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Alsergrund liegt im 9. Gemeindebezirk von Wien, hat eine Fläche von 2,99 km² und 40.416 Einwohner (Stand von 1991) Die genaue Lage ist an der unteren Als (Alserbach), zwischen Alserstraße und Donaukanal. 1862 erfolgte die Vereinigung der Alservorstadt und der Vorstädte Roßau, Althangrund, Thury, Lichtenthal, Himmelpfortgrund, und Michelbeuern zum 9. Wiener Bezirk. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen vor allem im Spitals - und Universitätsviertel. Im einzelnen sind es das Allgemeine Krankenhaus (Altes Allgemeines Krankenhaus, 1784 von Joseph II. eröffnet, seit 1997 Universitätscampus, Neues Allgemeines Krankenhaus, seit 1904, Neues AKH, im Vollbetrieb seit 1992/93), Josephinum, erbaut von 1783-85, heute ist es das Institut für Geschichte der Medizin, Institutsgebäude der Universität Wien. Ebenfalls befindet sich die Nationalbank, erbaut von 1913-25 hier.
An Kirchen befinden sich in Alsergrund: Servitenkirche, die von 1651-77 errichtet wurde mit der Peregrini - Kapelle und Fresken von J. A. Mölk), Lichtentaler Pfarrkirche ("Schubertkirche", errichtet ab 1712), Votivkirche, errichtet von 1856-79 und von H. Ferstel erbaut), Canisiuskirche (1899-1903).
Weitere Bauten: Geburtshaus von F. Schubert (Schubertmuseum), Roßauer Kaserne (1865-70, Verkehrsleitzentrale der Polizei und andere Dienststellen von Polizei und Bundesheer), Palais Liechtenstein (1691-1711) mit Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Volksoper (1898), Franz - Josefs - Bahnhof, Biologiezentrum der Universität Wien und Wirtschaftsuniversität (seit 1982), Bundesamtsgebäude (Verkehrsamt), Müllverbrennungsanlage und Fernheizwerk Spittelau (1969 eröffnet, nach Brand seit 1990 wieder in Betrieb, 460 MWh, die künstlerische Gestaltung ist von F. Hundertwasser).
Es gibt eine breitgefächerte Branchenstruktur auf der Basis gewerblicher und industrieller Kleinbetriebe, die sogenannte "Hinterhofindustrie". Weiter die Erzeugung von Bekleidung, Bettwaren und Schuhen, Metall- und Holzverarbeitung, Druckerei- und Verlagswesen.
Quellen: © Copyright Österreich-Lexikon Literatur: F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97.
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