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Bischofswiesen


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Die Gemeinde Bischofswiesen liegt am Eingang des Berchtesgadener Talkessels, zwischen Bad Reichenhall im Norden und Berchtesgaden im Süden, eingebettet zwischen dem Untersberg im Osten und dem Lattengebirge im Westen.
 

 

Anreise
Mit dem Auto:
Aus dem Norden, Westen oder Osten erreichen Sie uns über die Bundesautobahn A 8 München - Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, dann der B 20 Richtung Berchtesgaden bis Bischofswiesen folgen.
Von Süden erreichen Sie uns über die Tauernautobahn, Ausfahrt Salzburg - Süd, dann weiter über die B 305 nach Berchtesgaden und über die B 20 nach Bischofswiesen.

Mit dem Zug:
Aus dem Nord - Westen mit dem ICE ab Dortmund, Wuppertal, Köln, Bonn, Koblenz, Mainz; Frankfurt, Würzburg, Nürnberg, München, Freilassing nach Bischofswiesen.
Aus Norddeutschland mit dem ICE ab Hamburg / Altona, Bremen, Hannover, Göttingen, Kassel, Fulda, Würzburg, München, Freilassing nach Bischofswiesen.
Aus Berlin / HBF mit dem ICE über Berlin / Schönefeld, Berlin / Zoo, Leipzig, München, Freilassing nach Bischofswiesen.

Mit dem Flugzeug:
Flughafen Salzburg oder München und mit einem Flughafentransfer nach Bischofswiesen.
 

 

Wappen
Um den Namen der Bischofswiese in seiner ureigensten Bedeutung in engster Verbindung mit dem Stift Berchtesgaden in der Geschichte für die späteren Generationen festzuhalten und den Heimatsinn anzuregen, war es meine Aufgabe, seit dem Jahre 1924 zu versuchen, in der Gestalt eines eigenen Wappens für die Gemeinde die frühere Geschichte niederzulegen.
Das Wappen spricht im bildlichen Sinne den Namen und die Anfangsgeschichte von Bischofswiesen aus. Die zwei Bischofsstäbe bedeuten 1. den Namen Bischofswiese und 2. die gekreuzte Form die Tauschhandlung mit Salzburg.
Die grüne Wiese ist 1. wiederum der Name des Ortes, das heißt die Fortsetzung von Bischof und 2. die Wiese selbst, von der gesprochen ist.
Der Feldkasten ist das Kulturzeichen unserer ältesten Wiesenwirtschaft in Berchtesgaden selbst.
Die Form des Wappens ist der einer Lilie gleich und soll die Einverleibung der Bischofswiese in das Stift Berchtesgaden versinnbildlichen.

 


 

Geschichte
Im Jahre 1155 erfolgte zwischen dem Erzbistum Salzburg und dem Stift zu Berchtesgaden der Tausch einer Wiese, die dem Erzbischof von Salzburg gehörte und an das Gebiet des Stiftes anstieß, gegen ein Bauerngut in Niederösterreich, welches im Besitz des Stiftes war.

Die Tauschurkunde besagt, dass das Gut nun dem Erzbistum Salzburg, die Wiese aber dem Stiftslande Berchtesgaden einverleibt wird. Diese Wiese, obgleich nun nicht mehr dem Bischof von Salzburg gehörend, erhielt vom Stift, wohl zur genaueren Kennzeichnung und zur Erinnerung an den vormaligen Besitzer, den Namen „ Bischofswies “.

Dass Bischofswiesens Geschichte untrennbar mit der Berchtesgadens verknüpft ist, erhellt daraus, dass das Berchtesgadener Land in Beziehung auf Besiedlung, auf Rechts- und Wirtschaftsleben, besonders in den 700 Jahren der fürstpröpstlichen Herrschaft eine geschlossene Einheit darstellt. (Bemerkt wird, dass mit dem Namen „Berchtesgaden“ das Berchtesgadener Land, nicht aber der jetzige Landkreis gemeint ist).

Nach Ausweis der fürstpröpstlichen Erbrechtskaufbriefe vom 14. und 17. Jahrhundert und der „ Stifturbarien “ der gleichen Zeit war Berchtesgaden eingeteilt in den Markt Berchtesgaden, den Burgfrieden Schellenberg, die Bischofswieser Gnotschaft, Gerner Gnotschaft, Ettenberger Gnotschaft, Scheffauer Gnotschaft, Auer Gnotschaft, Perger Gnotschaft, Schönauer Gnotschaft und Ramsauer Gnotschaft. (Die jetzige Gemeinde Salzberg war die Perger Gnotschaft; zur Schönauer Gnotschaft gehörte die jetzige Gemeinde Königssee; nur der Ortsteil Königssee selbst hatten den Namen Königssee).

Die Bezeichnung Gnotschaft wird sehr verschieden gedeutet. Sie ist aber nichts anderes als der Name für einen in sich geschlossenen Kreis von Bewohnern, für einen einheitlichen Untertanenverband der früheren Zeitperiode, für eine Gemeinschaft.
In der Berchtesgadener Häuserbeschreibung vom Jahre 1698 sind neben dem Markt Berchtesgaden und Schellenberg die 8 Gnotschaften mit der Zahl ihrer Häuser angeführt: 750 ganze und 190 Halbhäuser = in summa 940.

Die alten Gnotschaften waren die Vorläufer der jetzigen Gemeinden. Mit der Gründung derselben durch das Lehensedikt von 1808 wurden diese in 36 Gnotschaften aufgeteilt. (Bischofswiesen bekam 6 Gnotschaften) und die frühere Bezeichnung Gnotschaft = Gemeinde kam im ganzen Lande in Wegfall.

Von den 9 Landgemeinden des Berchtesgadener Landes ist die Gemeinde Bischofswiesen die größte. Noch 1830 war die Frauenreuth (jetzt Bahnhof von Berchtesgaden) Haus Nr. 1 der Gnotschaft Stanggaß.

 


Wirtschaft
Über Jahrhunderte hinweg war die Land- und Forstwirtschaft die wesentliche Einnahmequelle der Bevölkerung. Bedingt durch diese Wirtschaftsform dominiert bis zum heutigen Tag der landschaftsprägende Wechsel von Wiesen- und Waldflächen. Der Anteil der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe ist alleine in den letzten 50 Jahren um 56 % gesunken, dennoch überwiegt flächenmäßig diese Bewirtschaftungsform auch noch heute.

Das Holzhandwerk war als Hausgewerbe organisiert und hatte für den Großteil der Bevölkerung erhebliche Einkommensbedeutung. Die häufigsten Produkte waren Schachteln, Spiel- Schnitz- und Drechselwaren.

Wesentliche Bedeutung für die Wirtschaftskraft hatten über Jahrhunderte der Salzabbau, die Salzgewinnung und der Salztransport. Dieses Salz („weiße Gold“) war die Haupteinnahmequelle für die Probstei. Auch hinsichtlich der Beschäftigungszahl hatte das Salinenwesen eine Vorrangstellung in der heimischen Wirtschaft.

In engem Zusammenhang mit der Salinenwirtschaft ist die Forstwirtschaft zu sehen. Zur Salzgewinnung musste das gesamte Brennholz für die Sudpfannen bereitgestellt werden. Dies bedeutete eine Holzgewinnung von 25 – 35.000 Festmeter und die Beschäftigung von 450 – 600 Waldarbeiter in früheren Jahrhunderten.

Seit Mitte, vor allem aber seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, nahm der Tourismus mehr und mehr an wirtschaftlicher Bedeutung zu. Die markantesten Gästezuwächse konnten um die Jahrhundertwende, in den 30er Jahren, sowie in den 60er und 70er Jahren registriert werden. Derzeit gibt es in Bischofswiesen rd. 330 Beherbergungsbetriebe mit jährlich rd. 50.000 Gästen, bzw. rd. 300.000 Übernachtungen.

Ein Gewerbezweig, der in den letzten Jahren im Gemeindebereich erheblich expandierte, ist die Feinmechanik.
Ausgehend von der ehemaligen Fa. Bernhard in Schönau machten sich mehrere führende Mitarbeiter selbständig und bauten alleine in Bischofswiesen 10 Betriebe mit über 300 Beschäftigten auf. Die Gemeinde Bischofswiesen kann sich deshalb zu recht als Feinmechanikhochburg bezeichnen. Diese Firmen pflegen weltweite Geschäftsbeziehungen, sind hochgradig spezialisiert und verfügen über modernste Fertigungstechniken.

Mit der Ausweisung der Handwerkersiedlung im Stangenwald (Engedey) im Jahre 1973 konnte ein wesentlicher Wirtschaftsimpuls gesetzt werden. Die ca. 30 Handwerks- und Handelsbetriebe, die hier angesiedelt sind, haben für die Bischofswieser Wirtschaft eine tragende Bedeutung. Eine ähnliche Stärkung der Wirtschaftsstruktur erhofft sich die Gemeinde von dem im Jahre 1998 ausgewiesenen Gewerbegebiet Pfaffenfeld in Winkl, in dem einige bedeutende Betriebe erweitern konnten und weitere Neuunternehmen hinzukamen.

Das Bischofswieser Gewerbe wäre unzulänglich dargestellt, würde man die große Zahl der Handwerksbetriebe, Geschäfte und Gasthäuser vergessen, die im Ort und in den Gnotschaften ihren Betriebssitz haben und ganz erheblich zum Bischofswieser Wirtschaftsleben beitragen.

Aber nicht nur für die Sicherstellung von Arbeitsplätzen, sondern auch aus finanzieller Sicht ist das Gewerbe für die Gemeinde Bischofswiesen von entscheidender Bedeutung.
Die Gewerbesteuer - und Fremdenverkehrsbeitragseinnahmen sind für die jährliche Haushaltsplanung zentrale Eckpfeiler und beeinflussen ganz erheblich die Leistungsfähigkeit der Gemeinde in allen Aufgabenbereichen.

Der Bestandserhalt und der Ausbau von Gewerbebetrieben sind deshalb sehr wichtig. Neu Gewerbebetriebe können sich in Bischofswiesen jederzeit ansiedeln.

 



Kontakt
Gemeinde Bischofswiesen
Rathausplatz 2
83483 Bischofswiesen

Postfach 1142
83481 Bischofswiesen

Tel.: +49 (0)8652 8809-0
Fax: +49 (0)8652 8809-99

 

Weblinks

 

Quellen: Gemeinde Bischofswiesen

 

 

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