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Brigittenau liegt im 20. Gemeindebezirk von Wien, mit einer Fläche von 5,67 km² und 71.876 Einwohner (1991), Der Ort war von 1850 -1900 Teil des 2. Bezirks Leopoldstadt. Die frühere Gebietsteile wurden "Schottenau", "Wolfsau", "Taborau" und "Zwischenbrücken" genannt. Der heutige Name kommt von der Brigittakapelle, die in den Jahren 1645 - 51 nach Abwehr der Schweden im 30 - jährigen Krieg errichtet wurde. Bis zur Donauregulierung von 1869 - 75 war das heutige Brigittenau hauptsächlich Augebiet mit Fasangarten. Dieser Augarten wurde von Joseph II. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ab dem Jahre 1840 begann vom Süden her eine rasche Besiedlung. Früher war es ein Industrieviertel, heute jedoch vorwiegend ein Wohnbezirk. Ein besonderes Volksfest war bis 1847 der Brigittakirtag, beschrieben in F. Grillparzers "Der arme Spielmann".
Wappen Das Wappen des 20. Bezirks ist zweigeteilt und zeigt die Wappen der zwei ehemaligen Gemeinden Brigittenau und Zwischenbrücken. Die obere Hälfte des Wappens ist in blau, die untere in silber gehalten.
Brigittenau Ein silberner Anker repräsentiert Brigittenau. Auf blauem Grund ist ein auftechter, silberner Anker mit einem Ring abgebildet. Er ist das Symbol für die Schiffahrt auf der Donau und dem Donaukanal. Den Namen hat Brigittenau von der 1650 hier erbauten Brigittakapelle.
Zwischenbrücken Das Symbol des Heiligen Johannes Nepomuk steht für Zwischenbrücken. Vor silbernem Hintergrund ist eine rote Zunge abgebildet, die von einem goldenen Heiligenschein umgeben ist. Dieser ist mit fünf fünfstrahligen goldenen Sternen besetzt. Der Heilige Nepomuk ist der Brückenpatron. Er steht als Symbol für das ursprünglich zwischen dem Donaustrom und dem Kaiserwasser gelegene Gebiet. Der Name Zwischenbrücken entstand zur Zeit des Brückenbaus. Als die Brücken über den Fluss gebaut wurden, lag der Ort zwischen den Brücken.
Kirchen Brigittakirche (1867-73) von F. von Schmidt; Kirche zum Göttlichen Erlöser (1982/83).
Große Gemeindewohnhausanlagen: Winarsky - Hof (1924) und Otto - Haas - Hof (1925), Janecek - Hof (1925/26), Beer - Hof (1926), Friedrich - Engels - Hof (1930-33).
Die kommunalen Wohnhausanlagen stammen vorwiegend aus den 1960er und 1970er Jahren und liegen beiderseits der Adalbert - Stifter - Straße. U. a. sind es das Wohnhaus Dresdner Straße (1980), Vollwertwohnen Hartlgasse (1989) und andere.
Mit dem Millenniums - Tower (202 m hoch) besitzt Brigittenau seit 1999 das höchste Gebäude Österreichs.
Öffentliche Gebäude Technologisches Gewerbemuseum (1980), Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (1972-77), Lorenz - Böhler - Unfallkrankenhaus, Volkshochschule, Bezirksmuseum.
Verkehrsanlagen: Frachtenbahnhof, ehemaliger Nordwestbahnhof; Nordbrücke, Floridsdorfer Brücke, Nordbahnbrücke, Brigittenauer Brücke, U-Bahn-Linie U6 (seit 1996).
Bildungseinrichtungen Volksschulen Allgemein- und Berufsbildende Höhere Schulen Musikschulen Hauptschulen Polytechnische Schule und andere Schulformen Erwachsenenbildung
Kontakt Bezirksvorstehung des 20. Wiener Gemeindebezirkes 1200 Wien, Brigittaplatz 10, 2. Stock, Zi. 227 Telefon: 33134 20114 Fax: 33134 9920120 E-Mail: post@b20.magwien.gv.at
Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
Melde-, Pass- und Fundservice: Montag bis Mittwoch von 8 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr Freitag von 8 bis 15.30 Uhr
Quelle: © wien.at: Magistrat der Stadt Wien
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