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Die Gemeinde Anger ist eine Gemeinde in Oberbayern im Berchtesgadener Land und liegt im Feriendreieck Bad Reichenhall - Salzburg - Berchtesgaden.
Geographie
 Die Lage Karte: Gemeinde Anger
Am linken Ufer der Saalach erhebt sich der Högl bis auf 827 m. Zur Gemeinde Anger gehören noch die Ortsteile Aufham, Hadermarkt, Hainham, Högl, Höglwörth, Holzhausen, Irlberg, Jechling, Lebloh, Moosbacherau, Oberhögl, Pfingstl, Prasting, Reitberg, Steinhögl, Stockham, Stoißberg, Thal, Unterberg Vachenlueg, Wolfertsau und Zellberg.
Anreise
Nach Anger kommen Sie promblemlos: Mit dem Pkw fahren Sie auf der BAB A8 München - Salzburg bis zur Ausfahrt Bad Reichenhall. Oder aus Richtung Burghausen kommend über die B 20. Hier geht’s zum Routenplaner
Mit dem Zug fahren Sie bis Bahnhof Teisendorf oder Bad Reichenhall. Weiterfahrt mit dem Linienbus.
Mit dem Flugzeug preiswert mit TUI-Fly aus Köln, Hamburg, Hannover und Berlin nach Salzburg. Von dort mit dem Bus bis nach Bad Reichenhall und Umsteigen in den Bus nach Anger.
Das Wappen
Das Wappen der Gemeinde war durch die Gebietsreform im Jahre 1978 neu zu gestalten und staatlicherseits zu genehmigen. Die Beschreibung des Wappens lautet: In Rot zwei gekreuzte silberne Schlüssel, darüber eine silberne Pilgermuschel, darunter ein silberner Raitelhaken.
Die Beschreibung zum Wappen:
Das Gebiet der Gemeinde Anger gehörte mit der eingegliederten ehemaligen Gemeinde Aufham von alters her bis in das 19. Jahrhundert in landesherrlicher und kirchlicher Beziehung zum Bereich der Salzburger Erzbischöfe. Anger kam schon um 1000 durch Schenkung eines Grafen an das Kloster St. Peter in Salzburg, später als Stiftungsgut an das Augustinerkloster Höglwörth. Beide Institutionen führten die Schlüssel im Wappen, die jetzt die Hauptfigur des neuen Gemeindewappens ausmachen. Als lokales Beizeichen steht zudem unter den Schlüsseln der Raitelhaken aus dem ehemaligen Gemeindewappen von Högl, wo seit dem 16. Jahrhundert ein überörtlich bedeutender Steinbruch betrieben wurde (das Raitel diente beim Transport der Steine als Hebewerkzeug). Oben steht für Aufham als Lokalsymbol die Pilgermuschel, das Kennzeichen des Kirchenpatrons St. Jakob.

Mein schönstes Dorf: Anger Faszinierende Landschaften, mildes Klima, erholsame Ruhe - und ein Dorf, das schon die Aufmerksamkeit Ludwig I. weckte. Anger - mitten im Berchtesgadener Land gelegen - war auch für den Bayernkönig sein "schönstes Dorf". Schon der erste Blick auf den einzigartigen Dorfplatz zeigt, wovon Ludwig I geschwärmt hat.
Das gemütliche Dorf: Aufham Eine unverfälschte Idylle erwartet den Gast in Aufham. Hier am Fuße des Hochstaufens und nicht weit von der markanten Bergwelt des Untersbergs ist Tradition und Brauchtum noch lebendiger Teil des Alltags. Wer sich so richtig entspannen will oder eines der gemütlichen Dörfer Bayerns kennen lernen möchte, ist hier goldrichtig.

Der Treffpunkt: H ö g l Auf den sonnigen Höhen des Högl genießen Sie entspannt die Natur von ihren schönsten Seiten. Schattige Kastanien und kulinarische Köstlichkeiten in romantischen Gaststätten erwarten den Wanderer. Hierher kommen die Einheimischen ebenso gerne wie ihre Gäste zum Entspannen, Feiern und genießen der schönen Aussicht.
Im Blickpunkt: Höglwörth Höglwörth hat für den Kenner einen besonderen Klang. Lange war das Augustiner - Chorherrenstift ein Kulturelles Zentrum des Rupertiwinkels. Heute ist die Stiftskirche mit der ehemaligen Klosteranlage am windgeschützten Natursee ein beliebtes Ausflugsziel. Ihre lebendige Architektur und kunstvolle Gestaltung inspirieren zum Schauen und Philosophieren.
Geschichte Die Gründung des Ortes reicht in vorgeschichtliche Zeit zurück. Der Bergrücken des Högl, der sich am linken Ufer der Saalach bis in 827 m Seehöhe erhebt, war seit der jüngsten Steinzeit besiedelt. Zahlreiche Funde wie Bronzeschwerter, Äxte und Urnen, aber auch Reste römischer Bauten beweisen die Anwesenheit von Menschen im Gebiet des Högl in den darauf folgenden Epochen. Im Frühmittelalter wurde der Högl dann von den Bayern besiedelt. Darauf weisen frühbayerische Ortsnamen rund um den Bergrücken hin, die mit den Silben -ing und –ham enden. Für eine Siedlungskontinuität sprechen die bajuwarischen Reihengräber des 6. – 8. Jahrhunderts in Anger, Aufham, Piding, Urwies und Mauthausen. Zum weiteren Ausbau dieser Siedlungen dürfte es erst im 9. und 10. Jahrhundert gekommen sein, wofür die Namen der Einödhöfe und Weiler sprechen, die die Endsilben –reit und –point führen. Den Ortsnamen Anger sucht man allerdings in frühen Urkunden vergeblich. Die älteste Form war zweifellos „Pfaffendorf“, die in Verbindung mit dem Grafen Witagowo bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Dieser Name hat sich bis heute erhalten, bezeichnet aber nicht mehr den eigentlichen Ort mit der Kirche, sondern einen Ortsteil der Gemeinde Anger. Die spätere Bezeichnung Elperskirchen, eine geänderte Form für den ursprünglichen Namen Ellanpurgkirchen, der an die Nonne Ellanpurg erinnert, die im 10. Jahrhundert die Kirche stiftete, hat sich im Laufe der Zeit zu Ölbergskirchen entwickelt.
Größere Bedeutung kam bis ins 20. Jahrhundert dem Ortsnamen Stoißberg zu. 1779 umfaßte das Viertel Stoißberg die Orte und Weiler Anger, Hadermarkt, Höglwörth (weitere Informationen über Höglwörth siehe www.enzinger-online.de/hoeglwoerth/inhalt.htm), Holzhausen, Irlberg, Pfaffendorf, Pfingstl, Reitberg, Stockham, Stoißberg, Tal und Zellberg. Während Anger damals nur acht Anwesen zählte, umfaßte Stoißberg 14 Einöden mit 20 Höfen. Stoißberg blieb auch nach dem Ende des Erzstiftes Salzburg namengebend für die Gemeinde und das Viertel bzw. den Steuerdistrikt. Es kam Ende 1804 mit dem ehemaligen Pfleggericht Staufeneck zum Landgericht Teisendorf. Dieses wurde nach dem endgültigen Übergang Salzburgs an Österreich mit Wirkung vom 22. Juni 1818 aufgelöst und dem Landgericht Laufen zugeschlagen. Die Steuerdistrikte Anger (Stoißberg), Högl und Piding wurden dem Landgericht Reichenhall zugewiesen. Das Pfarrdorf Anger hatte im späteren 19. Jahrhundert den Ort Stoißberg an Zahl der Höfe und Bewohner, aber nicht an Ausmaß des Grundbesitzes überholt. Obwohl bereits nach 1818 mehrfach der Name Anger für den Steuerdistrikt auftaucht, blieb Stoißberg bis weit ins 20. Jahrhundert der amtliche Name für die gesamte Gemeinde, zu der auch Anger gehörte. Erst mit Erlaß vom 17. August 1937 wurde die Gemeinde Stoißberg in Anger umbenannt. Der Ortsname Anger geht zweifellos auf die große Dorf- und Gemeindewiese zurück, die noch heute das Ortsbild entscheidend mitbestimmt.

Vom Ende des 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts nahmen die Grafen von Plain die Grafschaftsrechte in diesem Gebiet wahr. Zu ihren Ministerialen zählten die Herren von Staufeneck, die Erbauer der gleichnamigen Burg zum Schutz der Salzstraße von Reichenhall nach Teisendorf. Die Burg wurde zum Verwaltungsmittelpunkt des Pfleggerichts Staufeneck bis zu dessen Auflösung 1805. Den wirtschaftlichen, kulturellen und geistig religiösen Mittelpunkt der Gegend bildete vom frühen 12. Jahrhundert bis 1817 das Augustiner - Chorherrenstift Höglwörth, das seine Grundherrschaft über die Jahrhunderte ausbaute, und dessen Einkünfte in hohem Maße auf dem umfangreichen Waldbesitz beruhten, der sich bis zum Kamm des 1.300 m hohen Teisenbergs erstreckte. Seelsorgerisch betreute das Stift das Gebiet der Pfarrei Anger (Ölbergskirchen) mit den Filialen Steinhögl, St. Johannshögl, Aufham sowie das Vikariat Piding.
In der von den Höhen umschlossenen Gegend um Anger - Aufham - Högl haben sich bei den heimischen Menschen alte Sitten und Gebräuche ungewöhnlich gut erhalten. Besonders das religiöse Brauchtum ist stark ausgeprägt. In alter Tradition werden zahlreiche kirchliche Feste begangen, aber auch uralte Bräuche heidnischen Ursprungs gepflegt. Daneben sind die schönen alten Volkstänze, die kräftigen Schuhplattler, die wundervolle, kleidsame Tracht, die angestammte Bauweise der Häuser, die Mundart und die große Liebe zur Musik Ausdruck traditionellen Brauchtums. In diesem althergebrachten Brauchtum spiegeln sich die Ehrfurcht vor Schöpfer und Schöpfung, der Reichtum der Landschaft an Formen und Farben, an Stimmungen und Glanz und eine große Liebe zur Heimat.
Höglwörth Höglwörth hat für die Kenner einen besonderen Klang. Lange war das Augustner - Chorherrenstift ein kulturelles Zentrum des Rupertiwinkels. Heute ist die Stiftskirche mit der ehemeligen Klosteranlage am windgeschützten Natursee ein beliebtes Ausflugsziel. Ihre lebendige Architektur und kunstvolle Gestaltung inspirieren zum Schauen und Philosophieren. Und im Sommer lädt der ruhige See zu einem erfrischenden Bad ein.
Wandervorschläge Höglwörth - Rund um den See (Gehzeit 1 Stunde, leicht) Am nördlichen Ende des Dorfplatzes folgen Sie dem Klosterweg, etwa 1 Kilometer, nach Höglwörth. Von hier führt ein schattiger und idyllischer Waldweg um den See. Rückweg auf gleicher Strecke oder über Stockham und Holzhausen.
Teisendorf - ab Höglwörth (Gehzeit 1,5 Stunden, leicht) Ab dem Parkplatz beim Klosterwirt in Höglwörth gehen Sie auf dem Mooshäuslweg bis zur Ramsauerstraße. An der Wegkreuzung rechts, nach etwa 4 Kilometer vorbei am Schwimmbad Teisendorf. An der Brauerei Wieninger links zur Marktmitte Teisendorf. Rückweg auf gleicher Strecke oder mit dem Linienbus.
Fürmannalm (Gehzeit 1 Stunde, mittelschwer) Am Dorfplatz in Anger führt beim Gasthaus Metzgerwirt eine Steintreppe zur Kohlhäuslstraße. Dieser folgen Sie etwa 300 Meter, links unter der Autobahn der Irlbergstraße folgend, etwa 3 Kilometer bis zur Fürmannalm. Auf halber Strecke können Sie beim Schönberghof links abbiegen und über einen Serpentinenweg ebenfalls dorthin kommen. Gleicher Rückweg oder auf der anderen Seite des Ilrberg über Forststraßen zum "Wanderwegeparkplatz" an der Kohlhäuslstraße.
Steineralm - ab Fürmannalm oder Reitberg (Gehzeit 2 Stunden, leicht - mittelschwer) Der Aufstieg geht vorbei am Gipfelkreuz des Irlberg über schattige Waldwege, Sonnleiten, Ranzenstraße zur Steineralm. Eine weitere Möglichkeit ist der Aufstieg vom Reitberg über die Beylechner - oder Reitbergstraße, vorbei am Schwaigerhof bis zur Forststraße. Nach der Wildfütterung links. Der Schweineckstraße ca. 700 Meter folgend, dann rechts den etwas steiler ansteigenden Waldweg oder weiter auf der Forststraße bis zur Steineralm.
Hochstaufen - ab Steineralm (Gehzeit 2,5 Stunden, mittelschwer - schwer) Sie folgen ab der Steineralm dem rot-weiß markierten Hochgebirgssteig und kommen ab etwa 1250 Höhenmeter in die Felsregion. Vom 1771 m hohen Staufen haben Sie einen herrlichen Blick auf das Angerer und Reichenhaller Tal, auf die Loferer Steinberge und die Berchtesgadener Alpen. Das Staufenhaus ist im Sommer bewirtschaftet. Gleicher Rückweg oder Sie steigen auf der Reichenhaller Seite über die Bartlmahd, Padingeralm oder dem Steinernen Jäger (Klettersteig - nur für Geübte -) nach Bad Reichenhall ab und fahren mit dem Linienbus zurück. Link zu Information Hochstaufen.
Frillensee - ab Fürmannalm (Gehzeit 2,5 Stunden, leicht - mittelschwer) Der Aufstieg geht vorbei am Gipfelkreuz des Ilrberg über schattige Waldwege, Sonnleiten und dann den Weg rechts abzweigend zum Frillensee. Den Rückweg können Sie über den Forstgasthof Adlgaß ca. Stunde, und dann weiter die Forststraßen über Kohlhäusl wählen.
Stoißeralm (Gehzeit 3 Stunden, mittelschwer) Der Weg führt ab dem Dorfplatz, Holzhauser- und Stoißbergstraße bis zum Parkplatz Neuhausalm (ab Parkplatz ca. 2 Std. zur Stoißeralm). Weiter über einen Waldpfad bis zur Forststraße. Die Forststraße überqueren und dem Waldpfad laut Beschilderung folgen. Dieser Höhenwanderweg gewährt einen vielseitigen Ausblick. Sie folgen dem Kamm entlang zur Stoißeralm (1.300 m, vom 1. Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet). Der Rückweg verläuft auf gleicher Strecke oder die Forststraßen durch Bergwiese und Wald über Forstdienstelle Kohlhäusl und Kohlhäuslstraße nach Anger.
Neubichler Alm (Gehzeit 2 Stunden, leicht - mittelschwer) Am südlichen Ende des Dorfplatzes folgen Sie etwa 100 Meter der Pfaffendorfstraße, nach dem Kirchberg kurz rechts und gleich wieder links in den Hadermarktweg, entlang der Stoißer Ache. Sie queren die Staatsstraße an der Tankstelle und gehen rechts auf der Prastinger Straße ca. 3 Kilometer bis zum Weiler Enzing. Vor dort führt ein Steig über Wiesen und durch Wälder zum Sechshögl. Nach ca. 100 Meter auf der Kreisstraße folgen Sie rechts einem Waldpfad der zum Berg- und Sporthotel Neubichler Alm führt. Von hier haben Sie einen einzigartigen Blick auf die Mozartstadt Salzburg. Verlängern können Sie Ihre Wanderung, wenn Sie auf der rückwärtigen Seite der Neubichler Alm, am Tennisplatz und Pferdestall, dem Wald- und Wiesenweg zum Gasthaus Johannishögl (etwa 1/2 Stunden) folgen. Gleicher Rückweg oder über die Stroblalm.
Stroblalm (Gehzeit 1,5 Stunden, leicht - mittelschwer) Sie verlassen den Dorfplatz wie zur Neubichler Alm und zweigen auf der Prastinger Straße, kurz nach dem Weiler Prasting, links ab, gehen auf dem Waldweg weiter und queren beim Spielmannsberghof die Kreisstraße. Dann weiter ansteigend durch den Wald, vorbei am Steinbrechhof und noch etwa 500 Meter auf der geteerten Straße bis zur Stroblalm. Schöner Biergarten mit herrlichen Blick auf die Berchtesgadener Alpen. Ab hier können Sie noch einen Abstecher zum Fernsehsender Högl mit Rundweg oder zur Neubichler Alm machen.
Aufham (Gehzeit 1/2 - 1 Stunden, leicht) Von Anger nach Aufham führen mehrere Wege. Sie verlassen den Dorfplatz in Anger jeweils am südlichen Ende und gehen entweder über die Anger Straße auf der rechten Seite der Autobahn entlang oder über den Aufhamer Weg auf der linken Seite der Autobahn nach Aufham. Eine Weitere Möglichkeit besteht über den Hadermarktweg, Moosbacherau und Panoramaweg, immer an der Stoißer Ache entlang.
Kontakt Gemeinde Anger Dorfplatz 4 83454 Anger Tel: 08656/9889-0 Fax: 08656/9889-15 E-Mail: gemeinde@anger.de Internet: www.anger.de
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Quelle Text und Bilder:Gemeinde Anger
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