|
Albrechtsberg an der großen Krems ist eine Marktgemeinde im Bezirk Krems-Land und liegt im Bundesland Niederösterreich.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1157 als Elharteskirchen und gab dem Ort mit seinem imposanten Schloss und der wunderschön renovierten Barockkirche seinen Namen.
Die Kirche zu Albrechtsberg ist "Maria auf der Stiege" geweiht und fungiert heute auch als Wallfahrtskirche. Albrechtsberg wurde mittlerweile auch durch den "Weinpfarrer" Denk berühmt, der die beiden Pfarren Albrechtsberg und Els betreut. Das Gebiet der Wachau, das Kremstal und das Kamptal stellen das älteste Besiedlungsgebiet in Österreich dar. Davon zeugen nicht nur einzelene kulturgeschichtlich unschätzbare Funde wie die Venus von Willendorf, sondern auch viele Einzelfunde in den Kremstalhöhlen liefern den frühesten altsteinzeitlichen Besiedlungsfunde Österreichs.
Nach der Grenzziehung des römischen Reiches an der Donau und den Wirren der Völkerwanderungszeit fällt die in der Geschichtsschreibung erfasste Besiedlung des nördlichen und östlichen Waldviertels ins 9. und 10. Jahrhundert Bereits 1157 wird der Name Adelharteskirchen erstmals urkundlich erwähnt.
Adelharteskirchen und fünf weitere Ortschaften in der Umgebung werden der Pfarre Meisling zugesprochen. Wahrscheinlich erfolgte zur selben Zeit die Befestigung dieser Siedlung und bald darauf taucht der Name Albrechtsberge auf.
Erst hundert Jahre später lesen wir von einem Vikarspriester in unserer Pfarre. Um 1400 wird Albrechtsberg zur Wallfahrtskirche. Die jetzige Seitenkapelle und eine Gnadenstatue stammen aus dieser Zeit.
Sehenswürdigkeiten
Schloss Albrechtsberg
Das Schloss ist mit der Kirche durch einen Gang verbunden und der ganze Gebäudekomplex bietet einen sehr imposanten, infolge seiner Höhenlage weithin sichtbaren Anblick. Dieses Schloss, seine Erbauer und Besitzer haben durch Jahrhunderte die Geschichte der Ortschaft und ihrer Bewohner bestimmt. Es ist kein einheitliches Bauwerk, sonder in Jahrhunderten durch Zu - und Umbauten gewachsen. Wer der Erbauer des ältesten Teiles, der aus dem 12. Jahrhundert stammt, gewesen ist, ist nicht bekannt. Vermutlich waren es die Kuenringer, die in diesem Gebiet große Besitzungen hatten. In den folgenden Jahrhunderten wurden als Besitzer des Schlosses bekannte Adelsgeschlechter genannt, wie die Starhemberger, Neidecker und Peukham.
Um 1400 wird Albrechtsberg zur Wallfahrtskirche. Die jetzige Seitenkapelle und eine Gnadenstatue stammen aus dieser Zeit. Um 1600 wurde der langgestrechte, dreistöckige Nordtrakt des Schlosses erbaut, der diesem die heutige, geschlossene Form gibt.
In der Folgezeit wechselt das Schloss Albrechtsberg wiederholt den Besitzer, bis es schließlich 1692 durch Erbschaft an die Lempruchs kommt, die den Neubau der Kirche durchführen. Unter den Bauherren Franz Freiherr von Lempruch und Pfarrer Johann Adalbert Maurer wurde der Kirchenbau um 1770 beendet.
Im selben Jahr erhielt das Schloss seine heutige Form.
Die Lempruch`sche Gutsherrschaft hatte sich aber in den folgenden Jahrzehnten sehr verschuldet, was 1960/61 zum Verkauf der Felder und Wiesen und 1967 auch zur Veräußerung des Waldes führte.
1972 kaufte der Vorarlberger Künstler Prof. Eugen Jussel (1912-97) das Schloss mit Verwalterhaus.
1990 erwarb der Geologe Dr. Alexander Tollmann das Schloss samt Nebengebäuden
Bildungsangebot
Das Bildungsangebot der Gemeinde umfasst derzeit einen eingruppigen Kindergarten, eine vierklassige Volksschule und eine achtklassige Hauptschule. Weiters werden von der Kulturwerkstatt Albrechtsberg diverse Weiterbildungskurse wie z.B. Computerkurse, Sprachkurse usw. angeboten.
Wirtschaft:
In der Marktgemeinde leben 1103 Hauptwohnsitzer und ca. 230 Zweitwohnsitzer. Sie verfügt über eine gute Infrastruktur ( eingruppiger Kindergarten, vierklassige Volksschule, achtklassige Hauptschule, Geschäfte, Tankstelle, Gasthäuser, Arzt, Zahnarzt, Banken, Nahversorgungsgeschäfte, kleinere Handwerksbetriebe, Transportunternehmen und Deichgräber sowie ein mittelgroßer Steinmetzbetrieb )
Freizeit:
Geologischer Lehrpfad
Gemeinden Albrechtsberg und Weinzierl initiiert und gestaltet von Univ. Prof. Alexander Tollmann
Schwerpunkte: Gebirgsbildung und geologischer Aufbau des Waldviertels mit Erklärungen zu typischen Gesteinen und ihrer Metamorphosegeschichte.
Ein besonders attraktives Talstück der Kleinen Krems im Bereich der Burg Hartenstein wird hier anhand einiger schöner, bequem erreichbarer Felsflanken dieses Tales beschrieben. Die etwas über 2 km lange Strecke des schönen, schattigen Lehrpfades mit geringen Höhenunterschieden, beinhaltet 9 Stationen, bei denen Gesteinsformationen genau beschrieben sind. Die Betrachtung der Felsformationen entlang des Lehrpfades gewährt einen Einblick in die Gesteinsarten, ihre Faltung, Schieferung und Auswalzung während der Gebirsbildung.
Begleitheft am Gemeindeamt enthältlich
Höhlen im Kremstal
Gudenushöhle
Diese ca. 30 m lange Durchgangshöhle befindet sich etwa 8 m über dem Flussbett in einem Kalkmarmorband des Burgfelsen unterhalb der Burg Hartenstein.
1884 machten sie einige Heimatforscher unter der Führung des Benediktinerpaters Leopold Hacker aus Göttweig (damals Pfarrer von Purk) daran, die Höhle zu untersuchen, was sich aber als äusserst mühsam erwies, da der Eingang damals nur 90 cm hoch war. Durch die folgenden Ausgrabungsunternehmungen wuchs der Eingang auf mittlerweile 2,50 m an.
Fundstücke stammen aus der Untere Kulturschicht (vor ca. 70.000 Jahren), als hier Neandertaler Jagd auf Mammut, Wollnashorn, Ren, Wildpferd, Höhlenbär und -hyäne machten und aus der Obere Kulturschicht (Magdalenien zw. 20.000 und 10.000 v. Chr.)
Die bedeutendsten Funde sind eine 4 cm lange Knochenpfeife (ältestes Musikinstrument in Ö.) und die Ritzzeichnung eines Rentierkopfs auf einem Adlerknochen (Fundstücke sind im Naturhistorischen Museum in Wien zu besichtigen).
Eichmayerhöhle
Bei dieser Höhle handelt es sich um eine Klufthöhle, die an ein in den Hornblendeschiefer eingeschaltetes Marmorband geknüpft ist. Ausgrabungen im 19. Jahrhundert ergaben Magdalenienartefakte und Reste von 27 Säugetier- und 8 Vogelarten
Schusterlucke
Die Schusterlucke erreicht man über den neuen Vettersteig. Hier wurden Relikte von pleistozänen Mauswiesel und und Hermeline gefunden.
Steinener Saal
Beim Steinenern Saal handelt es sich um einen geschützten Vorplatz - ein ca. 30 m breites und 8 m hohes Felsdach aus Amphibolit, das von eiszeitlichen Jägern aufgesucht wurde. Hier fand man Steingerät des Neandertalers aus dem Mittelpaläolithikum und vom Ende der letzten Eiszeit.
In dieser kleinen Höhle hat ein unbekannter Künstler eine Unzahl von Steinmännchen errichtet.
 Steinerne Saal Bild: Gemeinde Albrechtsberg
Grossartige Bademöglichkeiten rund um Albrechtsberg
Erlebnisteich in Albrechtsberg: Wunderschön, am Dorfrand gelegener Badeteich, Sprungturm, grosse Liegewiese, Grillmöglichkeit, Kinderschaukel schwimmender Steg, Ruhewasserbereich. Buffetbetrieb bei Schönwetter
Freibedeanlage in Els Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, Kinderturngeräte, Umkleidekabinen, schön angelegter Liegebereich
Wandern 130 km gepflegte und gut markierte Wanderwege führen auf zahlreichen Routen durch die Gemeinde. Vom einstündigen Spaziergang bis zum Tagesausflug mit ca. 7 Stunden Gehzeit finden Wanderlustige vielfältige Rundwanderwege. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten säumen den Weg, immer wieder finden sich Rastplätze, die an klaren Tagen Ausblick bis zur Rax und Schneeberg gewähren oder einfach ungestörten Genuss der Geräusche und Laute des Waldes bieten. Unter anderem ist der Bereich des Kremstales mit der Burg Hartenstein, den vielen Höhlen und einem geologischen Lehrpfad äußerst sehenswert.
Nach Vorlage der Stempelkarte und Bezahlung eines Kostenbeitrages von € 3,- erhalten Sie am Gemeindeamt oder im GH Fischer in Albrechtsberg die Wandernadel. Prospekte und Stempelkarten erhalten Sie am Gemeindeamt, im GH Fischer und bei Privatzimmervermietern.
Wanderweg 1
ca. 5,5 km - Gehzeit ca. 1 ½ Std.
vom Marktplatz Albrechtsberg über den "Schulberg" (südl. Ortsausgang) – beim letzten Haus Nr. 60 rechts einbiegen – über offenes Feld nach Gillaus – Ortschaft in südwestliche Richtung verlassen – leicht ansteigender Feldweg Richtung Hochwald ("auf der Heide) – rote Markierung – rechts durch den Wald bis zum "Weißen Kreuz" – gelbe Markierung nach Albrechtsberg zurück
Ausblick bei klarem Wetter bis Schneeberg und Rax
Stempelstelle GH Fischer, Café Schäfer, Albrechtsberg.
Wanderweg 2
ca. 7,5 km - Gehzeit ca. 2 Std.
vom Marktplatz Albrechtsberg Richtung Attenreith (westl. Ortsausgang) – beim letzten Haus Nr. 73 rechts abbiegen (blau) – über offenes Feld zum "Michelbach" – diesen überqueren Richtung Eppenberg – Straße – blaue Markierung nach rechts bis zur Großen Krems (leicht fallend) – Überqueren einer Brücke – der Königsmühle den Rücken zuwenden am linken Flussufer der Großen Krems entlang rot-weiß-rote Markierung, Waldviertler Weitwanderweg 606, Krems-Grein) – Fluss über Steg überqueren – rechtes Flussufer bis Brauhaus – zügig ansteigender "Mühlweg" (grün und rot-weiß-rot) durch den Wald – ca. 20 Min. bis Albrechtsberg
Wanderweg 3
ca. 8 km - Gehzeit ca. 2 ½ Std.
Albrechtsberg in nördliche Richtung verlassen (rot-weiß-rot u. grün) – "Mühlweg" – durch den Wald ins Brauhaus (Stempelstelle GH Müller) – Markierung am linken Ufer der Großen Krems folgen – vorbei am Sägewerk Wendlik zur Weißensteinmühle – über drei Stege durch das Große Kremstal hin zum "Hasenfleck" – Möglichkeit zur Besichtigung der Kremstalhöhlen (ca. 1 ½ Std.) – ca. 20 Min. der blauen Markierung folgen – zur "Gillausklause" (Stempelstelle, Selbstabnahme) – grüne Markierung über Gillaus nach Albrechtsberg
Wanderung zu ¾ im Schatten
Wanderweg 4
ca. 3 km – Gehzeit ca. 1 Std.
Hauptplatz Albrechtsberg – gelbe Markierung – nach ca. 150 m nach links in den Wald – nach ca. 15 Min. "Augenbründl" – weiter zum "Lugeck" – nach 15 Min. zur "Waldandacht" – über offenes Feld zurück nach Albrechtsberg
Stempelstelle GH Fischer, Café Schäfer, Albrechtsberg.
Wanderweg 5
ca. 6 km – Gehzeit ca. 1 ¾ Std.
Ortsmitte Gillaus – in östlicher Richtung aus der Ortschaft – bei der scharfen Linkskurve in den Feldweg rechts abbiegen – nach ca. 100 m an der Weggabelung der blaue Markierung nach links folgend – offenes Feld – nach ca. 15 Min. Hochwald und Großes Kremstal – beim "Roßtümpel" auf rot-weiß-rote Markierung (Waldviertler Weitwanderweg 606) - nach 15 Min. "Hasenfleck" – Besuch der Kremstalhöhlen möglich (ca. 1 ½ Std.) – Gillausbach entlang (blaue Markierung) zur Gillausklause – zurück nach Gillaus (grün)
Wanderweg 6
ca. 8 km – ca. 2 ½ Std.
Marktplatz Els – in östlicher Richtung nach Purkersdorf (rote Markierung) – nach der ersten Ortschaft bei der ersten scharfen Kurve nach rechts in den Waldweg zum Kleinen Kremstal und zur ehemaligen "Maigenmühle" – über die Straße und die Kleine Krems weiter nach links zur "Hofmühle" und Burg Hartenstein – Besichtigung der Kremstalhöhlename (ca. 1 ½ Std.) – Kleines Kremstal entlang zum Zwickl (Zusammenfluss von Großer und Kleiner Krems) – rot-weiß-rote Markierung (Waldviertler Wanderweg 606) nach links zum "Hasenfleck" – blaue Markierung zur "Gillausklause" nach Els zurück
Stempelstelle GH Enne, Els
Wanderweg 7
ca. 7,5 km – Gehzeit ca. 2 1(2 Std.
Marktplatz Els – östliche Richtung vorbei an der Hauptschule – nach ca. 100 m nach rechts in einen Feldweg (blau) – über offenes Feld und dann Hochwald ins Kleine Kremstal vorbei am Sägewerk Kühtreiber (ca. 15 Min.) – nach rechts (gelb) Birkenmühle, Sägewerk Auer, Hammerschmiede Astleitner, Königsmühle - Kleinheinrichschlag – der Straße entlang – nach rechts durch den Ort (Stempelstelle GH Enne) – auf der Straße zurück nach Els (1,5 km)
Rundwanderweg I
ca. 30 km – Gehzeit ca. 7 Std.
Albrechtsberg – Weißes Kreuz (gelbe Markierung) – Marbach – Kleinheinrichschlag – Königsmühle –Astleitner – Sägewerk Auer – Birkmühle – St. Johann – Großheinrichschlag (grün) – Himberg (Stempelstelle GH Teuschl) – Abruck – Neusiedl – Seiberer – Jagdhütte (ab Seiberer ca. 300 m rot) – Weinzierl am Wald (grün, Stempelstelle GH Lang) - Abzweigung 300 m vor Nöhagen – Hartenstein (rot ab Abzweigung Nöhagen) – Purkersdorf – Gillausklause – Gillaus – Albrechtsberg (grün)
Rundwanderweg II
ca. 24 km – Gehzeit ca. 6 Std.
Albrechtsberg – Brauhaus – Lichtenau (grün, Stempelstelle GH Zeilinger) – Loiwein (blau) – Obermeisling (gelb) – Nöhagen (blau, Stempelstelle GH Schwarz) – Kremstal (gelb, 1 km) – Zwickl – Hasenfleck (rot-weiß-rot 606) – Gillausklause (blau) – Gillaus – Albrechtsberg (grün)
Rundwanderweg III
ca. 27 km – Gehzeit ca. 6 Std.
Albrechtsberg – Großes Kremstal – Königsmühle (rot) – Kornberg – Untere Bründelmühle – Großreinprechts (Stempelstelle GH Katterbauer) – Grafemühle – (rot weiß rot 606) – Spielleithen – Gotthartsschlag – Kottes (Stempelstelle GH Schrammel) – Leopolds – Purk (gelb) – Albrechtsberg
Kontakt Stadt Albrechtsberg Albrechtsberg 41 A-3613 Albrechtsberg
Telefon ++43 2876 / 258 Faxnummer ++43 2876 / 258 4 E-Mail: gemeinde@albrechtsberg.at
Weblinks
Quelle: Gemeinde Albrechtsberg
|