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Die Gemeinde Arosa gehört zum Kreis Schanfigg und liegt im Bezirk Plessur im Kanton Graubünden in der Schweiz. Arosa ist der höchstgelegene Ort im Schanfigg.


Geographie


Die Lage
Karte (c) Rhätische Bahn

Arosa liegt Am Ende des Schanfigger Tales liegt Arosa auf einer Höhe von 1.742 bis 1.775 m ü. M. am Obersee. Der Ort liegt sich am Fusse des Weisshorns (2.653 m). Dazu besitzt der Ort ein bekanntes und schneesicheres Skigebiet und verfügt über 60 Pistenkilometern. Die Gemeindefläche von Arosa beträgt 4.254 ha.

Anreise

Bahn 
Internationale Schnellzüge bis Chur, von dort mit der RhB gemütlich in 60 Minuten nach Arosa.

Auto
Ab Chur in ca. 45 Minuten auf kurvenreicher Strasse aufwärts (30 km, 360 Kurven, 1320 Meter Höhendifferenz).   -> Strassenzustand

Wohnmobil
Maximalbreite 2,3 m; Höhe 4,0 m; Gesamtgewicht 18 Tonnen.

Flugzeug
Zürich-Flughafen, mit Intercity nach Chur, von dort mit der RhB
gemütlich in 60 Minuten nach Arosa.
Für Privatflieger empfiehlt sich der Flugplatz Altenrhein.
 

Geschichte

Die ersten bekannten Siedlungen im heutigen Arosa waren zwei romanische Bauernhöfe „Meran“ (Maran) und „Pradaz“ (Prätsch), die zu Beginn des 13. Jahrhunderts in den geschichtlichen Quellen erscheinen. Eine Besiedlung grösseren Ausmasses setzte ums Jahr 1300 ein, als Walser von Davos her in den Raum des heutigen Arosa zogen Sie verdrängten allmählich das romanische Element. Während ihnen sieben oder acht Güter zu Davos, damals Tafaus“ (Davos) geheissen, gehörten, unterstand das ganze Gebiet zu jener Zeit den Freiherren zu Vaz, hernach den Grafen von Toggenburg, später den Grafen von Montfort und endlich den Erzherzogen von Österreich.

Hauptbeschäftigungszweig im Spätmittelalter und weit darüber hinaus war die Alpwirtschaft. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde zudem Eisenerz im Gebiet von Arosa abgebaut und in der Isel verhüttet, was bescheidene Erträge abwarf und die Rodung grosser Waldflächen bedingte. Verschiedene Flurnamen erinnern uns heute noch an die damalige Bergbau - Tätigkeit. In diese Zeit (1490 - 1493) fällt auch der Bau des „Bergkirchli“ in Innerarosa. Die Siedlung zählte nun ca. 140 Einwohner. Klimaverschiebung und negative wirtschaftliche Entwicklungen zwangen die Bauern 1575, den grössten Teil ihrer Weiden an Chur und Maienfeld zu verkaufen. Als Nachbarschaft von Davos wurde Arosa erst 1851 eine selbstständige Gemeinde, die aber am wirtschaftlichen Tiefpunkt angelangt war und nur noch 56 Einwohner zählte.

Ausgangs des 19. Jahrhunderts wurde das stille Bergtal fast über Nacht vom Fremdenverkehr entdeckt, der eine ungeahnte Entwicklung auslöste. Begonnen hatte es mit der besseren Verkehrserschliessung durch die Erstellung der Poststrasse von Chur nach Langwies im Jahr 1875 und deren Weiterführung nach Arosa im Jahr 1890. Zwei Jahre zuvor hatte der deutsche Arzt Dr. Otto Herwig das erste Sanatorium gebaut, und bis 1900 erlebte Arosa seine erste Blütezeit mit Sommerfrischlern und Erholungssuchenden. Der Wintersport steckte noch in den Anfängen Dennoch erlebte das Dorf einen enormen Aufschwung, so dass die Bevölkerungszahl in der Zeit von 1870 - 1900 von 61 auf 1 071 und bis 1930 sogar auf 3 466 anstieg. Mit dem Bau der Chur - Arosa - Bahn zwischen 1912 und 1914, einem kühnen Bauwerk für die damalige Zeit, und der 1927 für den Autoverkehr freigegebenen Zufahrtsstrasse von Chur aus wurde die verkehrstechnische Erschliessung noch einmal wesentlich verbessert.

Die Krise der 1930er Jahre und der Zweite Weltkrieg brachten Rückschläge und zugleich Umstrukturierung vom Kurort zum Wintersportplatz. Die moderne Medizin machte den Kuraufenthalt teilweise entbehrlich. Der Aufschwung des Wintersportortes ermöglichte es zwar, die ärgsten Verluste des Kursektors aufzufangen, doch die Bevölkerungszahl sank nun doch sehr stark und betrug im Zweiten Weltkrieg nur noch 1 980. Vor dem Krieg waren die drei ersten Skilifte in Betrieb genommen worden. Arosa war für den gewaltigen Aufschwung gerüstet, der in der Nachkriegszeit einsetzte. Kurhäuser und Sanatorien wurden in Sporthotels umgewandelt, neue Skilifte wurden erstellt und 1956/57 die attraktive Luftseilbahn Arosa - Weisshorn eröffnet. Die Zahl der Gästebetten und der Logiernächte stieg stark an, und die Bevölkerungszahl nahm wieder zu und betrug 1996 3 781 Seelen. So ist die Geschichte von Arosa bis zur Schwelle des 20. Jahrhunderts die Geschichte eines bescheidenen dahinlebenden Bergbauerndorfes, das sich in kurzer Zeit zu einem berühmten Kurort gewandelt hat und heute als blühendes Sport- und Ferienzentrum weltbekannt ist.

Heute verfügt Arosa über mehr als 12 000 Gästebetten, mit denen rund 900 000 Logiernächte produziert werden. Ganzjährig leben in Arosa rund 2 600 Einwohner. Im Winter kommen noch ca. 1 300, im Sommer 200 Saisonniers dazu, die im Ferientourismus und im Baugewerbe beschäftigt sind.


Arosa im Winter
Bild (c) Rhätische Bahn

Religion

In der Gemeinde Arosa sind ca. 49% der Bevölkerung Protestanten, 40% Katholiken und ca. 11% gehören anderen Religionsgemeinschaften an oder sind konfessionslos.

Bildung

Als bedeutender Kurort und grösstes Dorf im Schanfigg ist Arosa auch in Bezug auf die Schule ein Zentrum. Gegenwärtig besuchen über 200 Kinder in Arosa die verschiedenen Abteilungen des Kindergartens, der Primar-, Real- und Sekundarschule. Dabei werden sie von 20 Lehrpersonen betreut. In die Aroser Oberstufe kommen teilweise auch Schülerinnen und Schüler aus den oberen Talgemeinden St. Peter, Molinis, Peist und Langwies.

Freizeit

Arosa als Feriendestination mit Weltruf bietet Ihnen im Sommer wie im Winter ein umfassendes, vielseitiges, attraktives und modernes Freizeitangebot. Sie können Ihre Vorlieben in kultureller und sportlicher Hinsicht voll ausleben.

Arosa verfügt über einen 18-Loch-Golfplatz in einer über 1800 m. ü. M gelegenen, idyllischen Bergwelt. Biketouren, Wanderungen sowie Reitausflüge bringen Ihnen die Naturschönheiten von Arosa mit all seinen Seen näher. Bootsauflüge und Badespass im Natursee "Untersee" erfrischen den Geniesser. Diavorträge, Konzerte und Kino- und Casinobesuche runden das Angebot ab. In verschiedenen Hotels können Sie sich im Wellness-Bereich verwöhnen lassen, ebenso ist die Eishalle mit der Eisbahn und dem Fun - Park eine attraktive Alternative für Ausssensportarten.

Hochgenuss erleben Gipfelstürmer Sommer wie Winter mit der Aroser Bergbahn auf die aussichtsreichen Bergspitzen. Verspielte Kinder (und vielleicht auch Erwachsene) können sich den ganzen Tag auf den Spielplätzen verweilen oder sich beim Vita-Parcours austoben.

Nicht nur Gian Simmen (Olympiasieger bei der Snowboard-Halfpige in Nagano im Jahr 1999) als Snowboarder schätzt unsere bestens präparierten Pisten von über 70 km, sondern auch der skifahrende Feriengast schwingt die weissen Hügel voller Freude und Elan hinunter. Langlauffreunde können über 35 km gespurte Loipe geniessen. Die jährlich stattfindenden Pferderennen erfreuen sich einer grossen Beliebtheit. Eissportfreunde begeistern sich beim Hockey-Match, Eislaufen, Curling und Eisstockschiessen auf einer Natur- oder Kunsteisbahn sowie in der Eishalle. Tennisfreunden stehen im Winter und im Sommer Spielmöglichkeiten zur Verfügung.


Kontakt
Gemeindeverwaltung Arosa
Rathaus
Postfach 165
7050 Arosa

Tel.: 081 378 67 67
E-Mail: kanzlei@arosa.gr.ch

Besuchszeiten:
Montag - Freitag
08.00 - 12.00 Uhr und von 14.00 - 17.00 Uhr

 

Weblink

 

Quelle: Gemeinde Arosa, Rhätische Bahn

 

 

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