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Ottakring liegt im 16. Gemeindebezirk von Wien und hat eine Fläche von 8,64 km² sowie 86.129 Einwohner. Ottakring wurde wohl seit dem 9. Jahrhundert besiedelt.

Die Lage
© Archiv

Wappen:
Das Wappen des 16. Bezirkes symbolisiert die ehemals selbständigen Gemeinden Ottakring und Neu-Lerchenfeld


Ottakring
Das Wappen von Ottakring erinnert an die Zeit vor 1848, als das Stift Klosterneuburg die Rechte der Grundherrschaft über das Dorf ausübte. Ottakring war zum Großteil seit 1777 im Besitz des Schottenstiftes. Das Wappen zeigt in einem Schild einen Dreiberg, auf dem ein Kreuzschild steht, den eine Mitra (Bischofsmütze) schmückt.

Neulerchenfeld
Im Wappen von Neulerchenfeld spiegeln sich die beiden Ansichten über die Entstehung des Wortes Lerchenfeld wider. Die einen leiten den Namen von einer Gepflogenheit des kaiserlichen Hofes ab, der einst auf den weiten Feldern dieses Gebietes dem Lerchenfang gehuldigt haben soll. Die anderen führen die Bezeichnung auf einen Lärchenwald zurück, der sich angeblich zwischen Ottakring und dem Neudeggergrund (heute ein Teil des 8. Bezirkes) ausgebreitet hat. In beiden Fällen handelt es sich um Vermutungen. Das Wappen zeigt drei Vögel (Lerchen) und einen Baum (Lärche, Symbol des Waldes).
 

Geschichte:
Um 1150: Erste urkundliche Nennung Ottakrings, bis 1848 Grundherrschaft durch Stift Klosterneuburg; Weinbau und Milchwirtschaft Siedlungskern zwischen Ameisbach und Ottakringer Bach rund um Lambertkirche .Allmähliches Entstehen eines neuen Ortsteiles entlang des Ottakringer Baches, der die 1416 geweihte Wolfgangkapelle einschloss
1683: Nach der Türkenbelagerung entstand eine weitere Siedlung, ursprünglich Unter - Ottakring, später Neulerchenfeld.
1703: Neulerchenfeld erhielt ein eigenes Gemeindestatut und Grundbuch.
1780 bis 1785: Errichtung eines kleinen Jagdschlosses durch Fürst Demeter von Gallitzin auf dem Predigtstuhlgelände, dem äteren "Wilhelminenberg"
1785: Große Brandkatastrophe in Neulerchenfeld
1786: Errichtung des Kaiser - Joseph - Brunnens in Neulerchenfeld
Um 1800: Neulerchenfeld hatte 5.300 Einwohner. 103 der rund 160 Häuser besaßen eine Konzession für den Ausschank alkoholischer Getränke. Neulerchenfeld wurde "größtes Wirtshaus des Heiligen Römischen Reiches".
1806: Spinnerei "Schifferstein" erste Fabrik des Bezirkes
1832: Auflassung des Neulerchenfelder Ortsfriedhofes und Einweihung des neuen Neulerchenfelder Friedhofes auf der Schmelz
1835: Ein Großbrand vernichtete 52 Häuser des alten Ottakringer Ortskernes.
1837 bis 1838: Als Folge des Brandes entstand Neu - Ottakring zwischen Neulerchenfeld und Alt - Ottakring. Alt - Ottakring war Bauern - und Weinhauerdorf, Neu-Ottakring Handwerker- und Arbeiterviertel.
1837: Gründung der Ottakringer Brauerei Link, ab1850 im Besitz der Brüder Kuffner
1856: Errichtung des Thalia-Theaters
1865: Die erste Pferdetramway berührte das Gebiet von Ottakring
1873: Erwerb der "Schmelzer Gründe" von der Thaliastraße bis zur Gablenzgasse und Entstehung eines gründerzeitlichen "Rasterviertels"
1891: Eröffnung des Wilhelminenspitals; durch eine Spende von Wilhelmine Prinzessin Montleart.
1892: Aus den ehemaligen Vororten Ottakring und Neulerchenfeld entstand der 16. Wiener Gemeindebezirk Ottakring. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitete in der Textilindustrie; viele Drechslermeister. Dichte Verbauung durch Wohnungsnot, Untervermietung an "Bettgeher" . Das Gasthaus "Zum weißen Engel" unter Obmann Franz Schuhmeier wurde zur Keimzelle der Arbeiterbewegung.
1893 bis 1898: Errichtung der Tabakfabrik
1894 bis 1896: Errichtung der Radetzkykaserne
1894 bis 1898: Errichtung der Neu-Ottakringer Pfarrkirche "Zur Heiligen Familie"
1900: 148.652 Einwohner, volkreichster Bezirk Wiens
1900: Das Amtshaus am Richard-Wagner-Platz nahm seinen Betrieb auf.
1903 bis 1908: Errichtung von Schloss Wilhelminenberg
1904: Erwachsenenbildung durch die erste Volkshochschule Wiens
1905: Errichtung der Schokoladenfabrik durch Julius Meinl
1906 bis 1907: Erbauung des Ottakringer Arbeiterheims (Kreitnergasse-Klausgasse)
1909 bis 1912: Bau der Altottakringer Pfarrkirche "Zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes"
1911: Hunger- und Teuerungsrevolte gegen steigende Lebenshaltungskosten
1911 bis 1912: Bau der Pfarrkirche "Zum Heiligen Geist"
1913: Ermordung des Arbeiterführers Franz Schuhmeier
1919: Die Sozialdemokraten übernahmen die Bezirksvertretung.
1924: Die Wohnhausanlage Sandleiten entstand.
1935: Gründung des Heimatmuseums Ottakring
1935-36: Errichtung der Kirche St. Josef in Sandleiten
1937: Eröffnung des Heimatmuseums Ottakring
1945: Schwere Luftangriffe auf Ottakring am 15. Jänner und 22. März 1945, erste russische Truppen, im September zogen sie ab und wurden durch französische ersetzt
1951: Bau von Schwesterheim und Schwesternschule im Wilhelminenspital
1955 bis 1960: Das Wirtschaftswunder begann. Die Tanzschulen "Thumser" und "Rausch" boomten.
1957: Übergabe der 100.000sten Gemeindewohnung (Pfenningeldgasse)
1959 bis 1961: Bau des ersten Hochhauses, Weinheimergasse 7-9
1963: Inbetriebnahme der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig
1967-69: Bau des ersten Pensionistenheimes Liebhartstal I
1980: Übergabe der 200.000sten Gemeindewohnung, Sulmgasse 2
1981: Nur mehr 88.587 Einwohner
1986 bis 1988: Bau des zweiten Pensionistenheimes Liebhartstal II
1987: Wiedereröffnung der Vorortelinie als Schnellbahn S45
1987 bis 1988: Renovierung des Kongressbades
1992: Umrüstung der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig
1994: Baubeginn Verlängerung der U-Bahnlinie 3
1995: Sonderausstellung "Wien Ottakring 1945" im Bezirksmuseum
1996: Baubeginn der Tiefgarage im Wilhelminenspital - Montleartstraße
1996: Grundsteinlegung für Überbauung der Straßenbahnremise Joachimsthalerplatz
1997, Dezember: Die Revitalisierung der Stadtbahnbögen begann. Die Parkgarage im Wilhelminenspital wurde eröffnet
1998, März: Neugestaltung des Yppenplatzes durch Bürgerbeteiligungsverfahren angelaufen
1998, Mai: Die erste Waldschule des Forstamtes bei der Jubiläumswarte wurde eröffnet.
1998, Oktober: Die Park-and-Ride-Anlage bei Spetterbrücke eröffnete.
1998, Dezember: U3 bis Ottakring
1999, Februar: Eröffnung des JobCenters in Adolf-Czettl-Gasse; Die Kunstmeile Ottkaring im Umfeld der U3 eröffnete.
1999: Übersiedelung der Kinderklinik Glanzing in das Wilhelminenspital
1999, Mai: 100 Jahre ARBÖ, Gründung erfolgte in Ottakring
1999: Das Kulturprojekt SOHO in Ottakring begann.
1999, Dezember: Besiedelung des "Klinotels"
1999: Neuansiedelung der HTL in der Thaliastraße
1999: Neubau der Volksgarage am Hofferplatz
2000, April: Baubeginn Tiefgarage "Hofferplatz"
2000, Oktober: Neugestaltung Yppenplatz und Yppenmarkt abgeschlossen
2001: Abschluss der Generalsanierung der Schulen in der Grundsteingasse
2001: Revitalisierung der Brotfabrik in der Hasnerstraße
2002: Eröffnung des Amtshauses Spetterbrücke
2002: Eröffnung Informationszentrum Ottakring
2002: Neugestaltung des PK - Seeböckgasse
2002: 75-jähriges Bestandsjubiläum der Bücherei Sandleiten
2002: 100 Jahre Kinderabteilung am Wilhelminenspital
2003: Baubeginn der Gartensiedlung Ottakring
2003: Eröffnung der Zentralküche im Wilhelminenspital
2003: Festumzug 111 Jahre Ottakring
2003: 90-Jahrfeier Amt für Jugend- und Familie in der Arnethgasse 84
2003: Baubeginn Haus der Barmherzigkeit - Seeböckgasse
2003: Baubeginn der Volksgarage am Ludo-Hartmann-Platz
2003: Fertigstellung der Kinderabteilung Pavillion 14 im Wilhelminenspital
2003: Der Wohnpark Seitenberggasse wurde bezogen.
2004: Übergabe des Bezirksplans für Sehbehinderte im Amtshaus
2004: Eröffnung des Zentral-OPs im Wilhelminenspital
2004: Eröffnung des Mädchentreffs in der Gaullachergasse
2004: Neuinbetriebnahme des Kindertagesheimes in der Seeböckgasse
2004: Adaptierung der Räume für Hochzeitsgesellschaften im Amtshaus am Richard-Wagner-Platz
2004: Grundsatzbeschluss für den Neubau des Kinderfreibades am Hofferplatz

Im südlichen Teil liegen Volkshochschule und Radetzky - Kaserne, die ehemalige Tabakfabrik und zahlreiche andere Industriebetriebe.
Altottakring erhielt nach einem Sanierungsprogramm zahlreiche Neubauten. So wie unter anderem:
Hochhaus,
Endstelle der U 3,
"Kunstmeile",
Höhere Technische Lehranstalt,
Wohnhausanlagen.

Im Norden das Kongressbad (daneben Park) und die Gemeindebauten in Sandleiten (ab 1924). Auf den Anhöhen des Westens neben Resten früher ausgedehnter Weingärten, die einst ein beliebter Heurigenort war. Weiter gibt es noch:
das Wilhelminenspital, welches aus der ehemaligen Lupus - Heilstätte hervor ging,
der Ottakringer Friedhof,
das Ottakringer Bad,
die Kuffner - Sternwarte,
das Schloss Wilhelminenberg (diese war von 1927-77 mit Unterbrechungen Kinderheim, 1986-88 jedoch umgebaut zu einem Hotel),
die Biologische Station,
das Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität,
die Waldschule,
die Müllverbrennungsanlage.

Die ehemalige tschechische Volks- und Hauptschule, erinnert daran, dass Ottakring in den Jahrzehnten der industriellen Verbauung eine starke tschechische Minderheit (neben dem 10. Bezirk die größte von Wien) beherbergte.

Ottakring hatte viele traditionsreiche Industrie- und Gewerbebetriebe. Einige haben bis heute ihren Stammsitz im 16. Bezirk. Unter anderem sind das:
die Ottakringer Brauerei,
die Bekleidungsfabrik Fürnkranz
der Lebensmittelkonzern J. Meinl.
Hinzu kommen Niederlassungen internationaler Konzerne, wie der Pharmafirmen Gerot und Kwizda.

 


Kontakt
Richard-Wagner-Platz 19 (Für Karte bitte Klicken)

Telefon: 491 96
E-Mail: post@mba160.magwien.gv.at

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr,
Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
Melde-, Pass- und Fundservice: Montag bis Mittwoch von 8 bis 15.30 Uhr,
Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr und Freitag von 8 bis 15.30 Uhr

Quelle: Bezirksgemeinde Ottakring

 

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