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Favoriten liegt im 10. Gemeindebezirk von Wien, hat eine Fläche von 31,8 km² und 147.636 Einwohner (Stand von 1991). Favoriten ist der mit Abstand bevölkerungsstärkste Wiener Bezirk und wurde im Jahre 1874 von der Wieden (4. Bezirk) getrennt und zu einem eigenen Bezirk erhoben. 1890 wurde Favoriten durch Teile von Inzersdorf, Ober- und Unterlaa bis zur Verbindungsbahn erweitert. Sie umfasst den Laaer Berg und den Wienerberg, bis 1938 auch das Arsenal. 1954 kamen Rothneusiedl und die Ortskerne von Oberlaa und Unterlaa (zusammen 9,79 km²) dazu. Der Name entstand nach dem Schloss Favorita. Die Entwicklung zum Arbeiter- und Industriebezirk begann in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals war Favoriten stark von tschechischen Zuwanderern durchsetzt und hat heute einen hohen Bevölkerungsanteil mit türkischer und serbokroatischer Umgangssprache im dicht bebauten Gebiet.
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Lage Favoriten Karte: Archiv
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Hier befinden sich der Süd - mit Ostbahnhof (ursprünglich eigene Gebäude und "Raaberbahn") und der Frachtenbahnhof Matzleinsdorf. Weiters das Kaiser - Franz - Joseph - Spital, das Arbeiterheim Favoriten, erbaut von 1901-02, die Starhemberg - Kaserne, erbaut von 1911-12, zuerst aber als Franz - Ferdinand - Kaserne errichtet und später später Trostkaserne, die Volkshochschule (seit 1962), die Pädagogische Akademie (1968). Favoriten hat an Bäder folgende Einrichtungen: das Amalienbad von 1926 und das Sommerbad Laaerberg von 1959.
Es gibt großflächige Freizeit- und Erholungsgebiete: Erholungspark Laaer Berg (WIG - Gelände 1974) mit Kurzentrum Oberlaa (1974), Laaer Wald (Böhm. Prater), Wienerberg - West, Naturschutzgebiet Wienerberg - Ost, Goldberg, Heubergstätten. An Siedlungen und Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien: Viktor - Adler - Hof (1923), Pernerstorferhof (1925/26), Jean - Jaurès - Hof (1925/26), George - Washington - Hof (1927-30), Per - Albin - Hansson - Siedlung - West (1947-55), Per - Albin - Hansson - Siedlung - Nord (1964-71) und Per - Albin - Hansson - Siedlung - Ost sowie Hanssonzentrum (1966-77), Karl - Wrba - Hof (1979-83). Stadtentwicklungsgebiet Wienerberg - Ost.
An Kirchen hat Favoriten: Oberlaaer Pfarrkirche erbaut von 1744-46, Laaerberger Kirche erbaut von 1984-86, Salvatorkirche am Wienerfeld erbaut von 1977-79)
Weiters gibt es noch Waldmüllerpark mit alten Grabmälern (18.-19. Jahrhundert) anstelle des ehemaligen Katholischen Friedhof Matzleinsdorf, Heimatmuseum (1927 gegründet), Alter Evangelischer Friedhof Matzleinsdorf (mit Grab von F. Hebbel) Spinnerin am Kreuz (1375, 1451/52) sowie die Südbahn, Ostbahn und die Südosttangente.
In Favoriten befinden sich zahlreiche Industrie-, Gewerbe- und Handelsbetriebe, unter anderem Brotfabrik der Ankerbrot AG, Philips - Haus, Computer - Center (Österreichische Philips Industrie GmbH), Wienerberger Baustoffindustrie AG; Wasserturm und Reservoirs; AUA - Verwaltung; Business Park Vienna an der Wienerbergstraße; Hochhaus der Porr AG.
Kontakt: Bezirksvertretung Favoriten 1100 Wien Keplerplatz 5
Telefon +43 1 4000 10114 Fax +43 1 4000 9910120 E-Mail post@b10.magwien.gv.at
Weblink:
Quellen: © Copyright Österreich-Lexikon Literatur: H. Tschulik, Favoriten, Wiener Bezirkskulturführer, 1985; F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97.
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