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Penzing liegt im 14. Gemeindebezirk von Wien und hat eine Fläche von 33,31 km² sowie 80.822 Einwohner (Stand von 1991).
Geographie Die Lage von Penzing ist am linken Ufer der Wien und an der Straße nach Linz. Im Nordwesten reicht Penzing an Halterbach und Mauerbach entlang weit bis in den Wienerwald.
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Die Lage © Archiv
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Geschichte Penzing wurde bereits nach 800 als Wehrbauernsiedlung, zum Schutz der Furt durch den Wienfluss, gegründet. Der Name wurde von einem Gefolgsherrn Benzo abgeleitet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt 1130 als "Pencingen". Der alte Ortskern befand sich in der Penzinger Straße zwischen Nisselgasse und Einwanggasse. In den Türkenkriegen, durch die Pest und als Folge von Überschwemmungen des Wienflusses wurde der Ort immer wieder sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Übersiedlung der Seidenbandfabrik nach Penzing 1771 und dem Ausbau des Schlosses Schönbrunn, wuchs die Bevölkerung des Dorfes sehr rasch an. Mit der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse entwickelte sich Penzing zur beliebten Sommerfrische. 1891 wurde Penzing in die Stadt Wien eingemeindet. An Stelle des Hauses Penzinger Straße 59 befand sich eine Badstube. 1873 errichtete die Gemeinde Penzing hier ihr neues Amtshaus. Das Haus Nr. 68 war das erste Schulhaus von Penzing. An Stelle des Hauses Nr. 70 stand der alte Pfarrhof. Die Rochuskapelle wurde 1660 errichtet. Auf dem Grundstück Nr. 76 befand sich früher der alte Herrschaftshof und später die Apollo - Kerzenfabrik.
Wappen In der Mitte des Wappens befindet sich das Ortssiegel von Penzing. Es zeigt den Reichsapfel aus dem Wappen des Wiener Bürgerspitals mit den Buchstaben DP für Dorf Penzing. Das Bürgerspital war durch Jahrhunderte Grundherr von Penzing.
Interessante Gebäude Von der Westbahn-Linie wird der Ort durchzogen (Bahnhof Hütteldorf). Er besteht im Osten hauptsächlich aus alten Wohnvierteln mit Vorortcharakter (Biedermeierhäuser). Hier befindet sich das Industriegebiet Auhof mit Fabriken (elektrische Apparaturen, Möbel, Spielkarten und anderes, sowie Wäschereien, Färbereien). Weiter befinden sich hier das Hanappi-Stadion, Frachtenbahnhof und Schrebergärten. Penzing ist der Sitz von verschiedenen staatlichen Anstalten. Under anderem Sitz von: Forsttechnikbetrieb der Österreichischen Bundesforste AG Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Schloss Laudon ist jetzt Verwaltungsakademie des Bundes mit Laudograb Forstversuchsgarten der Universität für Bodenkultur “Grosse und kleine” Breitenseer Kasernen, Hanusch-Spital, Lungenheilstätte Baumgartner Höhe Technisches Museum Cumberland-Palais (mit Reinhardt-Seminar). Dieser Gebäudekomplex Penzlinger Strasse hat eine wechselvoller Geschichte. Es waren ursprünglich drei Häuser im Bereich der Nummern 9 und 11 Der Hofbaudirektor Emanuel Teles de Silva lässt auf dem Grund der Hausnummer 9 im Jahre 1745 ein Palais erbauen. Dieser wird später Wohnsitz von Prinz Karl von Lothringen. Ein neues Palais wird von der Familie Silva auf dem Grund der Hausnummer 11 errichtet. Im Jahre 1868 kommen die Doppelgebäude in Besitz von Herzog von Cumberland (1819-1878). Das Kaiserliches Jägerhaus auf Hausnummer 13 wird mit dem Nachbargebäude Nummer 11 vereint. Im Jahre 1921 bezieht die Vertretung der Tschechoslowakischen Republik das Gebäude auf Hausnummer 11-13 und ist heute Sitz der Botschaft der Tschechischen Republik. Das Palais Hausnummer 9 ist Sitz einer Abteilung des Max-Reinhardt-Seminars.
Kirchen Die Kirche am Steinhof wurde als Anstaltskirche für die Psychiatrische Heilanstalt am Steinhof errichtet und dem Heiligen Leopold (niederösterreichischer Landespatron) geweiht. Sie ist der bedeutenster Sakralbau des Jugendstils in Österreich. Es ist ein monumentaler, kreuzförmiger Zentralbau mit hoher Kuppel. Die Außenwände haben weiße Mamorplatten mit Kupfernägeln. Die zwei Glockentürme sind mit Bronzefiguren der Landespatrone (Heiliger Leopold, Heiliger Severin) von Richard Luksch versehen und die Engelsfiguren auf den Portalpfeilern sind von Othmar Schimkowitz Der Innenraum hat farbige Glasfenster nach den Entwürfen von Kolo Moser. Die Altarmosaike sind von Remigius Geyling und Leopold Forstner, die Mosaike der Seitenaltäre von Rudolf Jettmar. Vor der Kirche ist eine Büste von Leopold Steiner (christlich - sozialer Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags).
Penzinger Pfarrkirche 1267 spendet Rudiger de Zolre einen von Eichen umstandenen Bauplatz zur Errichtung der Kirche (Relikte des einstigen Eichenbuschwaldes). 1529 und 1683 war die 1. und 2. Türkenbelagerung. Dabei erleidet die Kirche schwere Schäden. 1756 findet ein grundlegender Umbau und Erweiterung der Kirche durch Hofbaumeister Matthias Gerl statt. Mehrfache Restaurierung sind auch im 19. Jahrhundert: Die spätgotische, ursprünglich zweischiffige Dorfkirche erhält Streberpfeiler und hohes Dach und der Turm welcher nach einem Brand 1945 wiederhergestellt worden war bekommt ein Keildach an Stelle des barocken Zwiebelturms. Der Innenraum besteht aus einem dreijochigem Langhaus und Chor mit Netzrippengewölbe mit einer klassizitische Kanzel (um 1870). Der Hochaltar von 1776 ist verziehrt mit einem Altarbild des Kirchenpatrons ("Hl. Jakob im Gebet") - Schutzpatron Penzings. Der alte Penzinger Friedhof um die Kirche wurde 1879 aufgelassen. Die Lichtsäule vor der Kirche ist ein spätgotischer Tabernakelpfeiler aus dem 15. Jahrhundert mit Spitzdach und Kreuzigungsrelief
Weiter gibt es noch die Baumgartner Pfarrkirche, Mariabrunner Pfarr-und Wallfahrtskirche, Breitenseer Pfarrkirche, Hütteldorfer Pfarrkirche, Rochuskapelle, Kordonkirche, Oberbaumgartner Pfarrkirche, Wolfersbergkirche, Kreuzkirche, Trinitatiskirche, Baptistengemeinde und die Neuapostolische Kirche.
Kontakt Bezirksvorstehung des 14. Wiener Gemeindebezirkes A-1130 Wien Hietzinger Kai 1 Telefon: 87034 14111 und 87034 14114 Fax: 87034 9914120 E-Mail: post@b14.magwien.gv.at
Quelle: 14.magwien.gv.at
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