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Die Marktemeinde Laakirchen liegt im Voralpengebiet im Bezirk Gmunden am Eingang des Salzkammergutes und gehört zum Land Oberösterreich. Der Ortskern liegt 441 m. über dem Meer und, bezogen auf Greenwich, 13°49 östlicher Länge sowie 47°59 nördlicher Breite. Laakirchen hatte zum Stichtag 31.12.2004 9.292 Einwohner.
Geografie
 Die Lage Bild: Gemeinde Laakirchen
Laakirchen liegt auf 441 m Höhe im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7 km, von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 32,4 km². 11,1 % der Fläche sind bewaldet, 77,2% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Hauptorte sind Laakirchen, Steyrermühl, Reintal - Danzermühl, Oberweis und Lindach.
Wappen
Im Jahre 1967 wurde der Gemeinde Laakirchen von der oberösterreichischen Landersregierung das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen. Gleichzeitig wurden Rot und Gold als Gemeindefarben festgelegt. Das Wappen zeigt auf rotem Grund in seiner oberen Hälfte drei goldene Ähren, in der Mitte einen gewellten, silbernen Streifen und im unteren Teil ein silbernes Zahnrad. Die Ähren symbolisieren dabei die Landwirtschaft, das Zahnrad steht für die Industrie und der gewellte Mittelstreifen für die Traun.
Geschichte:
Die frühesten archäologischen Belege aus dem Laakirchener Gemeindegebiet stammen aus der späten Jungsteinzeit (4. und 3. Jahrtausend vor Christus), die auf Grund der erstmaligen Verwendung von Kupfer auch als Kupferzeit bezeichnet wird. In unserem Raum lag zu dieser Zeit der Schwerpunkt der Siedlungstätigkeit im Bereich der Salzkammergut-Seen. Nach den bedeutenden Fundorten wird diese Kultur in Oberösterreich und Salzburg als „ Mondsee - Gruppe" bezeichnet. In Laakirchen sind bisher drei Siedlungsplätze aus der Jungsteinzeit bekannt: Laakirchen - Thal, Fraunberg und Grafing. Bemerkenswert sind hierbei ein rekonstruierter Pfeil und ein neolithisches Beil, deren Funktionsfähigkeit im Papiermachermuseum Steyrermühl anschaulich dargestellt wird. Originalpfeilspitzen, -bohrer, -schaber und -klingen ergänzen das jungsteinzeitliche Fundmaterial.
1996 wurden bei archäologischen Ausgrabungen im Friedhof Laakirchen Teile einer „Villa Rustica" (römischer Gutshof) aus der spätrömischen Zeit (2. bis 3. Jhdt. nach Christus) freigelegt. Die Villa Rustica bestand aus mehreren Gebäuden – Haupthaus, Badhaus (balneum), Nebengebäude und Stallungen. Sie diente neben dem dazugehörigen Landbesitz als Alterssitz römischer Soldaten bzw. Legionäre und hatte eine wichtige wirtschaftliche Funktion: die Belieferung der großen römischen Zentren mit Grundnahrungsmitteln.
In Laakirchen wurde das Badhaus (balneum) gefunden und die ausgestellten Exponate sind alle in dessen unmittelbarer Umgebung ausgegraben worden. Sie zeugen vom Luxus, den man sich schon damals auf dem Land geleistet hat. So gab es in diesem kreisförmig angeordneten balneum ein Heißbad (caldarium), dahinter das lauwarme Laubad (tepidarium) und ein Kaltbad (frigidarium). Auch Teile der Fußbodenheizung (hypokaustum) wurden rekonstruiert. Ebenfalls dokumentiert wird die rege Handelstätigkeit der Römer. So kann man Tafelgeschirr (terra sigillata) aus Rheinzabern / Südwestdeutschland und Südfrankreich bewundern. Römische Münzen, Küchenwerkzeuge und Schreibwerkzeuge vervollständigen die siedlungsgeschichtliche Dokumentation.
Der Ortsname Laakirchen ist mit größter Wahrscheinlichkeit nach seiner Lage im (ehemals) von Buschwald bestandenen Gelände (laa - Buschwald, Laubholz, niederer Wald) hergeleitet und nach dem derzeitigen Forschungsstand spätestens um 1100 entstanden. Die erste urkundliche Nennung Laakirchens erfolgte im Jahr 1165. Eine historische Kostbarkeit und wohl auch das einzig erhaltene metallene Zeugnis aus dem 14. Jahrhundert ist die im Turm des Friedhofes aufgehängte Glocke aus dem Jahr 1383, die einen Durchmesser von 67 cm und ein Gewicht von 189 kg hat. In gotischen Minuskeln steht darauf geschrieben: di glocken ist gemacht cu di zeit das sich der farhof angehept zu lokirchn MCCCLXXXIII Der Bau der heutigen Pfarrkirche dürfte um das Jahr 1450 begonnen worden sein und war um 1500 vollendet. Der Anbau der Beichtkapelle an der Nordseite der Kirche erfolgte im Jahre 1926 als Gegenstück zur südseitig gelegenen Sakristei.
Im Jahre 1967 wurde der Gemeinde Laakirchen von der oberösterreichischen Landersregierung das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen. Am 9. Juli 1984 wurde die Gemeinde Laakirchen von der oberösterreichischen Landesregierung in Anerkennung der besonderen wirtschaftlichen, kulturellen und historischen Bedeutung zur Marktgemeinde erhoben.
Kultur
Laakirchen ist bekannt dafür Impulse in Wirtschaft, Sozialem und Kulturellem zu setzen. In den letzten Jahren hat sich das Kulturangebot der Gemeinde qualitativ und quantitativ zum Positivem weiterentwickelt. Der kulturinteressierte Bürger kann aus einer bunten Palette an Kulturprogrammen auswählen, angeboten von den Vereinen, Institutionen und der Gemeinde Laakirchen.
Von Meanstream, extravaganter Kleinkunst bis zu Brauchtumsveranstaltungen, der kulturelle Bildungsauftrag den das Kulturreferat zu erfüllen hat, wird jedenfalls sehr ernst genommen.
Die Errichtung von multifunktionalen Kultur- und Veranstaltungszentren, wie das Schul- und Vereinszentrum - Lindach, das vom Land O. Ö. ausgezeichnete Generationenzentrum Danzermühl als generationsübergreifender Ort der Begegnung oder das Kulturzentrum ALFA mit seinem einzigartigen Ambiente in den ehemaligen Fabrikhallen, trägt dazu bei, die kulturelle Vielfalt in den Ortsteilen Laakirchens lebendig zu halten und die Kultur näher zum Bürger zu bringen. Ob als Orte der Begegnung, als Treffpunkt der Generationen – modern ausgestattet, architektonisch interessant umgesetzt, verfügt jeder Ortsteil über sein eigenes Kulturzentrum, so die Intention des Bürgermeisters Klaus Silbermayr. Gerade als Koordinator und Organisator von kulturellen Großveranstaltungen hat sich die Gemeinde Laakirchen bereits einen Namen bis über die Gemeindegrenzen hinaus gemacht. Dass damit eine große Verantwortung und ein gesteigerter Qualitätsanspruch einhergeht, den man bemüht ist, durch neue Ideen weiterzuentwickeln und interessant zu halten, dessen sind sich die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung bewusst.
Zu einem lebenswerten Wohnstandort Laakirchen, gehört neben einer hohen und innovativen Wirtschaftskraft, auch ein intaktes kulturelles Umfeld, welches die Vereine, Institutionen gemeinsam mit der Gemeinde, mit viel Einsatz und Idealismus schaffen und welches vom Bürger auch gerne angenommen wird.
Sport und Freizeit
Die Marktgemeinde Laakirchen bietet eine Vielzahl an Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Von einer modern ausgestatteten Sporthalle mit Tribüne, die schon des öfteren Schauplatz von Europameisterschaften war - aktuell wird eine neue, moderne Beschallung installiert, einem neu errichteten Fun - Park, der jedes Skater - Herz höher schlagen lässt, einer anspruchsvollen Kletterwand, Tennis- und Badmintonhalle sowie Freiplätzen, dem Freibad mit Sauna, Beachvolleyball - Info , Volley - Trainingsplatz, Asphaltbahnen, usw. für die unterschiedlichsten Sportarten weist Laakirchen Trainings- und Spielmöglichkeiten auf.
Frei nach dem Motto "ein gesunder Geist in einem gesunden Körper" legt Laakirchen Wert auf ständigen Ausbau und Verbesserung seiner Sport- und Freizeiteinrichtungen.
Bildung
Die Marktgemeinde Laakirchen ist bekannt dafür, in Sachen Familien-, Kinder- und Jugendangeboten Maßstäbe zu setzen. Beste Einrichtungen der Gemeinde, wie etwa Krabbelstube, Kindergärten, Eltern - Kind - Zentrum, Tagesheimstätte, Jugendzentrum, Freizeitprogramme und Projekte gestalten das Leben der jungen Gemeindebürger so angenehm und abwechslungsreich wie möglich. Gleichzeitig leistet die Gemeinde damit eine wertvolle Hilfestellung für die meist berufstätigen Erziehungsberechtigten. Eltern oder Erziehungsberechtigte sind darauf bedacht, schädliche Einflüsse von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten. Meistens gelingt das auch sehr gut, hin und wieder ergeben sich aber einige Probleme. Gerade Heranwachsende konfrontieren die Eltern manchmal mit Situationen, denen sie rat - und hilflos gegenüberstehen. Die Gemeinde Laakirchen hat es sich mit dem Präventionsteam zur Aufgabe gemacht, die Kinder und Jugendlichen ein Stück ihres Lebensweges zu begleiten. Sie informieren, beraten und stehen sowohl den Kindern als auch den Eltern hilfreich zur Seite. Der vom Gemeinde - Jugendreferat - und vom Präventionsteam erstellte Familien- & Elternratgeber ist wieder ein wichtiger Schritt vorwärts, der dieses Bemühen in Erziehungsfragen unterstreicht! Der Familien- & Elternatgeber stellt interessante Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche von Vereinen, Institutionen und der Gemeinde im Ort vor - wertvolle Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung, welche die Familien ergänzen und entlasten.
Natur - und Umweltschutz
Umwelt-, Natur- und Klimaschutz liegen der Gemeinde seit längerem am Herzen. Seit Anfang der 1970 er Jahre befasst sich ein eigener Natur- und Umweltausschuss mit Laakirchens Umwelt- und Klimabelangen. Weiters wurde zur Jahrtausendwende das Projekt „ULLI - Unseren Lebensraum Laakirchen intensivieren“ initiiert, das sich unter anderem mit umweltbewusstem Handeln befasst. Das Gmöser Moor wurde zum verordneten Naturschutzgebiet und es bildeten sich aus engagierten Laakirchenern zum Beispiel die LUI - Laakirchener Umweltinitiative oder der UBB Umweltbürgerbeirat die in Umweltfragen mit der Laakirchener Industrie zusammenarbeiten und umwelt-/ klimafreundliche Projekte iniitieren.
Es wurden erneuerbare Energieträger gefördert, das Projekt Gemeinschaftseinkauf von Solarkollektoren und eine parallel laufenden Studie der Solaringeneure Gmunden gestartet, Gebäudethermographieaktionen, Fernwärmeanschlüsse, Gebäudedämmmaßnahmen, uvm. durchgeführt.
Durch die jährliche Teilnahme am Autofreien Tag seit 2002, durch Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, dem Ausbau des Rad- und Gehwegenetzes inklusive Bau einer Unterführung, Fahrradcodieraktionen und organisierten Radwandertagen wurde im Bereich Verkehr Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit geleistet.
Sehenswürdigkeiten
* · "Pferdeeisenbahn Gmunden - Linz - Budweis", Europas erste kontinentale Bahnlinie * · Papiermachermuseum Steyrermühl * Homepage der Gemeinde Laakirchen
Kontakt Marktgemeindeamt Hauptplatz 1 4663 Laakirchen Tel.: 0043 7613 8644-0
E-Mail gemeinde@laakirchen.ooe.gv.at
Quelle: Stadt Laakirchen
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