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Der Kanton Graubünden hat 187.100 Einwohnerinnen und Einwohner (Schweiz ca. 7,3 Mio.) und umfasst mit rund 7.100 Quadratkilometern einen Sechstel des schweizerischen Territoriums. Rund 30.000 Personen leben in der Hauptstadt Chur, einer der ältesten Siedlungen der Schweiz. Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz. 68 Prozent der Bevölkerung sprechen Deutsch, 15 Prozent Rätoromanisch und 10 Prozent Italienisch, während 7 Prozent andere Sprachen reden. Diese sprachliche Sonderstellung findet auch in der kulturellen Vielfalt ihren Niederschlag. Der ehemalige Dreibündestaat, auch "Rätische Alpenrepublik" genannt, schloss sich erst 1803 dem schweizerischen Staatenbund an.

Graubünden der Film
Format: Windows Media Player (wmv)
Grösse: 37.457 KB

Der Film ist zusätzlich in folgenden Sprachen verfügbar:
Italienisch
Romanisch
Französisch (38.374 KB, WMV)
Englisch (37.412 KB, WMV)
© Kanton Graubünden



Lage Graubünden
Wikipedia

Das Wichtigste in Stichworten

  • · mit 7106 Quadratkilometern grösster Schweizer Kanton
  • · Graubünden umfasst ca. einen Sechstel der Fläche der Schweiz
  • · zwei Drittel der Kantonsgrenzen sind zugleich Landesgrenzen
  • · Anteil an der Landesgrenze der Schweiz: ca ein Viertel
  • · typisches Gebirgs- und Hochland
  • · 43 Prozent des Bündner Volks leben in Höhenlagen über 1000 Meter gegenüber bloss 2.8 Prozent im Schnitt der ganzen Schweiz
  • · die höchstgelegene Gemeinde Avers liegt auf 1963 müM, die Fraktion Avers-Juf gar auf 2126 müM
  • · am niedrigsten liegt San Vittore: 279 müM
  • · mittlere Höhe 2100 müM. Damit übertrifft Graubünden alle Regionen des Alpenbogens
  • · höchster Punkt: Piz Bernina mit 4049 müM
  • · tiefster Punkt: Kantonsgrenze zum Tessin mit 260 müM
  • · 90 Prozent des Bündner Bodens liegen über 1200 müM, während die landwirtschaftlich ertragsreiche Zone unter 600 müM nur 1 Prozent ausmacht
  • · 150 Täler
  • · 615 Seen
  • · 937 Berggipfel
  • · Gewässer 1.4%, Siedlungsfläche 1.6%, Wiesen/Äcker/Obst und Reben 6.3%, Alpweiden 24.9%, Wälder 25.3%, unproduktive Fläche 40.5%
  • · alpenübergreifende Nord-Süd-Ausdehnung
  • · Rhein fliesst in Nordsee, Inn ins Schwarze Meer, Flüsse der Südtäler in die Adria
  • · dünnst besiedelter Kanton der Schweiz mit 26 Personen pro Quadratkilometer (Schweiz 174)
  • · Wohnbevölkerung ca. 187'100, davon rund 15 Prozent Ausländer/innen
  • · Hauptsprachen: Deutsch 68%, Rätoromanisch 15%, Italienisch 10%, andere 7%
  • · Standseilbahnen: 6
  • · Pendelbahnen: 28
  • · Gondelbahnen: 21
  • · Sesselbahnen: 102
  • · Skilifte: 346
  • · SBB 20 Kilometer, RhB 397 Kilometer (längste Schmalspurbahn Europas)
  • · Nationalstrasse 129 km, Kantonsstrassen ca. 600 km, Verbindungsstrassen ca. 900 km. Total ca. 1630 km.
  • · 11 Bezirke, 39 Kreise und 208 Gemeinden
  • · Beschäftigte: Dienstleistungen 66%, Industrie und Gewerbe 24%, Land- und Forstwirtschaft 10%
  • · Logiernächte 2000: 12.3 Mio. / 2002: 11.7 Mio.
  • · Gesamtzahl der Gastbetten in Hotellerie und in der Parahotellerie: ca. 171'000
  • · Bruttostromerzeugung pro Jahr 7'724 Mio. KWh oder 12% der schweizerischen Stromproduktion
  • · jährliches Durchschnittseinkommen 2000: 41'650 Franken, das sind 85% des schweizerischen Mittelwerts. Graubünden steht damit gesamtschweizerisch an der 15. Stelle
  • · Mehrsprachigkeit in Schulen und Verwaltung

Graubünden, die Ferienecke der Schweiz

Der Tourismus ist eine tragende Säule der Bündner Volkswirtschaft. Für die meisten Täler ist er neben der Landwirtschaft die einzige aussichtsreiche Möglichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung. Direkt oder indirekt sichern die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr rund der Hälfte des Bündner Volks Arbeitsplätze und Existenz.

Die landschaftlichen Schönheiten, die Vielgestaltigkeit von Natur und Kultur, die mannigfaltigen Möglichkeiten der sportlichen Betätigung und der Erholung liessen den Fremdenverkehr zu einem Wirtschaftsfaktor werden, dessen Bedeutung in Graubünden alle anderen übertrifft. Mittlerweile ist der Tourismus Lebensgrundlage für einen Grossteil des hier ansässigen Volks.

Bedeutendste Tourismusregion der Schweiz
Graubünden ist ein moderner Tourismuskanton geworden, der sich dennoch seine kontrastreiche Vielfalt und Natürlichkeit bewahrt hat. Jedes Jahr übernachten etwa 13 Millionen Gäste in den insgesamt rund 170'000 Gastbetten in Hotel- und Kurbetrieben sowie in der Parahotellerie. Als Parahotellerie-Einheiten gelten Ferienhäuser und Ferienwohnungen, Zelt- und Wohnwagen-Plätze sowie Gruppenunterkünfte. Das Verhältnis zwischen Hotellerie und Parahotellerie liegt etwa bei 48 Prozent zu 52 Prozent. Jede fünfte Übernachtung von Gästen in der Schweiz erfolgt in Graubünden, im Winter gar jede vierte. Der Wintergast will in Graubünden vor allem Sport treiben, der Sommergast kommt vornehmlich zum Wandern und Bergsteigen. Die Logiernächte verteilen sich etwa im Verhältnis 60 Prozent zu 40 Prozent auf Winter und Sommer.

Den Anfang machten Mineralbäder
Hatte Graubünden vor etwa 200 Jahren noch als karg-wilde und abgeschiedene Gebirgsgegend gegolten, begann etwa um 1850 ein zaghafter Aufschwung des Tourismus, die ersten eigentlichen Hotels wurden gebaut. Ausschlaggebend für das Entstehen und die Entwicklung des Bündner Tourismus waren Mineralquellen und Höhenluft, die einen Bäder- und Kurtourismus förderten. Das wirtschaftliche Aufleben im 19. Jahrhundert, insbesondere das Verbessern der Verkehrswege und der Verkehrsmittel, sowie das Aufkommen des Winter- und Bergsports verliehen dem Fremdenverkehr weiteren Auftrieb. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts spielte Graubünden eine entscheidende Rolle im schweizerischen Tourismus.

Der Umwelt Sorge tragen
Die touristische Erschliessung weist einen hohen Standard auf. Um den Fremdenverkehr weiterhin zu fördern, wird vorab angestrebt, die Qualität zu verbessern. Die Grenzen der touristischen Weiterentwicklung und Ausdehnung liegen dort, wo der Schutz der Umwelt höher einzustufen ist. Die Vielfalt der Natur und Landschaft, deren Schönheit und Attraktivität sowie intakte Lebensräume bilden eine wichtige Grundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und damit auch für den Tourismus.

Die "RhB" - Graubündens abenteuerliche Berg- und Tal-Bahn

Die Rhätische Bahn (RhB, sprich Ärr-Haa-Bee) ist ein verkehrstechnisches Wunderwerk. Sie erschliesst weite Teile des Gebirgskantons Graubünden. Zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter. Mit über 100 Lokomotiven und Triebwagen, 300 Personen- und 1000 Güterwagen für alle erdenklichen Transportbedürfnisse untermauert die RhB täglich ihre Leistungsfähigkeit.
Rhätische Bahn am Berninapass zwischen dem Valposchiavo und dem Oberengadin
(Foto Hanspeter Hänni)

Die Rähtische Bahn (RhB) rollt auf der Meterspur. Angefangen hat sie ganz klein von Landquart nach Davos im Jahr 1889. Bald aber übernahm sie die Verkehrserschliessung im ganzen Kanton. Bis 1914 wurden nach und nach alle bisherigen Strecken in Betrieb genommen. Ab November 1999 wird zudem der neue, 19 Kilometer lange Vereinatunnel zwischen dem Prättigau und dem Engadin befahren. Er ist der längste Meterspur- Tunnel Europas, verbindet die nördlichen und die südlichen Landesteile der Schweiz miteinander und stellt die erste Streckenerweiterung seit 1914 dar. Auf jedem Kilometer der grössten schweizerischen Privatbahn sind einmalige Bauingenieurleistungen zu bewundern. Neun Millionen Reisende und über eine Million Tonnen Güter bewegen sich pro Jahr über den Bündner Schienenstrang. Die RhB ist damit einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Kantons.


      Rhätische Bahn am Berminapass
         Foto:Hanspeter Hänni

Bemerkenswerte Kunstbauten
Auf die Bahnreisenden warten 397 Bahnkilometer mit 118 Tunnel und Galerien, die ihrerseits rund 60 Kilometer ausmachen. Die RhB rollt über 487 Brücken von insgesamt 12 Kilometer Länge. Bemerkenswerte Kunstbauten sind zum Wahrzeichen der "Bündner Staatsbahn" geworden: der Landwasserviadukt bei Filisur, der elegante Langwieserviadukt, der Kreisviadukt von Brusio und die Soliserbrücke mit 89 Metern Höhe.

Unvergessliche Erlebnisse
Mit der RhB können Sie etwas erleben! Der Glacier-Express entführt Sie in die Eisluft der Gletscherwelt, von St. Moritz und Davos nach Zermatt, von Höhepunkt zu Höhepunkt, von den herrlichen Seenlandschaften des Oberengadins zum Matterhorn. Der Bernina-Express fährt von Chur über St. Moritz und den Berninapass nach Poschiavo und Tirano. Er überwindet Steigungen bis 70 Promille ohne Zahnradhilfe und trägt die Gäste von 400 Meter auf über 2000 Meter über Meer. Der Albulatunnel auf mehr als 1800 müM ist der höchstgelegene Alpendurchstich Europas. Weitere Ferienzüge wie u.a. der "Engadin-Star" oder der "Transgrischun" runden das faszinierende Angebot ab.

Umweltfreundlich
Der öffentliche Verkehr schont die Umwelt und damit die Bündner Erholungslandschaft. Zusammengefasste Transporte sind energiesparender und umweltfreundlicher als viele individuelle Transporte. Dazu ein bemerkenswerter Zahlenvergleich: Wer mit der RhB reist, benötigt auf 100 Kilometern Fahrt im Durchschnitt rund sechs Kilowattstunden Energie. Ein Personenwagen verbraucht auf der gleichen Strecke im Schnitt mindestens fünf Liter Treibstoff, das sind rund 44 Kilowattstunden Energie, also über sieben mal mehr.

Natur pur im Schweizerischen Nationalpark

Im Herbstwald röhren die Hirsche, in den Felsen tummeln sich halsbrecherisch Steinböcke und Gämsen und in den Lüften kreisen Adler und Bartgeier über einer hochalpinen Urlandschaft. Solche und ähnliche Vorstellungen locken jährlich etwa 150'000 Besucherinnen und Besucher in den Nationalpark.

Wanderweg im Schweizerischen
Nationalpark

Blick ins Volposchiavo

Herbstlicher Blick ins Val Trupchun

Fotos: Hanspeter Hänni

Foto: Roberta Lanfranchi

Obwohl dicht von einheimischen Gross-Wildtieren besiedelt (u.a. etwa 1700 Hirsche, 1400 Gämsen, 300 Steinböcke, diverse Steinadler-Paare und seit 1991 auch wieder Bartgeier) und noch viel reicher an Klein-Lebewesen, ist die Vorstellung falsch, überall im Park würden einem zahme Tiere begegnen oder gar aus der Hand fressen. Der Nationalpark ist weder Alpengarten noch Tierpark, sondern natürlicher Lebensraum in den Alpen. Ebenso falsch ist die Annahme, das heutige Gesicht des Parks wäre aus einem natürlichen Wachstum entstanden.

An erster Stelle steht der Naturschutz
Der Schweizerische Nationalpark (SNP) ist ein 169 Quadratkilometer grosses Naturreservat, das im Engadin und Val Müstair auf einer Höhe von zwischen 1'350 und 3'200 Metern über Meer auf Gebiet der Gemeinden Zernez, S-chanf, Scuol und Valchava liegt. 1914 offiziell gegründet, wird die Natur im SNP vor allen menschlichen Einflüssen und Eingriffen vollständig geschützt. Der Nationalpark ist Gegenstand verschiedenartigster wissenschaftlicher Beobachtungen. Darüber hinaus hat er grosse Bedeutung als eindrückliches und erholsames Wandergebiet. Zurzeit laufen Bestrebungen, den SNP flächenmässig auszuweiten.

Landschaft mit bewegter Vergangenheit
Etliche Spuren auf 2'450 Metern Höhe am nicht zugänglichen Piz dal Diavel (Teufelsspitze) belegen, dass vor 220 Millionen Jahren Dinosaurier im Gebiet des jetzigen Nationalparks lebten. Die grösste Fährte ist mit einem guten Feldstecher vom Blockhaus Cluozza aus deutlich erkennbar.
Je ein Drittel der Parkfläche besteht heute aus Wald, ehemaligen Alpweiden und unwirtlichen Zonen. Bergbau, Wald- und Landwirtschaft prägen noch heute das Aussehen des Nationalparks. Vom 11. bis ins 17. Jahrhundert wurden in diesem Gebiet nämlich Eisenerz, Silber und Blei verhüttet. Die Schmelzöfen verschlangen Unmengen von Holz, ebenso die Salzbergwerke in Hall im Tirol, die bis Mitte des letzten Jahrhunderts grosszügig beliefert wurden. Weiträumige Kahlschläge wurden vorgenommen, die noch heute gut auszumachen sind. Riesige Schafherden sowie das übrige Vieh aus der Region hielten die Vegetation der Alpweiden kurz. Diese Vergangenheit zusammen mit dem äusserst trockenen Klima liessen vor allem die Bergföhre gut gedeihen. Da und dort werden absterbende Bergföhren-Wälder nun aber durch Arven und Lärchen abgelöst. Die Waldgrenze im Park liegt bei fast 2300 Metern über Meer aussergewöhnlich hoch. Über dem Wald finden sich zahlreiche Zwergstrauch-Gesellschaften, die in den alpinen Rasen mit seinen farbenprächtigen Alpenpflanzen übergehen.

Sommer- und Herbstparadies
Während der idealen Besuchszeit zwischen Juni und Oktober erwandern sich jährlich etwa 150'000 Personen ein Wegnetz von insgesamt rund 80 Kilometern. Zwischen Il Fuorn, Stabelchod und Margunet wurde überdies ein interessanter Natur-Lehrpfad eingerichtet. Parkwächter sorgen dafür, dass die zum Schutz der Natur aufgestellten Regeln eingehalten werden. Sie geben stets auch gern Auskünfte aller Art. In der Chamanna Cluozza wurde ein Informations-Stützpunkt errichtet. Das eigentliche Informations- und Verwaltungszentrum befindet sich im Nationalpark-Haus in Zernez.


Kontakt
Standeskanzlei Graubünden
Regierungsgebäude
Reichsgasse 35
7001 Chur

Tel. 081 257 22 23
Fax 081 257 21 41
E-Mail: info@gr.ch

 

Links:

Quelle: Kanton Graubünden

Staatspräsidentin Agathe Bühler-Flury

Staatspräsidentin Agathe Bühler-Flury
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