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Hallein ist eine Stadt in Österreich und gehört zum Salzburger Land. Hallein ist die Bezirkshauptstadt des Tennengaus und hat 21.000 Einwohner. Die Stadt hat eine historische Salzgewinnung und beheimatet das Keltenmuseum.
Der weltbekannte Komponist des Weihnachtsliedes “ Stille Nacht “ - Franz Xaver Gruber - hatte Hallein als langjährigen Wohnsitz und heutige Grabstätte.
Hallein hat aufgrund seiner Industrie einen extrem hohen Prozentsatz an Ausländern an der Gesamtbevölkerung. In der Innenstadt von Hallein leben bis zu 50 % Ausländer.

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Die Bauweise der Stadt

Den ältesten Kern des rasch wachsenden Ortes bildete die Hochsiedlung um die Pfarrkirche, deren erster Bau wahrscheinlich Ende des 12. Jhdt. errichtet wurde; im 13. Jhdt. entstanden Häuserzeilen vor allem an zwei Nord - Süd ausgerichteten Straßenzügen, die im Stadtkern zu zwei rechteckigen Marktplätzen erweitert wurden. Ein dreieckiger Marktplatz lag am südlichen Stadtrand. Andere Plätze entstanden zum Teil durch den Abriss von über das Stadtgebiet verteilten Sudhäusern, von denen es um 1210 bereits 14 gab.
Am Ende des 15. Jhdt. war die rasche bauliche Entwicklung, die ausschließlich dem florierenden Salzhandel zu verdanken war, weitgehend abgeschlossen. Viele Häuser sind geprägt durch den Inn - Salzach - Baustil, gekennzeichnet durch über die Dächer hochgezogene Fassaden- und Seitenmauern, sodass sich Feuersbrünste nicht so leicht ausbreiten konnten.

Etwas von diesem Glanz ist in der Altstadt von Hallein mit ihren vielen kleinen und kleinsten Gässchen und Torbögen, den malerischen Plätzen und ihren Brunnen, den Arkadenhöfen und Kirche noch heute zu spüren. Ein Rest der alten Stadtmauer mit einem Torturm kennzeichnet schließlich diesen nahezu unberührten, harmonisch gewachsenen Stadtkern.

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Alte Gasse in Hallein
Bildl:www.hallein.com

 

Die Lage Halleins

Karte Stadt Heillein Lage

Die Lage
Karte: Archiv

 

Das Stadtgebiet von Hallein ist das Kernstück des salzburgischen Tennengaues, der die südliche Fortsetzung des Salzburger Beckens bildet. Am gebirgigen Aufbau der Landschaft sind Gesteine der Trias - Jura - und Kreideformation beteiligt, wobei die Tätigkeit und die Ablagerung der Eis - sowie Nacheiszeit dem Landschaftsbild den letzten Ausdruck verliehen haben.

Von Süd nach Nord durchfließt der Hauptfluss des Landes, die Salzach, hier eine Talung von etwa 3 km Breite, die beiderseits von Gebirgszügen begleitet wird. Das Querprofil des Tales von Ost nach West ist nicht symmetrisch gebaut. Während auf der Ostseite bewaldetes Mittelgebirge allmählich ansteigt, erfolgt auf der Westseite steil zur Hochfläche des Dürrnberges (770m) und weiter über den Zinken und das Rossfeld zum Hochgebirge des Hohen Göll (2.515m). Zu diesem unsymmetrischen Talquerschnitt kommt noch der grundlegende Unterschied im Gebirgsbau beiderseits des Tales.

Die östliche Talseite baut sich allgemein aus flach liegenden Gesteinsschichten der Juraformation, die Westseite aus Kalken der steil stehenden Kreide - Jura - und Triasformation auf. Dieser Unterschied in der Gesteinsausbildung und Lagerung, dem auch große Höhenunterschiede entsprechen, geht auf die Überschiebungsgrenze der Hallstätter Decke über das "Tirolikum" zurück, die am Ostrand des Salzachtales parallel zu diesem verläuft. Aus dem tirolischen Bereich hervorzuheben sind auf der rechten Talseite die Steinbrüche von Adnet, die den aus der Liasformation stammenden roten Salzburger Marmor liefern, der seit Jahrhunderten als Baustein in ganz Europa verwendet wird.

Auf der linken Talseite liegt südwestlich der Stadt Hallein das Salzlager des Dürrnberges, aus der ältesten Trias des Werfener - Horizontes stammend, mit seiner stark gegliederten Oberfläche.
Die Tallandschaft hat zur Eis - und Nacheiszeit ihre letzte Ausformung erhalten. Die viermaligen Vorstöße des Salzachgletschers bis weit in das nordalpine Vorland hinaus, haben die Talrinne stark in Mitleidenschaft gezogen. Erst die Nacheiszeit hat die Talrinne wieder mit Geschieben ausgefüllt und eine einheitliche Talebene geschaffen. Beachtenswert ist auch die Pernerinsel inmitten der beiden Salzacharme, eine der drei letzten Flussinseln in Europa.

Der alte Stadtkern am linken Ufer der Salzach ist auf dem Schuttkegel des Kotbaches, der die Zuflüsse aus dem Dürrnberggebiet sammelt, erbaut. Der neue rechtseitige Stadtteil Burgfried liegt auf der sonnigen postglazialen Talbreite. Die Verschiedenheit des geologischen Aufbaues auf beiden Talseiten, die weiten einheitlichen Hangflächen auf der Ostseite und die steil gegliederte Westseite verleihen dem Stadtbereich jenen anmutigen Formenwechsel, der seine Umgebung besonders anziehend erscheinen lässt.

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Bild:www.hallein.com

 

Geschichte

Aufgrund besonderer geologischer Verhältnisse reicht auf dem Dürrnberg bei Hallein das salzhaltige Gestein teilweise bis an die Oberfläche empor. Vereinzelt treten salzhaltige Quellen zutage, die schon von steinzeitlichen Jägern um 2500 bis 2000 v. Chr. genutzt wurden.

Um 600 v. Chr. begann der Abbau von Kernsalz im Untertagebau. Der Salzhandel verschaffte den Kelten einen heute noch in über- aus reichen Grabausstattungen nachweisbaren beachtlichen Wohlstand. Er machte den Dürrnberg zusammen mit der am linken Salzachufer situierten Talsiedlung in prähistorischer Zeit zu einem wirtschaftpolitischen Zentrum ersten Ranges.

Mit der Einverleibung des keltischen Königreiches Norikum um 15 v. Chr. in das römische Weltreich wurde die Salzgewinnung auf dem Dürrnberg vermutlich als Folge der Einfuhr von Meersalz eingestellt.

Im Jahre 1198 wurde erstmals eine Salzpfanne in "muelpach" , einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung urkundlich erwähnt. Diese Bezeichnung wird im Laufe des 13. Jhdt. durch die Namen Salina und schließlich Hallein (= kleines Hall) abgelöst.

Die Salzproduktion wurde nach rund 1000 Jahren Stillstand mit einer neuen Technologie, dem sog. Laugverfahren, von den Salzburger Erzbischöfen wieder aufgenommen. Ihre gezielte Wirtschafts und Preispolitik sicherte dem Dürrnberg und der Salinenstadt Hallein alsbald eine Vormachstellung im gesamten Ostalpenraum. Aus dem Salzhandel, der vorwiegend über den Transportweg Salzach erfolgte, erwirtschafteten die Erzbischöfe über Jahrhunderte mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte, die auch die Grundlage für den Reichtum und die Schönheit der Residenzstadt Salzburg bildeten.

Durch die Gewinnung eines Großteils der Reichenhaller Absatzmärkte stieg Hallein im 16. Jhdt. zur leistungsfähigsten Saline im Ostalpenraum auf. Von diesem Salzertrag verspürten aber die Bergknappen und Salinenarbeiter ebenso wenig wie die Stadt Hallein insgesamt.

Mit dem Verlust der böhmischen Absatzmärkte an Österreich und einem verlorenen Salzkrieg gegen Bayern kam es zu starken wirtschaftlichen Einbußen und folglich zur Verarmung der Bergknappen und Salinenarbeiter. Im Verlauf der Protestantenausweisungen in den Jahren 1731/32 verließen auch 780 Dürrnberger Bergknappen mit ihren Familien das Land.

Das Erzbistum Salzburg verlor während der napoleonischen Kriege im frühen 19. Jhdt. seine Eigenständigkeit an mehrere Landesherren und wurde schließlich 1816 endgültig dem Habsburgerreich zugesprochen. Im Verbund mit dem österreichischen Salinenwesen war die Saline Hallein fortan von untergeordneter Bedeutung.

Eine längst überfällige Rationalisierung wurde 1854/62 mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage auf der Pernerinsel eingeleitet. Der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte man in der 2. Hälfte des 19. Jhdt. zunehmend mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Es entstanden z.B. ein Zementwerk, eine Zigarren und eine Papierfabrik.

1954/55 erhielt der Salinenstandort Hallein mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage einen letzten Innovationsschub.

Im Jahre 1989 erlischt in Hallein mit der Schließung der Saline und der Einstellung der Soleproduktion auf dem Dürrnberg eine jahrtausendealte Wirtschaftstradition. Kunst und Kultur erfüllen nun die zurückgelassenen Industriestätten mit Leben, dafür sorgen u.a. die Salzburger Festspiele, die internationale Sommerakademie und das Halleiner Kulturforum.

Wie der Name Hallein endstand

Im Jahre 1198 wird eine Salzpfanne in "muelpach", einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung erwähnt. Diese Ortsbezeichnung wird im Laufe des 13. Jhdt. abgelöst durch die Namen Salina und schließlich Hallein (= "kleines Hall" - im Unter- schied zum damals wirtschaftlich blühenden Salzort Reichenhall in Bayern). Aber schon nach einer relativen kurzen Zeit, nämlich um 1230, zählt diese Siedlung zu den Städten des Erzbistums.

Die Salzproduktion wird nach rund 1000 Jahren Stillstand von den Erzbischöfen aus Salzburg wieder aufgenommen. Die neuen Landesherren sicherten dem Dürrnberg und der Salinenstadt Hallein, die an seinem Fuß entstand, durch eine gezielte Wirtschaftspolitik rasch eine Vormachtstellung im Ostalpenraum. Sie bedienten sich dazu einer gezielten Preispolitik und ihrer Herrschaft über die Salzach als den wichtigsten Transportweg. Die Herrschaft der Erzbischöfe wurde aber nie drückend empfunden, wie der landläufige Spruch "unter dem Krummstab ist gut leben" so trefflich aussagt.

Die Einkünfte aus dem Salzhandel bildeten erst die Grundlage für den Reichtum und die Schönheit der geistlichen und auch weltlichen Residenzstadt Salzburg.

Das “ weisse ” Gold

Im 16. Jahrhundert gewinnt Hallein ca. drei Viertel der Reichenhaller Absatzmärkte und steigt zur leistungsfähigsten Saline im Ostalpenraum auf.
Aus dem Salzmonopol bezogen die Erzbischöfe über Jahrhunderte mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte, in manchen Jahren sogar drei Viertel. Die Bergknappen und Salinenarbeiter, die das "weiße Gold" produzierten, spürten von diesem Reichtum allerdings ebenso wenig wie die Stadt Hallein insgesamt.

Im Jahre 1590 wird mit einer Jahresleistung von 36.000 Tonnen Salz das beste Ergebnis in erzbischöflicher Zeit erreicht; für die Produktion dieser Salzmenge mussten riesige Mengen angetrifteten Holzes in der damals größten Holzauffanganlage Europas verarbeitet werden.

Mit dem Verlust der böhmischen Absatzmärkte durch die Intervention der Habsburger zugunsten von Hallstatt, spätestens aber nach dem verlorenen "Salzkrieg" zwischen dem Erzbischof von Salzburg Wolf Dietrich von Raitenau und dem Kurfürsten Maximilian I. von Bayern im Jahre 1610/11 kommt es zu starken Einbußen des Salzertrages und in weiterer Folge zur Verarmung der Bergknappen und Salinenarbeiter.

 

Schulwesen

  • · In Hallein gibt es eine Handelsakademie,
  •   eine Höhere Technische Bundeslehranstallt,
  •   ein Gymnasium und
  •   diverse Höhere Bundeslehranstalten.

Politik

  • · Bürgermeister: Dr. Christian Stöckl (ÖVP)

Parteien im Stadtrat: ÖVP, ÖSP, FPÖ, Bündnis für Hallein

Verwaltung

Der Bezirk Hallein gliedert sich in 13 Gemeinden, darunter 1 Stadt.

 

Städte

  • Marktgemeinden

Gemeinden

(alle Einwohnerzahlen Stand: 15.05.2001)

Wirtschaft

Schul- und Industriestadt Hallein


Als Wirtschaftsmetropole beheimatet Hallein bedeutende Konzernbetriebe, sowie über eintausend Gewerbetreibende und Handelsunternehmen. Besonders erfreulich ist die hohe Konzentration vieler angesehener Lehrstätten, die von Universitätsfakultäten über höhere allgemein bildenden Schulen, bis zu bedeutenden Berufsbildenden Einrichtungen reicht. Die Zahl von über fünftausend Schülern und Studierenden bewirkt natürlich auch, dass Hallein als eine lebendige, von pulsierendem Leben erfasste Stadt anzusehen ist.
 

Weblinks

Quelle: Stadt Hallein

© 2007 alpen-info.de

 

 

 

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