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Margareten gehört zum 5. Gemeindebezirk von Wien und hat eine Fläche von 2,03 km² sowie 51.521 Einwohner (Stand von 1991). Margareten entstand 1861 durch Abtrennung vom 4. Bezirk Wieden. Sie umfasst die Vorstädte Margareten was ursprünglich frei stehender Hof bedeutete, 1. urkundliche Erwähnung 1373 mit einer der heiligen Margarete geweihten Kapelle), Matzleinsdorf (1. urkundliche Erwähnung 1136. Der Name ist von Gründer Mazilo, Hundsturm (früher Hunczmühle), besteht ab dem Jahre 1408 und war einst ein Gutshof. Im 17. Jahrhundert wurde es Jagdgebiet mit Weingärten, Laurenzergrund (aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts), Nikolsdorf (war zwischen 1555 und 1568 aus dem gegründeten Straßendorf endstanden) und Reinprechtsdorf (1. urkundliche Erwähnung 1270).

Lage Margareten 5. Bezirk
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Margareten wuchs im 19. Jahrhundert zu einem geschlossenen Wohnviertel zusammen und wandelte sich mit zunehmender Industrialisierung vom Kleinbürger - zum Arbeiterbezirk. Es wurde seither vollständig verbaut, in der Zwischenkriegszeit entstanden entlang des Gürtels große Gemeindebauten ("Ringstraße des Proletariats"). Durch die Wienflussregulierung von 1895-1903 und den Bau der Stadtbahn von 1896-98 von O. Wagner, 1980 für den Betrieb der U-Bahn - Linie U4 adaptiert. Durch die ehemaligen Stadtbahnstationen Kettenbrückengasse, Pilgramgasse und Margaretengürtel wurde das Wiental aufgewertet. An der Wienzeile entstanden großbürgerliche Mietshäuser. Im 2. Weltkrieg erlitt Margareten schwere Bombenschäden, nach dem Krieg war vor allem der kommunale Wohnbau von Wichtigkeit.

Wohnbauten:
Margaretenhof (1884, F. Fellner und H. Helmer);

Gemeindebauten:
Reumann - Hof (1924-26 von H. Gessner),
Julius - Ofner - Hof (1926-27, E. Lichtblau),
Julius - Popp - Hof (1925-26),
Herwegh - Hof (1926-27),
Metzleinstalerhof (1919-20 von R. Kalesa als 1. Wohnhausanlage des "Roten Wien", 1923-24 von H. Gessner erweitert),
Franz - Domes - Hof (1928-30, P. Behrens),
Matteotti - Hof (1926-27),
Theodor - Körner - Hof (Wohnhausanlage aus den Jahren 1952-53 mit dem erstem Hochhaus der Gemeinde Wien von 1957);

Wohnhäuser
Einsiedlergasse (1983, 1988, H. Tesar).

Hartmannspital;
Ehemaliges Arbeitsamt für die Metall- und Holzindustrie (erbaut 1930);
ehemalige Druck- und Verlagsanstalt "Vorwärts" (erbaut 1907 von H. und F. Gessner. In 1987 erfolgte eine Adaptierung als Teil eines Hotelkomplexes);
Filmcasino (erbaut 1912) als Denkmal der Vorstadtkultur wurde 1989 restauriert, jetzt gilt es als "Alternativkino";
Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum;
Volksbildungshaus.

Wichtigste Verkehrsadern:
Rechte Wienzeile,
Schönbrunner Straße,
Margaretenstraße,
obere Wiedner Hauptstraße,
Reinprechtsdorfer Straße,
Margaretengürtel.

Kirchen:
Neue Matzleinsdorfer Pfarrkirche St. Florian (1963).

 

Quellen: © Copyright Österreich-Lexikon
Literatur: F. Opll, Erstnennung von Siedlungsnamen im Wiener Raum, 1981; W. Mayer, Margareten, Wiener Bezirkskulturführer, 1982; derselbe, Margareten - sechs Vorstädte - ein Bezirk, 1992; F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97; Dehio Wien, 2.-9. und 20. Bezirk, 1993.

 

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