist.

Im Westen - eingebettet in den Wienerwald - liegen Purkersdorf, Gablitz, Mauerbach, Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben. Purkersdorf ist nicht nur Sitz eines Bezirksgerichtes, sondern auch einer weiteren Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft Wien - Umgebung.

Im Wiener Becken, südöstlich der Bundeshauptstadt, sind die Gemeinden Schwechat, Ebergassing, Fischamend, Gramatneusiedi, Himberg, Kleinneusiedl, Lanzendorf, Leopoldsdorf, Maria Lanzendorf, Moosbrunn, Rauchenwarth, Schwadorf und Zwölfaxing angesiedelt. In Schwechat finden Sie sowohl ein Bezirksgericht als auch eine Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft Wien - Umgebung.

Trotz der gegebenen Verschiedenheiten bilder die vier Räume, die zum Bezirk Wien - Umgebung zusammengeschlossen sind, eine organisatorisch und vewaltungstechnische Einheit. Der Bezirk, die Bannmeile zwischen der Großstadt und dem ländlichen Raum, hat seine Berechtigung, seine Aufgabe und seinen Sinn; dies vor allem um eine bürgernahe und menschliche NÖ Landesverwaltung zu sichern.

 

Geschichte
Gegründet wurde der Ort Purkersdorf als Waldsiedlung um das Jahr 1000 herum. Nachweislich erwähnt wurde der Name Purchartesdorf als sein Besitzer Albero de Purchartesdorf im Jahr 1133 als Zeuge und Stifter in diversen Schriften des Stiftes Klosterneuburg aufscheint. Bereits in dieser Zeit dürfte auch die Burg entstanden sein.

Erstmals erwähnt wurde sie allerdings im Jahr 1255 in einem Kaufbrief. Sie wurde als Wasserburg umgeben von einem Wassergraben erbaut. Die ältesten Teile der Burg, die Knöbeltürme, sind noch heute erhalten. Die Besitzer der kleinen Waldsiedlung wechselten öfters und im Jahre 1333 ging die Waldherrschaft Purkersdorf in landesfürstlichen Besitz der Habsburger über.

Noch um 1600 lebten rund um das Schloss in ungefähr 20 Häuser ca. 120 Menschen, von denen die meisten als Jäger oder Forstknechte den Burggrafen (Verwaltern) Untertan waren. Schon im Jahr 1500 wurde in Purkersdorf das kaiserliche Waldamt gegründet, eine zentrale Forstverwaltung des Wienerwaldes. Für Purkersdorf bedeutete dies einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, auch aufgrund der Gerichtsbarkeit, die mit dem kaiserlichen Waldamt im Schloss ausgeübt wurde.

Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde aus dem Jagdforst ein Wirtschaftswald. Hüttlersiedlungen entstanden und über den Wienfluss wurde Holz bis Wien getrifftet. Begünstigt durch die Verkehrslage wurde Purkersdorf zu einem wirtschaftlichen Zentrum. Gelegen an der Reichs- Hauptpoststraße nach Linz wurden bald Einkehrgasthöfe gegründet, aber auch ein Postamt (bereits 1558 erstmals erwähnt) und der notwendige Pferdewechsel führten dazu, dass der Ort Purkersdorf, auch nachdem das kaiserliche Waldamt unter Kaiserin Maria Theresia in die zentrale Verwaltung eingegliedert wurde, weiterhin wuchs.

Die günstige Verkehrslage ist bis in die heutige Zeit einer der Gründe für die stetig wachsende Zahl der Einwohner in unserer Heimatstadt. Besonders der Bau der Kaiserin Elisabeth - Westbahn in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hat nicht nur das Ortsbild unserer Stadt nachhaltig geprägt sondern auch durch die günstige Verkehrsverbindung in die nahe Bundeshauptstadt für eine Bevölkerungsexplosion gesorgt. Aber nicht nur im Bereich des Eisenbahn war Purkersdorf an vorderster Fronst beteiligt, sondern auch die 1. Autobuslinienstrecke führte von Purkersdorf nach Gablitz.

Die Purkersdorfer Pfarrkirche wurde im 13. Jahrhundert eigenständig. Sie ist dem hl. Jakobus dem Älteren geweiht und hat zahlreiche Schicksalsschläge des Ortes geteilt. Mehrmals wurde sie durch Brände zerstört. Ihre jetzige Gestalt erhielt sie nach der Zerstörung während des 2. Türkensturmes im Jahr 1683. Gegen Ende des 17. Jhdt. und Anfang des 18. Jahrhundertes entwickelte sie sich aufgrund der Pestepidemien zur Wallfahrtskirche Maria Purkersdorf.

Viele Schicksalsschläge mussten die Einwohner unserer Heimatstadt in den vergangenen Jahrhunderten auf sich nehmen. Der Ort, gelegen an der Hauptverkehrsstraße des Reiches, wurde immer wieder in Kriegszeiten geplündert und gebrandschatzt. Not und Elend brachten die Türkenkriege in den Jahren 1529 und 1863, aber auch die Franzosenkriege 1805 und 1809 und auch im 2. Weltkrieg wurde Purkersdorf durch die Russen besetzt.

Aber nicht nur Kriege bedrohten unsere Heimat, auch Pestepidemien und immer wieder Brände und Überschwemmungen führten zu Katastrophen. Viele berühmte Namen werden auch mit Purkersdorf in Zusammenhang gebracht. Die kaiserliche Familie unter ihnen vor allem Kaiser Maximilian I, Kaiserin Maria Theresia und auch Kaiserin Elisabeth (Sisi) weilten des öfteren in Purkersdorf zur Jagd. Im Jahre 1805 übernachtete auch Napoleon während der Franzosenkriege im Karmeliterhof in Purkersdorf. Der Schlüssel der Stadt Wien wird an seinen Marschall Murat hier übergeben.

Ein Name, der vor allen Dingen für den Wienerwald besondere Bedeutung hat, ist Josef Schöffel, der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhundertes durch seinen beispiellosen Einsatz die Kahlschlägerung des Wienerwaldes verhindert hat. Viele Denkmäler in Purkersdorf, aber auch unsere Schulen tragen seinen Namen.

Seit dem Jahr 1848 ist Purkersdorf eine eigenständige Ortsgemeinde, seit 1929 ein Marktgemeinde und im Jahr 1966 wurde Purkersdorf zur Stadtgemeinde ernannt.


Kultur
Purkersdorf hat ein reichhaltiges Kulturleben. Im Stadtsaal finden häufig interessante Kulturveranstaltungen statt. Der Purkersdorfer Kulturkreis (PUKK) bietet jedes Jahr ein Abonnement mit hochkarätigen Veranstaltungen an. Auch die Aktive Wirtschaft fördert Kulturveranstaltungen.

Von internationaler Bedeutung ist Josef Hoffmanns Sanatorium. Seit 2002 findet alljährlich der Purkersdorfer Open Air Sommer statt.


Kontakt
Rathaus Purkersdorf
3002 Purkersdorf
Hauptplatz 1

Telefon: 02231/63601-0
Fax: 02231/62267
E-Mail: gemeinde@purkersdorf.at

Amtszeiten
Montag - Freitag: 08.00 - 12.00 Uhr
langer Amtstag:
Dienstag: 13.00 - 19.00 Uhr (außer während der Schulferien)


Weblink

Quelle: Gemeinde Purkersdorf

 

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