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Josefstadt liegt im 8. Gemeindebezirk von Wien und hat eine Fläche von 1,08 km² und ist flächenmäßig der kleinste und einwohnermäßig mit 23.850 Einwohner (Stand von 1991) nach dem 1. Bezirk der zweitkleinste Bezirk. Der Name entstand zu Ehren Kaiser Josephs I. (1690 Krönung zum römischen König). 1850 wurde sie im Zuge der 1. Stadterweiterung aus den ehemaligen Vorstädten Breitenfeld, Strozzigrund und Josefstadt sowie aus Teilen von St. Ulrich, Lerchenfeld und Alservorstadt zum 7. Gemeindebezirk von Wien zusammengeschlossen, jedoch im Jahre 1861 umnumeriert zum 8. Bezirk. Die Besiedlung begann um 1700. Vor allem vom Adel wurde sie als Gartenstadt und Sommeraufenthalt bevorzugt. Heute ist sie typisches Wohnviertel mit einem hohen Anteil vor 1919 errichteter Bürgerhäuser, zum Teil aus Biedermeier und Historismus. Es gibt viele barocke Vorstadthäuser in der Josefstadt. Eines der schönsten Häuser ist das "Zur heiligen Dreifaltigkeit" / Alte Backstube aus dem Jahre 1697.
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Lage Josefstadt (8.Bezirk) Karte: Archiv
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Palais: Strozzi (ab 1698/99 und im Verlauf des 18. Jahrhunderts mehrfach verändert, heute Finanzamt), Auersperg, Schönborn (1706-11 von J. L. von Hildebrandt, 1725 erweitert, heute Österreichisches Museum für Volkskunde), Damian (1700, Mittelteil 1774 von M. Gerl erweitert und umgebaut, heute Sitz des Österreichischen Kriegsopferverbands für Wien, Niederösterreich und Burgenland).
Weißspanierkirche, auch Trinitarierkirche, erbaut in den Jahren 1694-1727 und seit 1784 Minoriten; Piaristenkirche, erbaut ab 1716 wahrscheinlich nach Plänen von J. L. von Hildebrandt, Baumeister war Franz Jänggl. Das Altarbilder stammt von F. A. Maulbertsch, K. Rahl und anderen; Fresken, frühes Wiener Hauptwerk von F. A. Maulbertsch, Hauptkuppel erbaut 1752); Piaristenkloster (erbaut 1698 - Mitte des 18. Jahrhunderts); Bundesamt für Eich - und Vermessungswesen bis 1983, vormals Militärgeographisches Institut (1840-42, wurde 1870-71 erhöht); Landesgerichte I erbaut 1839 und 1906 erweitert und II erbaut 1908; Theater in der Josefstadt; Handelsakademie (1908 eröffnet); Haus der Bäckerinnung, errichtet 1766, erworben 1893); Haus der Wiener Jugend; Direktionsgebäude der städtischen Gaswerke (1909-10); Melkerhof (Großwohnhof der Frühgründerzeit).
Der Wohnbezirk ist durchmischt mit Büros, Ärzte- und Anwaltspraxen, Restaurants und Lokalen, jedoch eine geringe Präsenz von Gewerbe- und Industriebetrieben.
Kontakt Bezirksvorstehung des 8. Wiener Gemeindebezirkes 1081 Wien Schlesingerplatz 4
Telefon +43 1 4000 08114 Fax +43 1 4000 9908120 E-Mail post@b08.magwien.gv.at
Quellen: © Copyright Österreich-Lexikon Literatur: A. Bauer, G. Kropatschek und andere, 200 Jahre Theater in der Josefstadt 1788-1988, 1988; F. Czeike, Josefstadt, Wiener Bezirkskulturführer, 1980; C. Klusacek und K. Stimmer, Josefstadt: Beisln, Bühnen, Beamte, 1991; F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97.
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