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Der Kanton Bern ist ein Kanton im Westen der Schweiz. Bern ist flächenmässig (nach Graubünden) und bevölkerungsmässig (nach Zürich) jeweils der zweitgrösste Kanton der Schweiz.
Geografie
 Die Lage Bild: Wikipedia
Der Kanton Bern hat die grösste Nord-Süd-Ausdehnung aller Kantone. Er erstreckt sich vom Jura über das Schweizerische Mittelland bis in die Alpen. Im Norden grenzt er an den Kanton Jura, im Westen an die Kantone Neuenburg, Waadt und Fribourg, im Osten an die Kantone Solothurn, Aargau, Luzern, Obwalden und Uri und im Süden an den Kanton Wallis.
Der Berner Jura gehört zum Faltenjura, die Hauptstadt ist Moutier.
Südlich davon erstreckt sich zwischen dem Bielersee, Murtensee und der Stadt Bern im Aaretal das Berner Seeland, das durch die Juragewässerkorrektur von Sumpfland zum Gemüsegarten der Schweiz wurde.
Im Nordosten der Stadt Bern liegt die Region Oberaargau (die nicht zum Kanton Aargau gehört).
Östlich der Stadt Bern liegt das zu den Voralpen gehörende Emmental, aus dem der berühmte Emmentaler Käse kommt (nicht nur von dort), das im Osten vom Bergland des Napf abgeschlossen wird.
Im Süden des Kantons liegt das Berner Oberland, im Osten mit dem Haslital, Brienzersee, Thunersee und dem Jungfraugebiet, im Westen mit den Regionen Saanenland, Simmental, Frutigerland (Adelboden) und Lötschberg.
Bevölkerung Im Kanton Bern leben rund eine Million Menschen, davon stammen etwa 12% aus dem Ausland. Über die Hälfte der Bernerinnen und Berner wohnen in den Städten Bern, Biel und Thun und deren Agglomerationen und geniessen kurze Wege zwischen Arbeits - , Wohn - und Erholungsraum.
Der tief greifende Umbruch der Lebens- und Wirtschaftsweise führte ab Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer weitreichenden räumlichen Umverteilung der Bevölkerung in die Agglomerationen der Zentren. Dabei waren der Autobahnbau und die anhaltende Strukturverschiebung zugunsten des Dienstleistungssektors die wichtigsten Schrittmacher der Siedlungsexpansion. Heute umfasst die grossflächige Zone mit starkem Bevölkerungswachstum weite Teile des tieferen Mittellandes und reicht im Westen bereits bis ins Schwarzenburgerland. Die baulichen und kulturellen Unterschiede zwischen Agglomerationen und ländlichen Gebieten verschwimmen dabei immer mehr zu einem Stadt-Land-Kontinuum.
Die zentrale Lage des Kantons Bern in Europa, an der Grenze zwischen dem deutschen und dem französischen Sprachraum, ist etwas Besonderes: Die beiden Amtssprachen Deutsch und Französisch sind ein lebendiger Teil des wertvollen Alltags- und Kulturschatzes der Bernerinnen und Berner. Sinnbild der Offenheit des Kantons ist Biel-Bienne, die einzige wirklich zweisprachige Stadt der Schweiz: Strassen und Plätze zum Beispiel werden sowohl in Deutsch wie auch in Französisch angeschrieben – für Bieler eine Selbstverständlichkeit, für Auswärtige ein Kuriosum.
Ihr heutiges Markenzeichen verdankt Biel-Bienne einer Initiative des Rates zur Wirtschaftsförderung von 1848. Dieser schuf steuerliche Anreize, um mit der Uhrmacherei eine zukunftsträchtige Exportindustrie anzusiedeln. In der Folge nahmen über 1'700 meist französischsprachige Uhrmacher Sitz in Biel.
Es verwundert immer wieder, mit welch sympathischer Nonchalance die Bielerinnen und Bieler mit ihrem «bielinguisme» umgehen: Heute hat sich im alltäglichen Bieler Sprachgebrauch zwischen Deutsch und Französisch eine Auswahl von einfachen Wörtern und kurzen Sätzen eingeschliffen, die «foreigner talk» genannt wird.
Berndeutsch ist eine der beliebtesten Mundarten der Schweiz. Dutzende von Schweizer Bands singen auf Berndeutsch – auch solche, die nicht aus dem Kanton Bern stammen. Ein Grund dafür mag der grosse Berner Wortschatz sein:
Bernerinnen und Berner kennen viele Wörter, um Gefühle zu beschreiben. Innerhalb des Kantonsgebiets existieren zahlreiche Dialektvarianten. Ihre Ausprägung und ihre Anzahl nehmen jedoch stark ab. Der moderne Stadtdialekt beruht zu grossen Teilen auf den Landdialekten, weist aber auch viele neue Lehnwörter aus dem Hochdeutschen und dem Englischen auf. Berndeutsch kommt bei fast allen Gesprächssituationen zum Zug. Doch auch als geschriebene Sprache ist Mundart im Vormarsch: in SMS, im Chat oder in E-Mails –überall dort also, wo es um eine umgangssprachliche Ausdrucksweise geht. Da keine einheitliche Rechtschreibung definiert ist, wird frei nach Gefühl buchstabiert.
Die Bernerinnen und Berner parlieren aber noch in einigen weiteren Sprachen: Nebst Deutsch und Französisch, welche mit 91 Prozent den Löwenanteil ausmachen, werden als Muttersprachen auch noch Italienisch (zwei Prozent) sowie Spanisch, Albanisch, Serbo-Kroatisch, Portugiesisch und andere (sieben Prozent) angegeben.
Sprachen
Deutsch: 802'740 Französisch: 74'338 (im Jura und der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne Italienisch: 26'359 Rätoromanisch: 875 Andere: 53'880
Religionen - Konfessionen
Reformiert: 691'812 Katholisch: 172'906 Christkatholisch: 1'263 Jüdisch: 802 Andere: 50'059 Konfessionslos: 41'350
Es gibt im Kanton Bern vergleichsweise viele Mitglieder protestantischer Freikirchen, besonders im Emmental und im Berner Oberland.
Politik Bern ist eine Demokratie mit einer der modernsten Kantonsverfassungen der Schweiz. Sie bildet die Basis für ein fortschrittliches und zeitgemässes Staatswesen. Die Stimmberechtigten verfügen über ausgebaute Mitwirkungsmöglichkeiten. So ermöglicht zum Beispiel der Volksvorschlag das konstruktive Referendum.
Die liberale und soziale Grundordnung räumt dem Schutz des Individuums und seinen elementaren Freiheiten und Grundbedürfnissen einen zentralen Stellenwert ein. Als erster Kanton der Schweiz hat Bern auch das Öffentlichkeitsprinzip in der Verfassung verankert: Es verpflichtet die Behörden und die Verwaltung zur aktiven und offenen Information der Bevölkerung.
Legislative Der Grosse Rat ist die gesetzgebende Behörde im Kanton Bern. Er besteht seit 2006 neu noch aus 160 Mitgliedern, welche alle vier Jahre im Proporzverfahren vom Volk gewählt werden. Dabei hat jeder Amtsbezirk Anrecht auf mindestens einen Sitz.
Den drei französischsprachigen Ämter Courtelary, La Neuveville und Moutier werden insgsamt 12 Mandate garantiert.
Zu den wichtigsten Befugnissen des Grossen Rats gehören die Verabschiedung von Verfassungsvorlagen, Gesetzen und Dekreten. Weiter hat er die Oberaufsicht über die Regierung und die kantonale Verwaltung, beschliesst den Voranschlag und genehmigt die Staatsrechnung. Zudem berät er über alle Vorlagen, die der Volksabstimmung unterliegen
Exekutive Der Regierungsrat ist die ausführende Behörde im Kanton Bern. Das siebenköpfige Gremium wird alle vier Jahre im Majorzverfahren an der Urne gewählt. Die Verfassung garantiert dabei dem Berner Jura einen Sitz. Jede Regierungsrätin und jeder Regierungsrat steht jeweils einer Verwaltungsdirektion vor. Der Kantonsregierung bestimmt die Ziele des staatlichen Handelns, plant und koordiniert die Aktivitäten des Kantons und legt die zweckmässige Organisation fest. Weiter leitet sie das Vorverfahren für die Rechtsetzung und erlässt Verordnungen. Zudem erstellt sie den Finanzplan, erarbeitet den Voranschlag und verabschiedet die Staatsrechnung zuhanden des Grossen Rates.
Der Regierungsrat vertritt den Kanton nach innen und nach aussen. Ihm obliegt auch die Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, und er ist verantwortlich für den Vollzug der Gesetzgebung, der Beschlüsse des Grossen Rates und der rechtskräftigen Urteile von Justizorganen.
Judikative Die beiden obersten kantonalen Gerichte sind das Obergericht (Straf- und Zivilrecht) und das Verwaltungsgericht (öffentliches Recht). Sämtliche Richter werden für eine Dauer von sechs Jahren vom Grossen Rat gewählt. Zuständig für Straf- und Zivilrechtsfälle sind in erster Instanz die 13 Kreisgerichte.
Das Obergericht ist zur Hauptsache als Rechtsmittelinstanz in Zivil- und Strafsachen tätig und hat die Aufsicht über die erstinstanzlichen Gerichte und die Untersuchungsrichterämter. Als erste Instanz behandelt es handelsrechtliche Streitigkeiten sowie Wirtschaftsstrafsachen.
Oberste kantonale Instanz in Verwaltungsrechtsachen ist das Verwaltungsgericht mit Sitz in Bern. Als Appellationsinstanz ist es zudem zuständig für die Behandlung von öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten.
Parteiensystem
Der Kanton Bern ist ein traditionell bürgerlicher Kanton, wobei die SVP (in Bern zum großen Teil noch die traditionelle Bauern- und Gewerbepartei) die dominierende Rolle spielt. Die evangelischen Parteien EVP (Mitte) und EDU (weit rechts) sind im reformiert geprägten Bern sehr stark, während die (als katholische wahrgenommene) Bundesratspartei CVP im Kanton Bern eine Kleinpartei ist. Allgemein sind im Kanton Bern viele Kleinparteien vertreten.
Verkehr
Der Kanton Bern liegt an den Bahnverkehrsachsen Zürich - Freiburg - Lausanne - Genf (ost-west) und Basel - Lötschberg - Simplon - Italien (nord-süd), die sich in der Stadt Bern kreuzen. Im Norden quert die Jurasüdfusslinie (Zürich - Biel - Neuenburg - Lausanne), im Süden die Schmalspurbahn Luzern - Brünig - Interlaken - Montreux (Golden-Pass).
Weitere Täler sind durch diverse Schmalspurbahnen erschlossen: Berner Oberland-Bahn, Wengernalpbahn, Jungfraubahn, Meiringen- Innertkirchen Bahn.
Bergbahnen: Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren, Schynige Platte-Bahn
Neben der Bahn spielt das Postauto eine grosse Rolle, einmal bei der Erschliessung der Seitentäler, dann aber auch für die berühmten touristischen Linien über Grimselpass, Sustenpass oder Grosse Scheidegg.
Die A1 St. Gallen - Genf führt durch das Mittelland und die Stadt Bern. In nord-südlicher Richtung führt die Autobahn A6 bis nach Meiringen östlich des Brienzersees. Von dort starten die Passrouten Brünig (nach Luzern), Susten (nach Uri) und Grimsel (nach dem Wallis, Graubünden und dem Tessin). Bei Spiez zweigt die Lötschbergroute ab, die mittels Autoverlad durch den Lötschbergtunnel mit dem Wallis und via Simplonpass mit Italien verbindet.
Geschichte Die Bernerinnen und Berner blicken stolz auf eine über 800jährige Staatsgeschichte zurück. 1191 vom Zähringerherzog Berchtold V. gegründet, dehnte sich Bern ständig aus und umfasste im 16. Jahrhundert einen Drittel des Gebiets der damaligen Schweiz. Damit war Bern einstmals der grösste Stadtstaat nördlich der Alpen.
1798 führte der Einmarsch der französischen Revolutionsheere zum Untergang des Alten Bern. 1831 setzte eine demokratische Entwicklung mit einem kontinuierlichen Ausbau der Volksrechte ein. 1848 wurde die Stadt Bern zur Hauptstadt der Schweiz bestimmt. Und 1979 konstituierte sich der Kanton Jura aus drei vom Kanton Bern losgelösten Amtsbezirken.
Bildung Der Kanton Bern bietet nicht nur attraktive Arbeitsplätze: Er investiert auch mehr als einen Viertel seiner Staatsausgaben in die Ausbildung der Bevölkerung. Den Bernerinnen und Bernern steht die ganze Palette der Bildungsangebote zur Verfügung: vom Kindergarten über die Volksschule, die Berufsschule und das Gymnasium bis hin zur Fachhochschule und zur Universität.
Spielerisches Lernen beginnt im Kanton Bern im Alter von fünf resp. sechs Jahren: Jedes Kind hat Anspruch auf mindestens ein Jahr unentgeltlichen Besuch des Kindergartens vor dem Schuleintritt. Manche Gemeinden bieten sogar einen zweijährigen Kindergarten an. Obwohl der Kindergarten freiwillig ist, wird er von fast allen Kindern besucht.
Der Grundpfeiler des bernischen Bildungswesens ist nach wie vor die Volksschule. Hier bekommen die Jugendlichen in neun Jahren das Rüstzeug fürs Leben. Die Primarstufe umfasst die ersten sechs Jahre, während die Sekundarstufe die verbleibenden drei bildet. Als erste Fremdsprache steht ab der fünften Klasse Französisch resp. Deutsch auf dem Lehrplan.
Nach der Volksschule absolviert der grössere Teil der Jugendlichen eine Berufslehre. Ergänzen lässt sich diese Ausbildung mit der Berufsmaturität, die zum Eintritt in eine Fachhochschule berechtigt. Der kleinere Teil entscheidet sich für eine der allgemein bildenden Schulen: Die Maturität eröffnet den Zugang zur Universität, ein Ausweis einer Fachmittelschule den Zugang zu den Fachhochschulen.
Wirtschaft Dank einer breit gefächerten Wirtschaftsstruktur bietet der Kanton Bern seiner Bevölkerung attraktive und sichere Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote liegt seit Jahren deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Mehr als zwei Drittel der rund 500.000 Beschäftigten arbeiten in Dienstleistungsbetrieben.
Die öffentliche Hand ist mit 80.000 Beschäftigten vor allem in der Stadt Bern und Umgebung ein wichtiger Arbeitgeber. Doch vier Fünftel der Bevölkerung arbeiten in der Privatwirtschaft. Sechs Prozent sind in der Landwirtschaft tätig. Immerhin jeder zehnte Arbeitsplatz im Kanton hängt vom Tourismus ab – im Berner Oberland sogar fast jeder dritte.
Über 200 Jahre Spitzentechnologie Die Regionen Biel und Berner Jura gelten als Heimat der Uhrenindustrie: Marken wie Omega, Rolex, Longines und Swatch geniessen Weltruf. Von dem in der Uhrmacherkunst erworbenen Know-how profitieren heute zunehmend auch Unternehmen der Medizinaltechnik, der Telekommunikation und Informatik, der Präzisions- und Maschinenindustrie.
Zahlreiche international tätige Unternehmen mit einer Spitzenposition auf ihrem jeweiligen Gebiet haben im Kanton Bern ihren Sitz: so der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch Group, die Telekommunikationsfirmen Swisscom, Ascom und T-Systems Schweiz, der Internethändler ebay, die Pharmaunternehmen ZLB Behring und Berna Biotech, die Anlagenbauer Mikron, Tornos und Feintool oder der Werkstoffkonzern Rehau.
Mehr als nur Käse Typisch für den Kanton Bern sind hoch spezialisierte und erfolgreiche Nischenproduzenten. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Stoffe für die Flugzeugsitze der meisten Airlines seit 50 Jahren von der Firma Lantal Textiles in Langenthal gewoben werden? Und in Biel-Bienne findet sich der weltweit führende Hersteller von Fahrradspeichen, die Firma DT Swiss.
Die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln hat im Kanton Bern eine langjährige Tradition. Der Emmentaler Käse mit den grossen Löchern, die Simmentaler Kuh, die Schokolade Toblerone und das Getränk Ovomaltine sind internationale Begriffe. Das bernische Seeland gilt als grösster Gemüsegarten der Schweiz. Und auf Berner Kantonsgebiet stehen auch die meisten Bio-Betriebe des Landes.
Attraktiver Wirtschaftsstandort Dank seiner zentralen Lage zwischen europäischen Technologiezentren ist der Kanton Bern ein idealer Wirtschaftsstandort. Kleine, mittlere und grosse Unternehmen verschiedenster Branchen nutzen die guten Rahmenbedingungen: tiefe Unternehmenssteuern, Zweisprachigkeit und hochqualifizierte Arbeitskräfte.
Möchten Sie hier Ihre Firma ansiedeln oder ein neues Unternehmen gründen? Die Wirtschaftsförderung Kanton Bern (WFB) ist Ihr offizieller Partner bei der Herstellung von Kontakten zu Verwaltungsorganen und potentiellen Investoren.
Am Swiss Economic Forum in Thun treffen sich alljährlich über 1'200 Entscheidungsträger von Klein- und Grossunternehmen, hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Medien. Die nationale Plattform für Unternehmertum und Innovation bietet neue Impulse und Gelegenheit zu Networking.
Tourismus Als drittgrösster Tourismuskanton der Schweiz bietet Bern Natur und Kultur von Weltrang: Die einzigartige Bergwelt rund um die bekannten Gipfel Eiger, Mönch und Jungfrau wurde von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Im Sommer wie im Winter lockt das gesamte Berner Oberland jährlich Hunderttausende von Menschen aus aller Welt an.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Kantons- und Landeshauptstadt Bern. Ihre Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO – wie etwa auch die ägyptischen Pyramiden, die Akropolis von Athen oder der Taj Mahal in Indien. Doch das ist noch lange nicht alles, was es im Kanton Bern zu entdecken gibt.
Majestätisch: das Berner Oberland Im Berner Oberland hängt beinahe jeder dritte Arbeitsplatz vom Tourismus ab. Das imposante Alpenpanorama ist nicht nur für Gipfelstürmer die ideale Kulisse: Wintersportarten wie Rodeln, Eislauf, Curling und Ski wurden einst um 1900 von den Engländern eingeführt und erfreuen sich heute bei Jung und Alt grösster Beliebtheit. Im Sommer lassen sich beim Wandern Steinböcke, Gemsen oder Murmeltiere beobachten. In den zahlreichen Flusstälern kommen Abenteurer unter anderem beim Riverraften auf ihre Kosten. Und der Thuner- sowie der Brienzersee laden zum erfrischenden Bad – Palmen auf der sonnigen Uferseite setzen dabei einen kontrastreichen Akzent zu den ewig verschneiten Berggipfeln.
Bereits im 19. Jahrhundert vermochte das Berner Oberland das ganze Jahr über Reisende anzuziehen. So umwarb 1875 zum Beispiel das erste Hotel Grindelwalds, das «Hotel zum Schwarzen Adler», die meist internationalen Gäste im Sommer mit Alpenmilchkuren und im Winter mit dem heilsamen Klima der Berge.
Von Hollywood bis Bollywood Renommierte Ferienorte wie Interlaken oder Gstaad versprechen Unterhaltung auf höchstem Niveau. Hier erholen sich etwa auch Stars von der Show- und Politbühne: zum Beispiel Tina Turner, Roger Federer oder Kofi Annan. Und übrigens: Auf dem Schilthorn in Mürren wurden in den 60er Jahren einige Schlüsselszenen für den James-Bond-Film «On Her Majesty’s Secret Service» gedreht.
Als Filmkulisse dient das Berner Oberland heute noch der indischen Filmindustrie Bollywood: Seit politische Unruhen das Filmen in den Schneebergen Kaschmirs verunmöglichen, drehen hier jährlich bis zu 50 indische Filmteams. Die blitzblanke Alpenromantik weckt bei vielen Inderinnen und Indern die Reiselust: Seit den 90er Jahren stieg ihre Besucherzahl im Berner Oberland gewaltig an.
Das Herz des Mittellands: die Stadt Bern Im Mittelland lockt Bern Kurzaufenthalter an: Die Kantons- und Landeshauptstadt gehört zu den grossartigsten Zeugen mittelalterlichen Städtebaus in Europa. Sechs Kilometer Lauben (Arkaden) säumen die Altstadtgassen, bieten Schutz vor nassem Wetter und laden zum stressfreien Bummeln ein.
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Arkaden in der Berner Altstadt Foto: © Bern Tourismus
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Die Fussgänger-Stadt bietet einmalige Sehenswürdigkeiten wie etwa den Zytglogge, den Bärengraben, das Bundeshaus oder die Münster- Kathedrale. Ihre ideale Verkehrslage ermöglicht es, fast die ganze Schweiz von hier aus zu entdecken.
Von Wandern bis Schifffahren Im mystischen Emmental beschützen die typisch ausladenden Dächer mächtige Bauernhäuser. Die Geranien vor den Fenstern leuchten röter als sonstwo auf der Welt. Hier kann man Schlafen wie zu Gotthelfs Zeiten oder in der Schaukäserei miterleben, wie der berühmte Emmentaler gemacht wird – immer noch nach demselben Rezept wie vor 200 Jahren.
Im Westen von Bern bildet die 70 Meter hohe Schwarzwasserbrücke das Tor zum Schwarzenburgerland. Von hier aus umschliessen die wildromantischen Schluchten der Sense und des Schwarzwassers ein Stück Erde, welches noch weitgehend seine Natürlichkeit bewahren konnt
Das Seeland mit Biel und Umgebung lockt mit zahlreichen Weindörfern und Rebbergen sowie der faszinierenden Schönheit der Drei-Seen- Landschaft: Bieler-, Neuenburger- und Murtensee sind in der Sommersaison auf verschiedenen Routen befahrbar. Hier beginnen auch die sanften Höhen des Juras.
Besinnlich: der Berner Jura Der Name Jura leitet sich vom keltischen Ausdruck «Juris» für Wald ab. Dieser Wald lieferte im 19. Jahrhundert für die aufkommende Eisenindustrie und für die Glasfabriken den wichtigsten Energieträger: die Holzkohle. Heute sind die Jurawälder zu beliebten Tagesausflugs- und Freizeitzielen für erholungsliebende Menschen geworden. Grosse Lichtungen, ausgedehnte grüne Flächen und die typischen weissen Kalksteinmauern beruhigen das Auge und die Seele. Im Winter sind die Weiden, die langgezogenen Ebenen und die Täler meist mit einem dicken Schneemantel bedeckt: ideales Gelände für den Ski-Langlauf.
Die Kraft von Wind und Sonne Wussten Sie, dass der Berner Jura eines der bedeutendsten Zentren Europas für erneuerbare Energien beherbergt? Das Windkraftwerk auf dem Mont-Crosin produziert jährlich rund 2.5 Mio. kWh Strom. Und das Sonnenkraftwerk auf dem Mont-Soleil ist gleichzeitig die grösste schweizerische Forschungs- und Demonstrationsanlage im Bereich der Photovoltaik.
Ein Spass nicht nur für Technikfreaks ist der gut ausgebaute Lehrpfad, der die beiden Anlagen miteinander verbindet: Er führt durch die typische Juralandschaft und illustriert dabei Themen wie Energieversorgung, Windenergie, Fotovoltaik, Fauna und Flora, Landschaft, Landwirtschaft und Tourismus auf spannende Art und Weise.
Städte und Orte
· Bern, 122.707 Einwohner (2002) · Biel/Bienne, 49.328 Einwohner (2002) · Thun, 40.597 Einwohner (2002) · Köniz, 36.993 Einwohner (2002) · Ostermundigen, 15.220 Einwohner (2002) · Burgdorf, 14.672 Einwohner (2002) · Steffisburg, 14.667 Einwohner (2002) · Langenthal, 14.443 Einwohner (2002) · Muri bei Bern, 12.394 Einwohner (2002) · Spiez, 12.031 Einwohner (2002) · Worb, 11.033 Einwohner (2002) · Ittigen, 10.817 Einwohner (2002) · Lyss, 10.817 Einwohner (2002) · Münsingen, 10.727 Einwohner (2002)
Bezirke
· Aarberg · Aarwangen · Bern · Biel · Büren · Burgdorf · Courtelary · Erlach · Fraubrunnen · Frutigen · Interlaken · Konolfingen · Laupen · Moutier · La Neuveville · Nidau · Niedersimmental · Oberhasli · Obersimmental · Saanen · Schwarzenburg · Seftigen · Signau · Thun · Trachselwald · Wangen
Kontakt Staatskanzlei des Kantons Bern Postgasse 68 3000 Bern 8
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Weblinks
· Offizielle Website · Tourismus-Website des Kantons Bern
Quelle: Kanton Bern
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